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Üblicherweise dauert das sogenannte "Merge Window", währenddessen neue Treiber und Funktionen zum Linux-Kernel aufgenommen werden, rund zwei Wochen lang. Für den kommenden Kernel 3.6 hatte es Kernel-Maintainer Linus Torvalds nun aber besonders eilig (wohl auch um zeitgerecht seinen Urlaub beginnen zu können) und hat diesen Zeitraum auf 12 Tage begrenzt.
Trotzdem bietet der Kernel 3.6 RC1, der die aktuellen Änderungen zusammenfasst, wieder eine ganze Reihe von Neuerungen. So gibt es nun eine Art hyrides Suspend (hier "Suspend to both" genannt), das sich im Grunde so verhält wie Suspend to RAM, die Daten aber zusätzlich auch auf die Platte schreibt. Falls also der Akku leerläuft - oder die Stromversorgung ausfällt - lässt sich dadurch der letzte Systemzustand trotzdem wieder herstellen.
Der neue Kernel bietet zudem einige Erweiterungen für den EFI-Support, womit entsprechende Geräte wesentlich einfacher gebootet werden können. Dies soll nicht zuletzt deutlich einfachere Bootloader ermöglichen.
Beim ewigen Hoffnungsträger in Dateisystemfragen, btrfs, ist das sogenannte send/receive hinzugekommen, das die Unterschiede zwischen zwei Subvolumes oder Snapshots berechnen kann. Damit wird das Spiegeln von Volumes erleichtert, zudem lassen sich inkrementelle Backups erstellen.
Im Netzwerkbereich neu sind die TCP small queues, und damit eine weitere Maßnahme um das sogenannten "Buffer Bloat"-Problem zu bekämpfen. Mit TCP fast open will man hingegen den Aufbau von HTTP-Verbindungen beschleunigen.
Kernel 3.6 RC1 kann wie gewohnt in Form des Source Codes von der Seite des Projekts heruntergeladen, die kommenden Wochen sollen ganz der Stablisierung der nun aufgenommenen Neuerungen gewidmet werden. (apo, derStandard.at, 03.08.12)
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