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Leos Carax, seine Sonnenbrille und sein Ehren-Leopard.
Locarno - Regisseur Leos Carax (51) hat am Freitagabend auf dem 65. Internationalen Filmfestival im Schweizer Locarno einen "Ehren-Leopard" für sein Lebenswerk erhalten. Der durch das fulminante Erotik-Drama "Die Liebenden von Pont-Neuf" (1991) weltberühmte Franzose bekam den Preis auf der Piazza Grande vor mehr als 8.000 Zuschauern überreicht.
Begleitet wurde Leos Carax von der australischen Pop-Ikone Kylie Minogue, die ihn in einer kurzen Rede als "Poeten des Kinos" feierte, als "Künstler, der uns aufregende Bilder und Geschichten schenkt". Sie spielt eine kleine Rolle in seinem im Mai beim Festival von Cannes erfolgreich uraufgeführten Spielfilm "Holy Motors". Carax bedankte sich für die Auszeichnung mit der Erinnerung daran, wie er als junger Mensch zum Film gekommen ist: "Als Kind wollte ich nichts als reisen. Dann habe ich den Film entdeckt. Ich habe verstanden, dass es genügt, ins Dunkel des Kinos abzutauchen, um die ganze Welt kennenzulernen."
Bei einer Diskussionsrunde mit internationalen Journalisten betonte Leos Carax die Bedeutung des Festivals von Locarno: "Es ist gut, dass es dieses Festival gibt. Denn es hilft den Künstlern, die mutig eigene Wege gehen und die sich nicht unentwegt anpassen."
In der Nacht zum Samstag lief dann nach Mitternacht "Magic Mike", der mit Spannung erwartete neue Film der US-amerikanischen Regielegende Steven Soderbergh (49). Das sozialkritische Drama voller komödiantischer Momente und Krimispannung beleuchtet ohne Verklärung das Leben einer Gruppe von männlichen Strippern in Florida. Die Hauptdarsteller Matthew McConaughey und Channing Tatum zogen etwa 6000 Zuschauer bis zwei Uhr morgens in ihren Bann und bescherten dem Film damit einen grandiosen Erfolg. (APA, 4.8.2012)
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