Schmid/Reichstädter halten sich im Spitzenfeld

3. August 2012, 20:23
  • Schmid/Reichstädter im erneut mit lebendigem Wind gesegneten Segelrevier vor der englischen Südküste.
    foto: dapd/armangue

    Schmid/Reichstädter im erneut mit lebendigem Wind gesegneten Segelrevier vor der englischen Südküste.

Österreicher in der 470er-Klasse nach vier Wettfahrten auf Platz drei - Delle Karth/Resch verbesserten sich im 49er auf Platz sieben

London/Weymouth  - Bei den Olympischen Segelbewerben vor Weymouth hielt sich das 470er-Duo Matthias Schmid/Florian Reichstädter mit den Tagesrängen 7 und 19 nach insgesamt vier Wettfahrten im Spitzenfeld und liegt nach dem zweiten Wettkampftag mit 31 Punkten auf Platz drei. Nico Delle Karth/Niko Resch verbesserten sich im 49er auf Platz sieben. Seine Hoffnungen auf das Medal Race nach einem rabenschwarzen Tag begraben musste Lasersegler Andreas Geritzer.

Die ersten beiden von insgesamt zehn Regatten hatten Schmid/Florian Reichstädter auf den Plätzen 1 und 4 beendet. Es führt das britische Boot (neun Punkte) vor dem Duo aus Australien (15). Knapp hinter Schmid/Reichstädter rangiert das Boot aus Schweden (32). "Der Wind war ein wenig schwächer und viel löchriger als gestern. Wir haben beide Startkreuzen nicht optimal erwischt, die Leistung am Vorwindkurs hat uns aber immer wieder ins Spiel zurück gebracht", sagte Steuermann Schmid. In der zweiten Wettfahrt habe man zu viel gewollt.

Die weiblichen Klassenkolleginnen Lara Vadlau/Eva Maria Schimak starteten mit den Plätzen 20 und 16 in die Regatta, sind damit Gesamt-18. Mit Hannah Mills/Saskia Clark liegt ebenfalls ein Boot des Gastgeberlandes an der Spitze. 

Endlich Lohn

Mit den Rängen vier, neun und sechs schoben sich Delle Karth/Resch weiter nach vorne. Auf die führenden Australier Nathan Outteridge/Iain Jensen fehlen zwar schon 38 Punkte, auf Bronze sind es aber nur 14 Zähler. Vier Wettfahrten sind noch ausständig und im Medal Race der besten zehn am 8. August gibt es zudem doppelte Punkte. "Wir haben uns endlich an der Linie gesteigert und zwei der drei Starts vom Timing her optimal hinbekommen. Der Rest war harte Arbeit, die sich endlich gelohnt hat", zeigte sich Vorschoter Resch zufrieden. Für die verbliebenen Wettfahrten sei man absolut positiv gestimmt.

Der Wunsch, sich zumindest mit der Medal-Race-Teilnahme von den Sommerspielen zu verabschieden und seine internationale Karriere zu beenden, erfüllt sich für den Burgenländer Geritzer nicht. Nach den Rängen 23 und 22 rangiert der Olympia-Zweite von Athen 2004 nach acht von zehn Wettfahrten nur an der 19. Stelle.

"Harte Woche"

Noch schlechter erging es dem Salzburger Debütanten Florian Raudaschl, der Olympia im Finn auf Platz 23 unter 24 klassierten Teilnehmern beendete. "Es war die erwartet harte Woche, vor allem in der Welle war weniger das Gefühl, denn vielmehr die Oberschenkel gefragt. Ich bin an meine Grenzen gegangen und habe am ufernahen Kurs aufzeigen können. Restlos zufrieden bin ich nicht, viel vorwerfen kann ich mir aber auch nicht", meinte Raudaschl. Die Medaillenentscheidung bringt ein heißes Duell zwischen dem Dänen Jonas Högh-Christensen (26 Punkte) und dem Briten Ben Ainslie (28). (red/APA, 3.8. 2012)

Ergebnis der olympischen Segelbewerbe vor Weymouth vom Freitag:

  • 470er Herren

3. Wettfahrt: 1. Gabrio Zandona/Pietro Zucchetti (ITA) - 2. Mathew Belcher/Malcolm Page (AUS) - 3. Lucas Calabrese/Juan de la Fuente (ARG). Weiter: 7. Matthias Schmid/Florian Reichstädter (AUT)

4. Wettfahrt: 1. Belcher/Page - 2. Luke Patience/Stuart Bithell (GBR) - 3. Stuart McNay/Graham Biehl (USA). Weiter: 19. Schmid/Reichstädter

Zwischenstand nach 4 von 10 Wettfahrten (ohne Streichresultat): 1. Patience/Bithell 9 - 2. Belcher/Page 15 - 3. Schmid/Reichstädter 31

  • 49er Herren 

9. Wettfahrt: 1. Lauri Lehtinen/Kalle Bask (FIN) - 2. Erik Storck/Trevor Moore (USA) - 3. Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (GER) - 4. Nico Delle Karth/Niko Resch (AUT)

10. Wettfahrt: 1. Schadewaldt/Baumann - 2. Peter Burling/Blair Tuke (NZL) - 3. Giuseppe Angilella/Gianfranco Sibello (ITA). Weiter: 9. Delle Karth/Resch

11. Wettfahrt: 1. Burling/Tuke - 2. Emmanuel Dyen/Stephane Christidis (FRA) - 3. Lehtinen/Bask. Weiter: 6. Delle Karth/Resch

Zwischenstand nach 11 von 15 Wettfahrten: 1. Nathan Outteridge/Iain Jensen (AUS) 42 - 2. Burling/Tuke 51 - 3. Lehtinen/Bask 66. Weiter: 7. Delle Karth/Resch 80

  • Berechnen Sie Ihren Brutto- oder Netto-Lohn mit dem Brutto-Netto-Rechner von derStandard.at/Karriere
Share if you care
2 Postings

positiv war, dass der ORF mal ausführlich über Segeln berichtet hat, noch besser wäre auch Regattakenntnisse.

Sehr oft wird ganz was falsches erzhält. BFD steht für Black Flag Disqualification (Frühstart) und wurde eh groß eingeblendet und net für "ein "Gerangel" bei der Boje, bei dem der Argentinier disqualifiziert wurde."

In der Mitte ist auch nicht weniger Wind, die 49er sind einfach auf der Raumen schneller als platt vorm Wind. usw.

viel Erfolg Burschen

:-) Und ich dachte immer Computerkauderwelsch ist scher zu verstehen. ;-)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.