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München/Hamburg - Es könnte zum ersten Saison-Showdown der großen Rivalen Borussia Dortmund und Bayern München kommen - doch die anhaltenden Diskussionen um Torjäger Mario Gomez überlagern das mögliche Prestigeduell beim Liga-total!-Cup am Wochenende in Hamburg zwischen dem Doublegewinner und dem deutschen Fußball-Rekordmeister.
Entsprechend war Bayern-Trainer Jupp Heynckes am Freitag bemüht, die Brisanz aus dem Thema herauszunehmen. "Man darf die Dinge nicht überbewerten, ich sehe das ganz gelassen", sagte der 67-Jährige zu den jüngsten Angriffen von Präsident Uli Hoeneß gegen den 27 Jahre alten Stürmer. Der allmächtige Bayern-Boss hatte den Stürmer als "gut, aber nicht sehr gut" in einem Interview gebrandmarkt.
Allerdings machte Heynckes auch deutlich, dass ihn die öffentlich ausgetragene Debatte nicht allzu sehr gefällt - weshalb er sich einen Seitenhieb auf seinen Kumpel nicht verkneifen konnte. Hoeneß versuche "immer Spieler zu animieren, manchmal auch zu provozieren. Er meint, das würde heute noch genau so funktionieren wie vor 10, 15 oder 20 Jahren. Aber es ist eine andere Situation".
Für Heynckes ist aber ohnehin wichtig, "dass der Spieler weiß, wie ich ihn sehe und wertschätze, und dass er meine totale Unterstützung hat". Im Gegensatz zu Hoeneß sei er der Meinung, dass die Leistungen von Gomez "außergewöhnlich sind. Er ist ein absoluter Klassestürmer". Aber natürlich müsse auch ein Gomez versuchen, sich zu verbessern, sagte der Bayern-Coach, "das ist es, was der Präsident meinte".
Hoeneß selbst räumte nach seiner verbalen Attacke auf Gomez immerhin ein, dass dies "ein gewagter Weg" sei. "Das kann man nicht jeden Tag machen, vielleicht nur alle zwei Jahre mal. Aber wenn du so etwas machst, hast du ja noch die Hoffnung, dass sich was ändert", sagte Hoeneß der Süddeutschen Zeitung.
Dass er Gomez in der Öffentlichkeit derart kritisiert hat, bezeichnete der 60-Jährige "als die letzte Möglichkeit, dass es besser wird". Man müsse dem Nationalspieler ein "gewisses Phlegma" austreiben, "ob es richtig war, werden wir in drei Monaten sehen." Eins sei aber jetzt schon klar: "Das Wohlfühlgehabe, das es bei uns ständig gab, ist nicht immer gut."
Der Druck auf Gomez, der erst im Frühjahr seinen Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister bis 2016 verlängert hat, ist schon jetzt riesig. Zumal die Bayern nach SZ-Informationen weiterhin am Dortmunder Robert Lewandowski interessiert sein sollen. Dem lag angeblich ein Angebot aus München mit einem Jahresgehalt von sieben Millionen Euro vor. Dortmund lehnte einen Wechsel aber ab.
Am Sonntag (18.35 Uhr) könnte es deshalb möglicherweise zum Final-Duell zwischen Gomez und Lewandowski kommen. Dafür müssten die Bayern am Samstag ihr Halbfinale gegen Werder Bremen (18.35 Uhr) ebenso gewinnen wie der BVB, der auf den angeschlagenen Mario Götze verzichten muss, gegen den Hamburger SV (16.45 Uhr) - oder beide verlieren und spielen um Platz drei gegeneinander (16.45 Uhr/alle Spiele live bei SAT.1).
Für Heynckes spielt der Zweikampf mit Dortmund, zuletzt fünfmal Sieger gegen den FC Bayern, aber noch keine Rolle - auch wenn er einräumt, "dass wir gewinnen wollen. Ich will, dass die Mannschaft optimal vorbereitet in die Saison geht. Dazu gehören Erfolgserlebnisse." Wichtiger sei ihm aber, "dass ich mit der Entwicklung der Mannschaft weiterkomme".
Immerhin kann der Bayern-Coach erstmals nach der EM Nationalspieler Bastian Schweinsteiger einsetzen. "Er ist ohne Beschwerden. Ich nehme ihn mit, er wird natürlich spielen", sagte Heynckes. Nach EM- und Champions-League-Trauma sei Schweinsteiger wieder "motiviert. Er lebt auf. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er wieder so in Tritt kommt, dass er für uns der Spieler wird, der er im ersten Halbjahr der vergangenen Saison war." (SID, 3.8.2012)
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die einen machen wegen em-teilnahme urlaub vom trainingslager.
die anderen machen daher gleich gar kein trainingslager sondern helfen dem verein durch eine bädertournee das festgeldkonto aufzustocken. u.a. in 5 tagen nach fernost, 2 mal ein juxmatch und wieder zurück zum nächsten jux...
ja, SO schaut optimale vorbereitung aus.
aber vielleicht hilft es ja doch. denn letztes jahr hatten die vize-bayern SOOOOO eine optimale vorbereitung (in quatar, wenn ich mich nicht irre) und haben dann wie amateure gespielt und wie mädchen geweint.
vielleicht hilft das gegenteil von guter vorbereitung. oder wir müssen uns auf ströme von mädchentränen gefasst machen!
denn er bzw seine vize-bayern haben letztes jahr nur das triple geschafft.
gomez hingegen ist 6facher (in worten: SECHSFACHER) vize geworden: bei ihm kam noch der vizetorschützenkönig in liga, cl und em dazu.
nicht neidisch sein, uli. fest trainieren und immer das ziel im auge haben, dann schaffst auch du eines tages den 6fachen!
... verbal Amok und kapieren anscheinend immer noch nicht, warum sie die letzten zwei Spielzeiten nicht Meister geworden sind. Beim FC Bayern hat anscheinend nur der Älteste seinen Verstand noch beieinander, und das ist Heynckes.
Ich halte von Gomez genau gar nichts und teilweise tuts ja wirklich weh, ihm beim "spielen" (= Bälleverstolpern) zuzusehen, aber immerhin bringt er es in allen Mannschaften und Bewerben auf einen ziemlich guten Tore-pro-Spiel Wert, er tut demnach ohne Abstriche genau das, wofür er bezahlt wird.
Sich gerade vom eigenen Präsidenten so runterputzen lassen zu müssen hat er also wirklich nicht verdient.
Die Niederlage im CL-Finale hat dieses Großmaul noch immer nicht überwunden. Zur Frustbewältigung müssen eben eigene Spieler öffentlich abgewatscht werden. Vor nicht zu langer Zeit war gemäß piefkenensischer Wahrnehmung Gomez einer der besten Stürmer der Welt.
Höneß, Beckenbauer, Rummenigge, Breitner, Sammer - diese Ansammlung von gestörten Egomanen lässt viel Streit und Spass im Laufe der Saison erwarten.
Beim Livebericht ist es mir nicht aufgefallen, aber bei der Wiederholung des Spieles gegen Italien habe ich dann genau geschaut. Gomez richtet sich sein Haar und erreicht daher nicht eine Flanke im Strafraum. Ob er sich fürs Tor-Foto schön gemacht hat?
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