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Nach vier Tagen Arbeit und 4000 Euro Spendengeld von "Bauern helfen Bauern" hat eine zurückgekehrte Familie mit dem kanadischen Blockhaus wieder ein Dach über dem Kopf.
Salzburg - 28 Dörfer hat die private humanitäre Hilfsorganisation "Bauern helfen Bauern" (BhB) in den letzten 20 Jahren in Bosnien aufgebaut und damit mehr als 4000 Menschen geholfen. Mehr als 30.000 Tonnen Sachgüter und Lebensmittel, verpackt in Bananenschachteln, brachte die Hilfsorganisation bisher zu den Flüchtlingen des Bosnienkriegs.
Weil sie nicht mehr ertragen konnte, was sie im Fernsehen sah, fuhr Doraja Eberle Anfang der 90er-Jahre in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ins Krisengebiet, um sich selbst ein Bild zu machen. An Ort und Stelle beschloss die heute 58-jährige - zwischenzeitlich auch mehrere Jahre für die VP als Familienlandesrätin in der Landesregierung tätig - zu helfen und gründete 1992 den Hilfsverein. "Bauern helfen Bauern" finanziert sich nur aus privaten Spendengeldern und nimmt keine öffentlichen Subventionen an.
Grundlage für die Arbeit in den Krisengebieten war der Aufbau von insgesamt 1000 Holzhäusern nach dem kanadischen Blockbausystem. Eberle sah bei Wetten, dass ...?, wie 100 Männer in 100 Stunden 100 Häuser aufbauten, und fragte die Wettkandidaten, ob sie ihr das lehren könnten. Hans Fritz aus Bayern zeigte Doraja Eberle, wie sie in vier Tagen ein Haus bauen kann. 4000 Euro kostet eines der Holzhäuser.
50 Traktoren und 280.000 Packungen Saatgut wurden angekauft, damit sich die Bevölkerung selbst versorgen kann. Denn Ziel sei es, die Flüchtlinge wieder in ihren Dörfern anzusiedeln. Heute hilft die Organisation mit Mikrokrediten, kleine Firmen zu gründen. Zurückgekehrte Flüchtlinge können sich so eine Existenz als Bäcker, Schmied oder Strickerin aufbauen.
Auch in die Infrastruktur wird investiert. Zehn in Österreich ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge wurden nach Bosnien gebracht, Ordinationen für Ärzte eingerichtet, Schulen, Geschäfte und Mühlen wiederaufgebaut. "Wir bringen unseren Überfluss hinunter", sagt die Ende 2010 aus der Politik ausgeschiedene Eberle.
Bildung wird ebenfalls gefördert: Eine Sauna-Damenrunde aus Krems etwa entschloss sich, einer jungen Bosnierin das Jusstudium zu finanzieren.
Und das jüngste Großprojekt ist der Aufbau einer Musikschule in Srebrenica. "Das Massaker von Srebrenica war der größte Genozid in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg", sagt Eberle.
Im Juli 1995 wurden in der Gegend 8000 Menschen getötet. "Ich werde so lange dortbleiben bis jeder Mensch, der aus den Massengräbern ausgegraben wird, einen Namen hat." (Stefanie Ruep, DER STANDARD, 4./5.8.2012)
Sprachbarrieren gehören zum Alltag in Spitälern. Im August startet ein Pilotprojekt, das Abhilfe schaffen soll: Zwölf Ambulanzen in ganz Österreich können per Video einen Dolmetscher für Bosnisch, Kroatisch und Serbisch sowie Türkisch zuschalten
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Wenn ich mir das Foto allerdings ansehe, dann muß ich an die Erzählungen meiner Großeltern - der Kriegsgeneration - denken: Sie haben aus dem Schutt die brauchbaren Baumaterialien herausgeholt, gereinigt, beiseitegelegt und damit dann wiederaufgebaut. Auf dem Foto wurde nichteinmal "aufgeräumt", wie es auf jeder Baustelle üblich ist.
Irgendwie stimmt mich das nachdenklich.
Nur meine Fragen zu dem Foto:
wissen Sie, wann es entstanden ist? Vor 20 Jahren, vor drei Wochen?
Wissen Sie ob es noch Überlebende Bewohner dieses Hauses gibt?
Wissen Sie wie es ist ein Haus „aufzuräumen“ in dem ihre Familie, vergewaltigt, erschlagen oder aus dem Fenster geworfen wurde? Ich weiß es nicht.
Aus dem Luftschutzkeller zu kommen und eine Ruine aufzubauen stelle ich mir auch nicht leicht vor (und Respekt vor unseren Wiederaufbaugeneration) aber ist womöglich doch emotional etwas „leichter“.
so was - oder zumindest ähnliches - kann heute fast jeder auf die beine stellen - mit crowdfunding.
siehe zb de.indiegogo.com oder ähnliche seiten. es ist so einfach wie noch nie zu helfen. nicht nur zu spenden sondern sogar ein eigenes projekt - groß oder klein - ohne großes risiko oder vorausinvestitionen aufzubauen. da werden teilweise 10000e dollar gespendet innerhalb von wochen.
Darf man trotzdem fragen, wieviel Österreich, die EU und Sonstige gespendet haben? Mit welchem Ergebnis?
Warum noch immer Asylwerber zu uns finden? Was unsere und andere Soldaten dazu beigetragen haben, diese Region zu befrieden, sodaß ein normales Leben möglich ist? Der unsägliche Krieg ist nun schon eine weile her, irgendwann sollten sie es mit all der Hilfe doch schaffen, oder?
Nur mal so gefragt.
Um 200TEUR bekommens in Österreich eigentlich kein vernünftiges Haus, ich würde da eher von 300TEUR ausgehen (incl. USt).
Um 4.000 dürfens vermutlich nach dem meisten österreichischen Bauordnungen keines bauen (Energiekennzahl, Elektroinstallationen, Blitzschutz, Gas/Wasser/Scheiße etc.) :-)
ein Haus um 120.000 Euro hinstellen lassen. Den Grund gabs von der Gemeinde um 1 Euro den Quadrat (ist halt jetzt nicht unbedingt die absolute boomgegend aber landschaftlich hübsch).
ca. 20.000 gabs dann noch an extrakosten bzw. kleinere Mängelbehebungen.
Übrigens gehören nur ZWEI Punkte, was schon so mancher Wette die Chancen genommen hat ...
http://www.wetten-dass.com/
Und daran wollen die Wettenauswähler/innen erkennen, ob sich jemand ernsthaft mit der Sendung auseinandergesetzt hat. Das wurde mir nach den Annahme meiner Wette "gesteckt".
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