Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Hat enorm wichtige olympische Erfahrungen gemacht: Die 20-jährige Lisa Perterer aus Villach.

Unglaubliches Finish nach zwei Stunden: Die Schweizerin Spirig setzt sich um einen Hauch gegen die Schwedin Norden durch.
London - Der Olympia-Triathlon der Damen im Londoner Hyde Park hat am Samstag den Favoritensieg der Schweizerin Nicola Spirig gebracht. Die 30-Jährige gewann in einem packenden Zielsprint vor der in 1:59:48 Stunden zeitgleichen Schwedin Lisa Norden. Mit der zwei Sekunden zurückgelegenen Erin Densham gab es auch im vierten olympischen Damen-Triathlon für Australien eine Medaille. Die Österreicherin Lisa Perterer kam mit einem Rückstand von 9:24 Minuten auf Rang 48.
Den angestrebten Platz unter den ersten 20 musste die Kärntnerin schnell abschreiben. "Ich war komplett in eine Schlägerei verwickelt", beschrieb Perterer die Anfangsphase des 1,5 Kilometer langen Schwimmteils. "Dafür fehlt mir noch die Aggressivität, das muss ich noch lernen. Dabei habe ich es im Schwimmen drauf." Bei der Startplatzauslosung hatte die Villacherin kein Glück, nur schwächere Schimmerinnen scharten sich um sie. Diese verschafften sich mit den Fäusten freie Bahn.
Verletztes Knie gespürt
Perterer stieg in 20:17 Minuten mit exakt zwei Minuten Rückstand auf Leaderin Lucy Hall aus dem Wasser. Die 20-jährige Britin kommt aus dem Schwimmsport und ist zur Unterstützung von Lokalfavoritin Helen Jenkins nachträglich für eine Landsfrau ins Olympia-Team eingetauscht worden. Während die Jüngste im Feld mit 21 anderen - darunter fast alle Favoritinnen - die gesamte 42,938 Kilometer lange Radstrecke die Spitzengruppe bildete, hatte es Perterer - die Zweitjüngste - dahinter schwer.
Auf der ersten von sieben Runden war sie alleine unterwegs, dann in einer Vierer-, ab der vierten Runde in einer Siebener- und ab der sechsten Runde in einer Zwölfer-Gruppe. In dieser Phase lief es auch besser als zu Beginn des Rad-Parts, der Rückstand auf die Spitzengruppe wuchs nicht mehr so sehr an wie zuvor. Allerdings spürte Perterer auf dem "Drahtesel" ihr verletzt gewesenes linkes Knie. "Ich habe zwar Ausdauertraining gemacht, aber bin da nicht auf Druck gefahren."
In der Wettkampfbelastung machte sich bemerkbar, dass die vor rund einem Monat beim Beckenschwimmen erlittene Verletzung doch noch nicht ganz ausgeheilt ist. Letztlich hat sich auch das durch die Blessur reduziert gewesene Lauftraining auf den abschließenden, in 37:23 Minuten absolvierten zehn Kilometern bemerkbar gemacht. Mit einem Rückstand von 5:38 Minuten als 43. auf die Strecke gegangen, wuchs das Minus in den vier Laufrunden noch um weiter 3:46 Minuten an.
"Wichtige Erfahrung"
Die 20-Jährige meinte, dass es wegen der Trainingseinschränkung im unmittelbaren Vorfeld auch eine psychische Belastung gewesen sei. "Aber es war eine wichtige Erfahrung", meinte Perterer. "Ich habe versucht, die Stimmung zu genießen. Ich muss mir das Positive herausziehen." Wichtig sei auch gewesen, dass sie auf der nach einem morgendlichen Regenguss noch feuchten Radstrecke nicht gestürzt sei. "In der ersten Runde hat es mich ein paar Mal gezaubert."
