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New York - Es gibt klare Zusammenhänge zwischen positiven sozialen Bindungen in Kindheit und Jugend und dem Wohlergehen im Erwachsenenalter, stellten australische Wissenschafter in einer Langzeitstudie fest. Kinder, die von ihren Eltern und Lehrern als beliebt und selbstbewusst eingeschätzt wurden, und Jugendliche, die in Schule, Familie und Vereinen gut integriert sind, wachsen demnach zu deutlich glücklicheren Erwachsenen heran.
Dagegen gäbe es "keine substanzielle Verbindung", die frühe Sprachentwicklung und schulische Leistungen mit dem Glücksempfinden im Erwachsenenalter verknüpft, schreibt Entwicklungspsychologe Craig Olsson von der Deakin University Melbourne. Sprachausbildung in den Kinderjahren hänge nur schwach mit der sozialen Einbettung in Jugendjahren zusammen. Die Studie legt nahe, dass intellektuelle und soziale Entwicklung parallel ablaufen, ohne in enger Verbindung zueinander zu stehen. Die Ergebnisse schlagen in die selbe Kerbe wie frühere Studien, die ebenso wenig Verbindungen zwischen Wohlstand und Glück finden konnten.
Die Kontinuitäten im Bildungsweg sind laut den Forschern stärker ausgeprägt als der Fortbestand der sozialen Umstände, wofür auch das Erwachsenenumfeld von Kindern und Jugendlichen verantwortlich ist. Bei den Ergebnissen wurden keine wesentliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gefunden.
Familiär bedingte Nachteile wirken sich sowohl auf die sozialen Verbundenheit als auch auf den Spracherwerb von Kindern aus und wirken sich indirekt auch in der Adoleszenz aus. Die sozialen Auswirkungen waren aber größer als jene bei der Bildung. Die Ergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit des frühen familiären Umfelds für die Adoleszenz, schreiben die Forscher. Nachteile, die dem familiären Umfeld entspringen, wirken sich zwar auch nachteilig auf das Wohlbefinden im Erwachsenenalter aus. Der Effekt sei dann aber schwächer ausgeprägt als in der Jugendzeit. Für eine zielgerichtete Prävention müsse es das Ziel der Wissenschafter sein, jene gegenläufige Faktoren zu verstehen, die trotz schwieriger Startbedingungen für Wohlbefinden sorgen.
Wohlbefinden und Glücklichsein der Erwachsenen wurden am Vorhandensein von Parametern wie positiven Bewältigungsstrategien, sozialem Engagement und der Wahrnehmung eigener Stärken gemessen. Der in Neuseeland durchgeführten Studie, die sich über einen Beobachtungszeitraum von 32 Jahren erstreckte, liegen 804 Datensätze zugrunde. Das Ergebnis ist im Online-Fachblatt "Journal of Happiness Studies" erschienen. (pum/DER STANDARD, 4./5. 8. 2012)
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Wieder einmal ein schönes Beispiel, wo man sich fragt - wozu man dafür eine eignene Studie braucht?
Wobei ich mir dennoch vorstellen kann: Kinder, die viel positive Verstärkung von ihrem Umfeld bekommen werden sich auch mit dem Lernen leichter tun. Aber das kommt wahrscheinlich erst mit der Nachfolgestudie;)
jeder wusste, dass ein Gegenstand zu Boden fällt. Wie und warum genau musste Jahrhunderte lang geforscht werden und obwohl man jetzt schon sehr viel darüber weiss, ist dennoch einiges ungeklärt. Aber mit dem gewonnen Verständnis und der Quantifizierung dieser Erscheinung, konnte man viele andere Leistungen erzielen, von der wir tagtäglich profitieren.
Das Problem der Entwicklungspsychologie liegt darin, dass sie sich eben nicht so schön in Gesetzmäßigkeiten und Zahlenreiehen gießen lässt wie die Schwerkraft.
