Hillary Clintons Aussagen empören China

Peking wirft ihr Ignoranz vor: "Komplott, um Zwietracht zu säen"

Peking - China zeigt sich empört über Aussagen von US-Außenministerin Hillary Clinton während ihrer Afrika-Rundreise und wirft ihr "Ignoranz" über das chinesische Engagement in afrikanischen Ländern vor. Clintons Reise erweise sich als ein "Komplott, um Zwietracht zwischen Afrika und China zu säen", hieß es in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Freitag. Clinton hatte in einer in Senegal gehaltenen Rede den afrikanischen Ländern den Rat erteilt, sie sollten Partnerschaften mit "verantwortungsbewussten" Staaten eingehen. Das wurde als Kritik an China ausgelegt.

Es seien gerade die westlichen Kolonialmächte gewesen, die Afrika ausgeplündert und "nichts oder sehr wenig zurückgelassen" hätten, schrieb Xinhua in dem Kommentar. Chinas Hilfe für Afrika orientiere sich an dessen Bedürfnissen, ohne dass irgendwelche politischen Bedingungen gestellt würden. China ist in mehr als 40 afrikanischen Staaten präsent. Dort wirken über eine Million chinesische Arbeiter und Fachkräfte. Die Chinesen haben die USA als Afrikas Wirtschaftspartner Nummer eins verdrängt. China will seine Kreditvergabe an afrikanische Länder in den kommenden drei Jahren auf 20 Milliarden Dollar (16,3 Mrd. Euro) verdoppeln. (APA, 4.8.2012)

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