Erwischt hat es auf der ersten Runde u.a. Emma Moffatt. Die Australierin war 2009 und 2010 Weltmeisterin , gewann 2009 in Kitzbühel und holte vor allem in Peking 2008 Olympia-Bronze. Sonst versammelten sich aber ziemlich alle Favoritinnen in der 22-köpfigen Rad-Spitzengruppe, wobei Spirig meist an der Spitze war. Wie meist trennte sich jedoch beim Laufen die Spreu vom Weizen, die Schlussrunde nahm schließlich nur noch eine fünfköpfige Gruppe von vorneweg in Angriff.
Foto-Finish
Am dem Ziel gegenüberliegenden Ufer des Sees Serpentine, in dem geschwommen worden war, verlor Jenkins den Anschluss. "Meine Beine haben in der letzten Runde nicht mehr mitgemacht", erklärte die 28-Jährige. Die Medaillenhoffnung der Briten verlor bis ins Ziel 31 Sekunden, wurde 19 Sekunden hinter Sarah Groff Fünfte. Die US-Amerikanerin war davor mit dem Rad über die gestürzte Tschechin Maria Czesnik gefahren, konnte nicht mehr ausweichen.
Den Sprint zog Spirig an, doch Norden ließ nicht locker. Schließlich kam die Eidgenossin ein paar Zentimeter vor der WM-Zweiten 2009 ins Ziel. Die zuständigen Kampfrichter teilten später mit, dass nach knapp zwei Stunden "weniger als 15 Zentimeter" zugunsten der Schweizerin entschieden hätten. Im Ziel hatte zunächst Verwirrung geherrscht, weil Norden gejubelt hatte. Erst nach einigen Minuten herrschte Klarheit. "Ich hatte zwar so ein Gefühl, sicher war ich mir aber nicht", sagte Spirig später. "Die Minuten, bis mich ein Offizieller informiert hat, waren echt hart. Ich wäre mit jeder Medaille zufrieden gewesen, aber Gold und Silber macht dann doch einen großen Unterschied." (APA, 4.8.2012)
Ergebnis Triathlon, Frauen (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen): 1. Nicola Spirig (SUI) 1:59:48 Stunden - 2. Lisa Norden (SWE) 1:59:48 - 3. Erin Densham (AUS) 1:59:50 - 4. Sarah Groff (USA) 2:00:00 - 5. Helen Jenkins (GBR) 2:00:19 - 6. Andrea Hewitt (NZL) 2:00:36 - 7. Ainhoa Murua (ESP) 2:00:56 - 8. Emma Jackson (AUS) 2:01:16. Weiter: 48. Lisa Perterer (AUT) 2:09:12
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy!
Die abschließenden Bewerbe über 20 Kilometer der Frauen und 50 Kilometer der Herren durch die schöne Olympiastadt London forderten ihren Tribut
Jelena Laschmanowa holt mit neuer Bestmarke Gold über 20 Kilometer, Landsmann Kirdjapkin siegt über 50 km
"Wie ein schlechter Traum" - Topleistungen im Reiten und im Laufen mit Schießen - Gold an Tschechen Svoboda
Trotz verbesserter Wertungen konnte die Vorarlbergerin keinen Platz gut machen und verpasste das Finale klar
Oberösterreicherin erreicht in der Musikkür mit ihrem Oldenburger Topplatzierung - Gold an Dujardin
Österreichs letzte große Medaillenhoffnung ist dahin, die Kanutinnen Schuring/Schwarz erreichten den fünften Platz. Mountainbikerin Osl hat vielleicht noch die Chance, eine Schlappe wie 1964 in Tokio zu verhindern
Zur Quali-Halbzeit auf Rang 18, Gymnastin muss sich am Freitag um acht Ränge verbessern um im Finale dabei zu sein
Auf den ersten Blick haben sie nicht viel gemeinsam. Der KWPN-Wallach Valegro (10) ist Olympiasieger, der Berber-Wallach Yazid (12) pfeift auf die hohe Schule der Dressur. Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass es in ihrer Haltung durchaus Parallelen gibt
Gold geht an die Schweiz - Silber an Schröder, Bronze an O'Connor
Als 55. und Letzter aufs Rad, letztlich 40. - "Aber nicht alles negativ"
Generationenkonflikt im Schützenbund - "Auf erfahrene Schützen wird nicht gehört" - 45-Jähriger will Karriere fortsetzen
"Ich freue mich sehr, dass wir vor dieser Kulisse ein dritten Mal in das Viereck dürfen"
Routinier beklagte fehlende Trainingszeit - "Hätte um zweiten Platz mitschießen können" - Scherhaufer bei Debüt im Trap 17.
