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Wien - Am 19. September wird es für Geigenhändler Dietmar Machold in der Causa Stradivari ernst. An diesem Tag, um neun Uhr, beginnt am Wiener Straflandesgericht die Verhandlung gegen den derzeit in Untersuchungshaft sitzenden gebürtigen Deutschen und seine drei Mitangeklagten.
Die Anklage wegen des Verdachts auf schweren Betrug und betrügerische Krida bzw. Beihilfe dazu ist rechtskräftig. Denn: Der Einspruch von Macholds langjährigem Geschäftspartner ist abgewiesen worden. Verhandeln wird die Sache Richterin Claudia Moravec-Loidolt.
Die Staatsanwaltschaft wirft Machold unter anderem den Mehrfachverkauf wertvoller Ins trumente vor; in einem der angeklagten Fälle geht es um eine Stradivari aus dem Jahr 1727, die einen Wert von 1,7 Mio. Euro hat. Das Vermögen, um das Machold und zwei ihm ehemals Nahestehende die Gläubiger gebracht haben sollen, beträgt laut Anklage 1,2 Mio. Euro. Wie berichtet, geht es dabei auch um Sammlerstücke und Einrichtungsgegenstände aus dem (von der Sparkasse Wr. Neustadt finanzierten) Schloss Eichbüchl, das Machold gehört hatte - bevor es der Masseverwalter um 3,5 Mio. Euro versilbert hat.
Machold ist laut seinem Anwalt teilweise geständig - bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für alle die Unschuldsvermutung. (gra, DER STANDARD; 4.8.2012)
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