Trotzdem wird es massiv versucht, mit mehr oder weniger aussagekräftigen No-Na-Ergebnissen und die häufen sich hier zur Zeit.
umso mehr sollte da weitergeforscht werden um korrekte modelle zu entwerfen.
trenn dich von der vorstellung, dass sich nicht auch die menschlichge psyche in zahlen und formeln darstellen lässt. am ende laufen in unseren hirnen auch nur chemie und physik ab.
.."leitln, scheißts auf bildung, kostet eh nur viel geld, bringt außerdem eh nix! zum glücklichsein im alter benötigts nur anpassung". wo "formen" wir die kleinen racker? in der schule, zb. und wer sich anpasst, wird -nona- gelobt und als "für gut" empfunden....völlig schwachsinnige "studie" meiner meinung nach..
Während Amartya Sen in seinem Capability Approach Bildung positiv mit "Nutzen" aufgrund zunehmender Wahlfreiheit, Autonomie und Möglichkeiten im Alltag korreliert sieht, haben Ferrante (2009; Education, Aspirations and Life Satisfaction; Kyklos 62 (4), 542-562) und Brynner et al. (2003; Wider Benefits of Education; Zeitschrift für Pädagogik 49 (3), 341-361) in ihren Studien quasi das Gegenteil bewiesen.
Hauptgrund dafür sind infolge der zusätzlichen (theoretischen) Möglichkeiten für die betroffene Person eine verzerrte Realitätswahrnehmung und eine systemische Differenz zwischen (idealisierten) Entscheidungen und dem daraus tatsächlich erfahrenen Nutzen. Das Resultat des Ganzen ist oft ein Gefühl des Versagens und teilweise Depression.
Es gibt keine Gerechtigtkeit, leben Sie damit.
Dass eine negative Prägung in der Kindheit sich nachhaltig auswirkt ist jetzt so neu auch wieder nicht.
Man weiß etwa, das Glückslevel das Kinder bis zu ihrem sechsten Lebensjahr erleben, wird sich ihr ganzes Leben lang halten, ist quasi ins Gehirn "eingebrannt". Gut, für Prinzen und Prinzessinen. Schlecht für jene, die an unfähige Eltern geraten, oder als Erstgeborene das "Versuchskind" sind, an dem die Fehler begangen werden die man klüger geworden bei den Geschwistern vermeidet.
Mich wundert, dass das wundert.
sind meist alles andere als glücklich. meist sogar genau das gegenteil, überfordert und gestresst.
ich denke, dass sich selbstbewusstheit UND beliebtheit in der studie nicht nur auf jeweils ein und die selbe person beziehen. selbstbewusstsein ODER beliebtheit, müsste es meiner erfahrung nach heissen.
Unsinn, ich hab einen Prinzen groß gezogen und der glaubt immer noch, die ganze Welt gehört ihm.
Der würde gar nie auf die Idee kommen unglücklich zu sein. Schon mal ganz abgesehen davon, dass er, falls ihm die Wirklichkeit mal auf den Boden der Tatsachen zurück holt, er sich von seiner Peer-Group bestätigen lässt, dass er ein Prinz ist.
Ist eben ein sich selbst verstärkender Prozess.
Für Aschenputtel gehts eben leider oft in die andere Richtung :(
das würde ich mal übergrosses selbstvertrauen nennen, unter einem "prinzen" hab ich mir was anderes vorgestellt, nämlich einer dem alles recht gemacht wird und der sich nicht persönlich um umbequemlichkeiten bemühen muss. in der familie meiner frau gibts so einen, ein wunder, dass der überhaupt noch selbst zum arzt geht. der macht nur das, wozu er lust hat. wenn mal etwas eigenständigkeit von seinen eltern verlangt wird, rastet er einfach aus und schon wird klein bei gegeben.
mein kleinster versucht das auch aber der ist erst drei und kommt damit jetzt schon nicht durch ;)
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