Österreich, ein Land mit großer Gewichthebertradition, exportiert dafür seine Muskelmänner. Dem Mundl sein Herrgottswinkerl verödet
Der Zylinder könnte bald ausgedient haben. Auch im Dressurreiten geht der Trend, wie sich in London zeigt, Richtung Helmpflicht - so gewöhnungsbedürftig die Helm-Frack-Kombination sein mag. Das Umdenken wurde am 3. März 2010 ausgelöst. Durch einen Unfall
Mit Platz 17 für Grand Prix Special qualifiziert - Voglsang als 34. ausgeschieden
16-jährige Judoka Abdulrahim Shaherkani aus Saudi-Arabien schrieb in London ebenso Geschichte, wie die Afghanin Tahmina Kohistani trotz bescheidener Zeit über 100 m
Die Führung des stalinistischen Nordkorea jubelt über goldene Spiele - Auf den Athleten lastet enormer Druck
Planer setzte auf falsche Windkarte, nahm Aus aber gelassen - "Berufsrisiko" - Farnik hofft nach Rang 27 auf Königsdisziplin
Vom Dakar-Sieger zum Bronzemedaillengewinner bei Olympia: Der Katarer Nasser Al-Attiyah hat sich seinen Lebenstraum erfüllt
Die Salzburgerin Barbara Csar, einzige Frau im olympischen Fecht-Kampfgericht, geriet im weiblichen Degen-Halbfinale in die Bredouille. Ein "technischer Fehler", mag sein mangelnde Stromversorgung, zwang sie zu umstrittener "Tatsachenentscheidung"
Vielseitigkeit: Viele Reiter mit Problemen am Parcours im Greenwich Park
"Hazardspiel" mit ungeliebter Waffe für Routinier nicht aufgegangen
sie selbst ist normal eine stärkere schwimmerin und hätte bei besserem verlauf weiter vorne in einer spitzengruppe ankommen und dann mitradeln können.
beim radfahren ist ja nicht nur die eigene stärke, sondern auch die gruppe entscheidend, in der man vielleicht grade so mitkommt
außerdem wars ein Pontonstart, da gibts wenigstens nicht das wirklich grausliche Wasserstart Getümmel.
In der von mir aufgestellten Hättiwari - Wertung ohne Wechselzonenzeiten, ist Lisa Norden mit 5 Sekunden Vorsprung auf Spirig Olympiasiegerin.
Wie gesagt, Hättiwari-Wertung. Denn das Reglement sieht eine Bruttozeitmessung vom Startschuß bis zum Zieleinlauf vor.
http://etu.triathlon.org/en/result... ames/8597/
Vielleicht sollte man Bewerben, die ein, zwei Stunden dauern einfach grundsätzlich nur auf die Sekunde genau messen und in solchen Fällen dann die Medaille ex aequo vergeben.
Absurderweise gab es im Fechten, wo eine Aktion oft unter einer Sekunde dauert, genau das umgekehrte Problem (siehe Artikel vor ein paar Tagen) - da die letzte Sekunde nie komplett verstrich, immer aber komplett neu angezählt wurde, dauerte die letzte Sekunde vier, und führte zu einer sehr umstrittenen Entscheidung.
Manchmal ist der Konservativismus der alten Säcke beim IOC schon recht mühselig, bis sich da was tut wo offenbar Handlungsbedarf herrscht...
ein marathon geht normalerweise über stunden und da wird in zehnteln/hundertsteln gemessen.
