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Phelps gewann als erster Schwimmer ein Einzelrennen dreimal en suite.
Es kommt nicht alle Tage vor, dass der US-Präsident anruft. "Hallo Michael, hier spricht Barack", sagte Obama Anfang der Woche zu Michael Phelps, als dieser den olympischen Rekord von 18 Medaillen überboten hatte. Mag sein, dass Obama noch einmal zum Hörer wird greifen müssen. Der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten gewann am Donnerstag über 200 m Lagen als erster Schwimmer einen Einzeltitel zum dritten Mal en suite. Das Kunststück wiederholte er am Freitag über 100 m Delfin. Es war seine 17. Goldmedaille, gesamt hält er bei 21 Stück Edelmetall.
Es war bezeichnend, was der 27-Jährige aus Baltimore, Maryland, nach seinem Sieg über 200 m Lagen sprach: "Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich noch 25 Meter vor dem Anschlag auf Weltrekordkurs war, wäre es ein bisschen frustrierend, ihn so knapp verpasst zu haben."
Die Voraussetzung von Phelps' Heldentaten im Wasser ist auch seiner Physis geschuldet. Eine Armspannweite von fast zwei Metern bei einer Körpergröße von 1,94 m ist selten. Sein Oberkörper ist länger als die Beine, seine Füße treten das Wasser bei einer Schuhgröße von 49 wie Flossen.
Zum Schwimmen wurde Phelps als Siebenjähriger von seinen älteren Schwestern Whitney und Hilary mitgenommen. Da ließen sich die Eltern Debbie, eine Lehrerin, und Fred, ein mittlerweile pensionierter Polizist, gerade scheiden. Bei Phelps wurde eine Aufmerksamkeitsstörung diagnostiziert, Sport kam gerade recht. Sein Coach Bob Bowman formte die körperlichen Vorzüge und den Ehrgeiz von Phelps in Leistung um.
Nur zweimal machte Phelps negativ von sich reden. Im November 2004 fuhr er betrunken (0,8 Promille) mit dem Auto. Im Februar 2009 wurde ein Foto von Phelps mit Wasserpfeife veröffentlicht - über Marihuanakonsum äußerte er sich nie. Am Samstag werden die Schwimmbewerbe in London finalisiert, Phelps beendet mit einem Start in der Lagen-Staffel seine Karriere. Mag sein, dass Obama nochmals anruft. (David Krutzler, DER STANDARD, 3.8.2012)
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Wie Ian Thorpe dieses Thema für die BBC gut kommentierte: Natürlich gibt es eine Vielzahl an Schwimmbewerben, allerdings kann nicht davon ausgegangen werden, dass jede/r automatisch in jedem Bewerb "in der Lage" ist, Weltbestleistungen abzuliefern (frag die Österreicher).
Dass Phelps der erste Mann ist, der einen olympischen Titel 2 x verteidigen konnte, belegt außerdem die enorme Konkurrenz und Schwierigkeit, über mehr als ein Jahrzehnt unter den Schwimmstars der/die Beste zu bleiben.
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