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Der ehemalige Kärntner ÖVP-Obmann Josef Martinz hat am Montag im Birnbacher-Prozess am Landesgericht Klagenfurt weiterhin den Vorwurf der Untreue bestritten. Die "verfluchten 65.000 Euro Schandgeld" bereue er zutiefst und zahle er zurück. Das kündigte er zunächst nur an, dann überreichte er dem Richter tatsächlich ein Sparbuch in der Höhe von 65.000 Euro.
Martinz betonte, keinen Cent privat verwendet zu haben, das zurückgezahlte Geld stamme aus seiner eigenen Tasche. Martinz versuchte bei seiner Aussage zur "grauslichen Geschichte", so viel Verantwortung wie möglich auf Birnbacher abzuwälzen. Der beschuldigte Gutachter Dietrich Birnbacher hingegen dementierte, Hauptverantwortlicher gewesen zu sein.
Der zurückgetretene FPK-Obmann Uwe Scheuch, der ebenfalls heute geladen war, verweigerte die Aussage, sein Parteifreund, Landesrat Harald Dobernig, wird entgegen dem ursprünglichen Plan erst morgen an die Reihe kommen.
Der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner sagte von sich selbst, dass er als Pressesprecher nur für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig gewesen sei und nie für das operative Geschäft. Petzner erinnert sich an ein Gespräch mit Haider und Martinz, bei dem der verstorbene Landeshauptmann die ÖVP austesten habe wollen, weil er den Verdacht hatte, dass da "etwas läuft". Martinz wies diese Darstellung zurück.
derStandard.at berichtete live aus Klagenfurt. Die Nachlese:











6.8., 16:09Marie-Theres Egyed
Ich verabschiede mich auch für heute!