Die Tour de France geht über wochen und auch da wird in hundertsteln gemessen. Und auch beim Schwimmen - egal bei welcher distanz - wird in hundertsteln gemessen.
Warum also bei einer kombination der drei sportarten nur sekundenmessung?
im amateursport ist es ok, dass man sich auch gern auf ein unentschieden einigt - im profisport möchte man einfach einen einzigen sieger haben.
dieses bestreben geht so weit, dass man früher manchmal sogar gelost hat !!
bzw. sich allerhand zusatzkriterien einfallen hat lassen (vgl. auswärtstor) ---
da lob ich mir ein zielfoto ja geradezu als ausbund der fairness und gerechtigkeit ;-)
es ist ein unterschied, ob man bewerbe getrennt voneinander absolviert - da wären natürlich zwei goldene gerechtfertigt - oder ob es einen zielsprint gibt.
bei einem zielsprint einen vorsprung von einer sekunde zu fordern, andernfalls es zwei sieger gäbe - ist ja geradezu absurd.
und dieses mal sind die alten säcke vom ioc schuldlos, das sind ja die regeln des fechtverbandes bzw. triathlonsports.
Was ist daran absurd?
Bei einer Dauer von 2 Stunden ist unter einer Sekunde de facto gleichzeitig - wenn ich da ein Zielfoto brauche um zu entscheiden, dann ist DAS absurd...
Und in welchem Verband die alten Säcke sitzen ist wurscht - aber du hast recht, das Fechtdebakel haben eventuell andere alte Säcke zu verantworten ;o)
Selbst wenn ein Rennen über Tage geht. Gibt es einen Zielsprint, kommt es auf die 1/100 mit Foto an. Es ist eben die Frage, ob man das Quäntchen Kraft und die mentale Stärke noch hat oder nicht.
Man ist ja meistens nicht die ganze Zeit aneinander. Die Positionen wechseln - Taktik - in sich hineinhorchen was geht. Es ist spannend wie nur was.
Unsere Olympionikin wird schon noch! Lasst sie etwas älter und erfahrener werden. Der kürzeste Weg (schwimmen) ist eben oft nicht der effektivste und schnellste.
Bei dem Tempo mit dem Radler sprinten, ist eine Zehntel aber schon ein ganz anderer Abstand, selbst eine hundertstel ist eine Handbreit - es hängt also schon auch von der Sportart ab.
Und gerade beim olympischen Radrennen würde ich bei Einläufen die nur mit Zielfoto (also im Tausendstelbereich) entscheidbar sind, durchaus auch die selbe Medaille hergeben.
bei einem zieleinlauf, der mit freiem auge erkennbar ist, kann es mMn überhaupt keine diskussion geben, und bei zwei läufern erkennt man locker weit unter einer zehntelsekunde.
aber immerhin gehst du von der sekunde eh schon weit herunter (tausendstelbereich)
dann muss man halt "einen" besten finden!
in manchen sportarten hat man früher sogar gelost,
oder sich sonstiges einfallen lassen - auswärtstor, elfmeterschiessen, geringere anzahl von fehlversuchen, stechen etc.
im fechten wird schon vorher der sieger bei unentschieden gelost.
besser als ein losen ist ein zielfoto allemal!
alles im bestreben - den "einen" sieger zu finden!
zu unseren verschiedenen meinungen:
deine meinung könnte von meiner mutter/freundin/schwester sein - die finden es auch oft "gemein" oder "unfair", dass irgendwer so knapp verliert, wo er sich doch genauso angestrengt hat ;-)
wer hätte nicht beiden Starterinnen die Goldene geben wollen?
Dies ist halt die Schattenseite der "Es kann nur einen geben"-Welt.
Mit so einer "Niederlage" fertig werden, muss schrecklich sein. Jeder Blick auf den Straßenrand, jeder Huster kann einer zu viel gewesen sein.
Als Siegerin hätte ich demonstrativ bei der Siegerehrung die "2." auf mein Podest gehoben, wohlwissend, dass sich der "Eichkatzelfurz" auch gegen mich richten hätte können
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.