Kim Jong-un deutet Wirtschaftsreformen an

3. August 2012, 13:42

"Arbeiterpartei kämpft für Verbesserung der Lebensbedingungen" - Kim sucht möglicherweise Unterstützung Chinas

Peking/Seoul - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat bei einem Besuch in China die wirtschaftliche Öffnung seines Landes angedeutet. "Die Entwicklung der Wirtschaft und die Verbesserung der Lebensbedingungen ist das Ziel, für das die koreanische Arbeiterpartei kämpft, damit das koreanische Volk ein glückliches und zivilisiertes Leben führen kann", wurde der seit Dezember 2011 amtierende Staatschef am Freitag von der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zitiert.

Nordkorea zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Versorgungslage hat sich im vergangenen Monat nach schweren Überschwemmungen verschlechtert, bei denen 119 Menschen starben und 46.000 Hektar an landwirtschaftlicher Nutzfläche zerstört wurden.

Experten gehen davon aus, dass Nordkorea ein Bündel an wirtschaftlichen Reformen vorbereitet. "Ich glaube, dass er dafür die Unterstützung Chinas sucht", sagte der Professor für Nordkorea-Studien in Seoul, Yang Moo Jin. Daran hat auch die Führung in Peking großes Interesse. Die Volksrepublik befürchtet, dass die Wirtschaftskrise im Nachbarland zu Instabilität führen und Tausende Nordkoreaner über die Grenze nach China treiben könnte. (APA, 3.8.2012)

Re: Experten gehen davon aus, dass Nordkorea ein Bündel an wirtschaftlichen Reformen vorbereitet.

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Noch einer der vom wahren Glauben abfällt? Das wird die linientreue Fraktion im STANDARD-Forum aber gar nicht goutieren!

Ich hoffe für die Menschen in Nordkorea, dass sich etwas zum Guten für sie ändert.

Allerdings könnte eine moderate Öffnung - ähnlich der Perestroiker - schnell zum Zusammenbruch des Regimes führen. Auf mittelfriste Sicht sicher das Beste, kurzfristig kommt aber zur schlechten Versorgungslage und Unterdrückung auch noch Chaos dazu.

Irgendwie habe ich so ein Bauchgefühl, dass Kim Jong Un tatsächlich eine gewisse Änderung (im positiven Sinn) anstrebt. Hoffentlich stimmt das.

Vielleicht wäre es gut darauf hinzuweisen dass sowieso 300T Nordkoreaner in China nahe der NK-Grenze Leben, aber leider etwa 300 jede Woche von den Chinesen zurück nach NK deportiert werden wo diese teils ermordet, teils mit Ihren Familien in Konzentrationslager gesperrt werden.

Wer Wohlstand will braucht Kapitalismus. Der nordkoreanische Diktator hats kapiert, bei uns leider viele noch immer nicht.

Meinen Sie wirklich, dass unsere westliche Konsumgesellschaft etwas ist, dass man anstreben soll, wenn man so wie in Nordkorea die Chance hat, es besser zu machen und eine neue Form des Wirtschaftens zu schaffen?

ja.
kapitalismus ist ein gut DURCHGETESTETES system.
wenn kommunismus 5000 jahre zeit gehabt haette sich zu entwickeln - wer weiss. hat er aber nicht. und alle anderen systeme auch nicht.
deswegen scheitern sie, nicht aus irgendwelchen ideologischen blabla gruenden.
(es gibt volkswirtschaftliche argumente, zb im bereich allokation von ressourcen, aber da koennte man irgendwas basteln ... aehnliche volkswirtschaftliche argumente - zb monopolbildung - gibts ja zb bei marx gegen den kapitalismus. ja, muss man halt was dagegen tun, auch die unsichtbare hand funktioniert nicht von selber)
und, zurueck zum anfang, genau DESWEGEN ist kapitalismus PRAKTISCH auch das BESTE system.

hier die fakten sehr kurz dargestellt

1. ALLE werden reicher
2. ALLE leben länger

Es gibt 100.000 berechtigte Kritikpunkte am Kapitalismus. Aber vorm Prinzip her ist er eine Fortschritts- Wohlstands- und Befreiungsmaschine.

ja, die Kapitalismus=Wohlstand (für einen großen Teil der 1. Welt) ist bisher gut aufgegangen.
So wie die Dinge im Moment grad stehen zeigt sich für mich, dass auch dieses Systhem auf sein natürliches Ende zustapft.
Dann heißt's bei uns auch Wohlstand ade

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