Leithagebirge: In einem grünen Tunnel zum Gipfel

    3. August 2012, 16:56
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    Die Buchkogelwarte im Leithagebirge ist immer ein lohnendes Ziel einer Wanderung

    Die Warte auf dem Buchkogel nördlich von Eisenstadt gehört zu den schönsten Aussichtspunkten im Leithagebirge. Von der Plattform überschaut man fast den gesamten Neusiedler See samt Seewinkel, das nördliche Wiener Becken mit den bekannten Rand erhebungen wie Anninger und Eisernes Tor, sieht den Schneeberg und einen Teil der Voralpen, das Ödenburger Gebirge sowie einen Zipfel der Hauptstädte Wien und Bratislava.

    Und man gewinnt einen guten Eindruck von der ausgedehnten Waldregion des Höhenzuges, in dem Besiedlungen fehlen. Und da dieser Wald vorwiegend aus Laubbäumen besteht, gibt es auf der Route viel Schatten, was um diese Jahreszeit nicht gerade einen Nachteil darstellt. Beim Aufstieg wandert man – abgesehen von einem Abschnitt unter dem Sauigelberg – wie in einem grünen Tunnel.

    Dass mit der Waldrast Wilder Jäger nun wieder ein Stützpunkt zur Verfügung steht, ist ein weiterer Vorzug der Wanderung, wenngleich die Bewirtschaftungszeiten den Bedarf bei weitem nicht decken.

    Die Dreifaltigkeitskapelle dürfte an der Stelle eines alten keltischen Quellheiligtums errichtet worden sein; jedenfalls deuten archäologische Funde darauf hin.

    Die Tour bietet keinerlei Schwierigkeiten und ist auch nicht anstrengend. Nur sollte man auf den markierten Wegen bleiben, sonst beschwört man in dem unübersichtlichen Gelände Orientierungsprobleme herauf. Zudem beun ruhigt man das Wild. Auch "Abschneider" bedeuten bei dem stellenweise sehr dichten Unterholz ein Wagnis. Im Jahre 1890 – als es noch keine Markierungen und Wegweiser gab – empfahlen "Meyers Reisebücher" für Ausflüge in das Leithagebirge einen ortskundigen Führer.

    Die Route: Vom Platz vor der Wallfahrtskirche in Loretto (Bushaltestelle und Parkmöglichkeiten) geht es auf Asphalt zur Waldrandsiedlung. Unmittelbar davor zweigt nach rechts die rote Markierung ab, die in einen Graben und dann zur Dreifaltigkeitskapelle führt. Gehzeit eine Stunde. Auf einem Güterweg geht es leicht aufwärts, dann hält man sich links und gelangt – fast schnurgerade – über den Sauigelberg zum Weitwanderweg. Dort fehlt ein Wegweiser. Man hält sich links, verlässt bald nach rechts die Forststraße und steigt zum Buchkogel auf. Gehzeit ab Dreifaltigkeitskapelle eine Stunde.

    Ein kurzes Stück zurück und weiter nach links auf der roten Markierung. Es geht hinab zur Straße Eisenstadt-Stotzing, die man geradeaus quert. Später erreicht man eine blaue Markierung, auf der man nach links zur Waldrast Wilder Jäger gelangt. Ab Buchkogelwarte eine halbe Stunde.

    Zurück zur Straße, auf dieser ein kurzes Stück nach rechts, dann wählt man die gelbe Markierung, die meist am Rande freier Flächen zur Waldrandsiedlung und zum Ausgangspunkt führt. Gehzeit ab Wilder Jäger zwei Stunden.

    Beginnt man die Tour bei der Waldrandsiedlung, verkürzt sich die Gehzeit um eine knappe Stunde. (Bernd Orfer, Album, DER STANDARD, 4.8.2012)

    • Informationen: Burgenland Tourismus
Gesamtgehzeit 4½ Stunden, Höhendifferenz 300 Meter. Waldrast Wilder Jäger (ab
 19. August an Sonntagen, im September und Oktober  an Samstagen und 
Sonntagen von 13 Uhr bis Sonnen untergang bewirtschaftet). ÖK25V Blatt 5202-Ost  (Eisenstadt), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Wienerwald Atlas,  Maßstab 1:50.000
      foto: arge naturparke

      Informationen: Burgenland Tourismus

      Gesamtgehzeit 4½ Stunden, Höhendifferenz 300 Meter. Waldrast Wilder Jäger (ab 19. August an Sonntagen, im September und Oktober an Samstagen und Sonntagen von 13 Uhr bis Sonnen untergang bewirtschaftet). ÖK25V Blatt 5202-Ost (Eisenstadt), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Wienerwald Atlas, Maßstab 1:50.000

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      grafik: der standard
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