Tirol: Ort haftet für Deponie, in der Häuser versinken

3. August 2012, 18:21

Innsbruck- Laut Urteil im Zivilprozess haftet die Gemeinde Rietz sehr wohl für die Schäden, die durch das Absinken von drei Reihenhäusern auf dem Grundstück einer ehemaligen Deponie entstehen. Die Sanierungskosten belaufen sich auf mehr als 600.000 Euro. Die Gemeinde hatte bestritten, Betreiber der Deponie gewesen zu sein. Kommende Woche soll entschieden werden, ob gegen das Urteil berufen wird. (ver, DER STANDARD, 4./5.8.2012)

Kommentar posten
20 Postings
ich nehme mal an,

dass er schon billig war, der grund auf der ex-deponie. oder?

aber natürlich finde ich es gerecht, dass entsprechende entschädigungen gezahlt werden.
denn häuslbauer, die sich ihr haus neben die autobahn hinstellen und dann über den lärm klagen, bekommen ja auch eine lärmschutzwand!

Erinnert mich stark an Hinterholz 8.

sitzen in der Gemeindestube von Rietz Betrüger? (2)

Dazu kommt noch, daß das Land Tirol (vertreten durch "unsere" Politiker) anscheinend hinter der Rechtsmeinung der Gemeinde Rietz steht (!!) und sich ebenfalls einer Zahlung bzw. Sanierung entziehen wollte.
Gratulation den Familien zum Mut, das durchzufechten und Gratulation der Rechtsvertretung!! Eigentlich sollte man gleich noch eine Betrugsanzeige gegen die damals zuständigen Verkäufer hinterherschießen - weil: gewußt haben das wohl alle außer den Käufern.
Die Lehre daraus: laßt euch von Gemeinde- Landes- und sonstigen Politikern nichts gefallen - nichts und niemals und nirgendwo - und insbesondere nicht in Tirol.

Leider hat man oft keine Chance. Bad Ischl widmet jetzt baugründe um, was jetzt nicht das Problem ist, zwecks überflutungsflächen und zahlt aber keine entschädigung. Verwandtschaft hat zwar einen Anwalt aber sie haben schlechte chancen.

na servas

keine weiteren Fragen
http://www.rietz.at/index.php... 8f105f72f4

Das heilige schwarze Land unterstützt selbstverständlich die Betrüger.
:-)

IN NÖ ist es auch so arg !

Was haben denn diese Bundesländer nur gemeinsam???

z.B.: schwarzer LH

Sitzen in der Gemeindestube Betrüger? - Teil 1

BRAVO!
Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen: die Gemeinde Rietz betreibt jahrelang eine Mülldeponie (oder läßt sie zumindest betreiben); dann wird das ganze (unsachgemäß) verbuddelt und zugeschüttet und die Gründe werden an Jungfamilien großartig als sicherer attraktive Baugründe verkauft; sicherheitshalber und schlitzohrig läßt man in den Kaufvertrag noch eine Art "Haftungausschluss" (wohl weil man schon geahnt hat, was kommen musste) reinschreiben. Und dann waschen sich alle die Hände in Unschuld und sind bereit, die Familien samt ihren Kindern in Konkurs gehen zu lassen;
Die Ohrfeige des Richters für die Gemeinde und das Land ist ja eigentlich ein Hammer!!

Ok, die Gemeinde (=Allgemeinheit) haftet

Wer hat bei der Schweinerei profitiert?

auch die gemeinde

weil die hat den grund als baugrund verkauft

Das wird dann der nächste Prozess ergeben.

Macht knapp 300 Euro je Einwohner.

Die Leute werden sich darueber freuen, wie sorgfaeltig die Gemeinde mit dem Budget umgeht.

die gemeinde

kann sich ja an den 3 bauern, von der sie den grund erworben hat schadlos halten ...

Ich vermute mal, weiß es nicht, das die 3 Bauern natürlich im Gemeinderat sitzen, oder vielleicht sogar Bürgermeister waren. Die haben sich eine Goldene Nase verdient als ihr billiger Grund plötzlich wertvolles Bauland wurde.

?

Wenn die Gemeinde die Deponie betrieben hat?

vielleicht

hab ich das falsch in erinnerung, aber ich glaub, die gemeinde hat sie nicht betrieben, aber davon gewusst ...

Dann hätten sie den Grund nicht einfach in Bauland umwidmen dürfen.

in Tirol!?!

Der war gut

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.