Wie sieht der Speiseplan der Zukunft aus?

4. August 2012, 17:21
  • Um den Verzehr von Insekten zu pushen, hat Arnold van Huis mit der Kochschule von Henk van Gurp zusammengearbeitet, um Insekten-Rezepte zu kreieren. Entstanden sind zum Beispiel Quiches mit Mehlwürmern ...
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    foto: reuters/jerry lampen

    Um den Verzehr von Insekten zu pushen, hat Arnold van Huis mit der Kochschule von Henk van Gurp zusammengearbeitet, um Insekten-Rezepte zu kreieren. Entstanden sind zum Beispiel Quiches mit Mehlwürmern ...

  • ... und Frühlingsrollen mit gerösteten Heuschrecken.
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    ... und Frühlingsrollen mit gerösteten Heuschrecken.

Forscher: Insekten hätten das Potenzial zum Grundnahrungsmittel, bräuchten aber ein besseres Image

Angesichts steigender Lebensmittelpreise, einer wachsenden Weltbevölkerung und Umweltsorgen - Wetterkapriolen haben nicht nur in Österreich jüngst zu Rekordschäden in der Landwirtschaft geführt - stellt ein BBC-Magazin-Beitrag die Frage nach unserem Essen der Zukunft: Was werden wir in 20 Jahren verspeisen? 

Viele Experten gehen davon aus, dass die Preise für Fleisch derart steigen werden, dass es zum Luxusgut wird. Was könnte an seine Stelle treten? Insekten, so zeigt sich Zukunftsforscherin Morgaine Gaye überzeugt, würden künftig zu unserem Grundnahrungsmittel. Ihr Nährwert entsprecht dem von gewöhnlichem Fleisch und sie stellen eine große Proteinquelle dar, ergab eine Studie der Wageningen Universität in den Niederlanden. Insekten verbrauchen zudem weniger Wasser, kosten weniger in der Aufzucht und haben einen kleinen "CO2-Fußabdruck", so der Wissenschafter Arnold van Huis, der erst im April sein Insekten-Kochbuch veröffentlicht hat - übrigens nicht das erste Kochbuch seiner Art.

In vielen Ländern der Erde stehen Insekten auf dem Speiseplan, so zum Beispiel Raupen und Grashüpfer in afrikanischen Ländern, Wespen und Heuschrecken in Japan und Grillen in Thailand. Für Europa und Nordamerika bräuchten die Tiere allerdings eine gründliche Image-Überholung, so Gaye. Künftig könnten wir aber auch vermehrt Algen, die sehr schnell wachsen, zu uns nehmen. Oder wird es doch der Hamburger aus dem Labor?

--> BBC: Future foods: What will we be eating in 20 years' time?

--> Reuters: Dutch bug cookbook launched to stir taste for insects

(red, derStandard.at, 4.8.2012)

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Lassts endlich die Viecher in Ruhe!

Von vegetarischer und sogar veganer Nahrung ist noch keiner gestorben!

Warum sollte ich etwas essen,

wovor mir graust?
Es ist ja nachgerade nicht so, daß es mir an der der Verfügbarkeit anderer Nahrungsmittel mangelt. Wenn man sich die körperlichen Erscheinigen anderer Mitteleuropäer betrachtet kann man davon ausgehen, daß das nicht nur mir so geht...

wenn es ums essen geht sollte einem erst grausen NACHDEM man davon gekostet hat.sonst würde einem im leben nicht wenig (und nicht nur kulinarisches) entgehen.

Das eine Imageüberholung genügt, glaub ich eher nicht. Die Menschen bei uns werden wohl eher auf Chemiezeugs umsteigen, bevor sie frittierte Wespen essen.

Mich eingeschlossen.

in der pfanne gebrutzelte maden wie man sie in thailand ißt sind wirklich köstlich bedürfen nach dem ersten bissen nicht der geringsten überwindung und wären in jedem fall vorzugsweise zu einem bier das beste fernsehfutter, es ist eine kulinarische tragödie daß man in unseren breitengraden eher zu industriellen chips etc. greift, was den gaumen anbelangt sind eindeutig wir das entwicklungsland (und das was man bei uns größtenteils als thailändische küche serviert bekommt ist dort 50 cent essen am bahnhofskiosk)
als hauptspeise sind sie allerdings ebenso ungeeignet wie ein packerl cashew-nüsse.

für die die's schon ausprobiert haben -woher bezieht ihr die insekten?

Das ist nicht das erste Mal, dass uns die absolute Umwälzung in der Zukunft vorausgesagt wird. Wir haben schon die Astronautennahrung und die Totalumstellung auf Nährstofftabletten überstanden, mit etwas Glück werden wir auch das überstehen.

In nicht einmal 20 Jahren wird es sich wirtschaftlich lohnen

Fleisch einfach im Labor herzustellen. Dann hat sich das ganze Thema erledigt. Und nicht nur dieses sondern auch viele andere.

Fleisch von echten rumlaufenden Tieren wird dann einmal im Monat von Leuten gegessen die es sich leisten können/wollen und noch von ein paar Indigenen.

Soylent Green?

In unseren Teich

schwimmen jede Menge Libellenlarven. Die eignen sich sicher als Garnelenersatz. Für ein Risotto würds schon reichen.

die meisten libellenarten sind aber bereits als gefährdet eingestuft, davon würd ich abraten.

Wir werden sie nicht essen

könnte mich nicht überwinden.
Kurz vor dem Schlüpfen übersiedle ich sie sogar in den anderen Teich (selbes Wasser) weil sie dort Pflanzen haben an denen sie raufklettern können.

Ich für meinen Teil kann ausschließen auch bei besseren Image keine Insekten essen zu wollen.

interessante radiosendung zum thema

das steak der zukunft hat sechs beine (swr2 wissen): http://swrmediathek.de/player.ht... 26b975f2e6

Wenn ich nur mehr Maden, Heuschrecken und anderes Insektenzeugs essen kann, dann ist es Zeit zur Vegetarierin zu werden.

Bei einem Fleischangebot

fast ausschließlich von Tieren, die nie die Sonne gesehen haben (Stichwort: Antibiotika-Hühner ohne Federn), ist es Zeit, VegetarierIn zu werden.

Schokolierte Heuschrecken sind geil! Nomnomnom!

They can hurt you, but they cant kill you"
:-)

Ich hab' ein deja-vu

Diesen Artikel habe ich Ende der 80er Jahre schon einmal gelesen. Bloß das Wort CO2-Fußabdruck ist neu.

Optimale Nahrung - der Spezies Mensch angepasst...

Soylent Green!

Also ich winke dankend ab.

Diese Nahrung überlasse ich gerne den GrünInnen.

Alles halb so schlimm...

... Heuschrecken gehen ja noch - das grauslichste, das ich je gesehen habe, waren Blutegel im eigenen Blut; Farbe: alle Schattierungen von braun bis rot (als Bord-Verpflegung für Fluggäste).

Das hat WIRKLICH grauslich ausgesehen.

vielleicht wird dir bald nichts anderes übrigbleiben, wenn du nicht vegetarien werden willst. ;-)

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