Ein Jahr nach Pflegeregress neu Zahlen in der Steiermark stabil

Nach fünf Prozent Zuwachs an Betreuten davor - bisher drei Millionen Euro an Beiträgen von Angehörigen eingefordert - Kritik aus Betreuungseinrichtungen

Graz - Vor einem Jahr wurde in der Steiermark der Pflegeregress wieder eingeführt, und zwar zunächst nur für Neuzugänge und mit 1.1.2012 für alle Heimversorgten. Wie es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) heißt, sei der Zeitraum noch zu kurz, um Entwicklungen ablesen zu können. Fakt ist, dass die Zahl der in Pflegeheimen untergebrachten Personen seither mit 10.400 stabil geblieben ist, wohingegen im Jahr davor ein Plus von fünf Prozent verzeichnet wurde.

Kinder zahlen für die Pflegeheimunterbringung der Eltern ab einem Nettoeinkommen von 1.500 Euro vier bis zehn Prozent und Eltern für ihre Kinder neun bis 15 Prozent. Seit Wiedereinführung - ein Vorgängermodell des Regresses war im Herbst 2008 abgeschafft worden - sind mit dem Stand Juli 2012 von den Familien von 7.000 der insgesamt 12.000 durch die Sozialhilfe unterstützten Personen ein Beitrag verlangt worden, was summiert drei Millionen Euro einbrachte. Derzeit seien in der Steiermark rund 2.000 Betten in stationären Einrichtungen nicht belegt, so die Information aus dem Ressort. Betont wird, dass die Weidereinführung nicht als Spar-, sondern als Lenkungsmaßnahme gesehen wird: Vor allem der Ansturm auf teure Pflegeheime sollte eingedämmt werden.

"Notwehrmaßnahme"

Landesrätin Edlinger-Ploder hatte bei der Einführung von "einer Art Notwehrmaßnahme" gegen den Bund und die unzureichende Pflegefinanzierung bezeichnet. Sollte es ein einheitliche, tragfähiges Finanzierungssystem geben, könne man auch wieder über die Abschaffung des Regresses reden. Vor einem Jahr hatte die VP-Politikerin ja aufhorchen lassen, als sie sich für die Finanzierung der Pflege auch durch eine reformierte Erbschaftssteuer - mit höherem Freibetrag - aussprach.

Die Betreuungseinrichtungen sehen die Entwicklung kritisch: In einem ORF-Bericht wurde von der Volkshilfe darauf verweisen, dass ein Ausweichen auf nicht adäquate Heimplätze erforderlich würde, beim Hilfswerk Steiermark hieß es, das sich mit der Erschwerung des Zugangs zur ersten Pflegestufe viele nicht einmal den mobilen Dienst leisten können und versuchten, alleine "über die Runden" zu kommen. (APA, 3.8.2012)

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19 Postings
Steiermark!

Es ist immer wieder erschütternd wie wenig die Poster hier mitdenken. Vielleicht sollte hier überlegt werden warum es kein einheitliches Bundesgesetz gibt, wie kommt denn ein Steirer dazu für die Pflege zu zahlen wenn die gleiche Leistung in den anderen Bundesländern gratis ist? Das its ein typische Beispiel der Orts und Landeskaiser auf Kosten der Menschen

Ja sicher,

wäre es richtiger Erbschafssteuer einzuheben als dieses unsoziale Modell des Regresses anzuwenden. Wer ist dafür verantwortlich, dass nach der Aufhebung durch den Verfassungsgerichtshof noch keine adaptierte wieder eingeführt wurde ? Die Regierungsparteien und bekanntlich somit auch die ÖVP.

Ein Hammer wäre wirklich,

würde man eine ähnliche Regelung bei den Arbeitsolosen machen.

Man stelle sich nur mal vor:

Der Bruder ist arbeitslos UND NICHT ARBEITSWILLIG!!!, das AMS zahlt ihm seine Zuschüsse und fordert dann das ausgegeben Geld bei seiner Familie wieder retour.

Da würde sich dann ein enormer Druck auf den NICHT Arbeitswilligen aufbauen, der ihn dann wahrscheinlich wieder in die Arbeit rückführen würde.

Der würde ja dann zur persona non grata innerhalb des Familienverbundes und das heftig....

Es gibt keine freiwillig totale arbeitsunwilligkeit!

- soviel zum dauerversuch von altbekannter seite, die massen gegeneinander aufzuhetzen - dabei machen nur die ganz dummen o. zerstörerischen subjekte mit!

das ist einfach unwahr.

es wird auch keine

Ausnahme gemacht, wenn der Mann Alleinverdiener einer Grossfamilie ist. oder Kredite für Hauskauf, Renovierung etc. werden nicht mehr berücksichtig.

Wirft man ein, dass es unsozial ist, bei der zuständigen BH bekommt man zu hören; dass man in Berufung gehen kann und dann MUSS sich das Land damit beschäfigten...

Alles in Allem eine schlechte Lösung!

die bankkredite zahlens hoffentlich zurück - die sind noch eckliger als die steuerzahler - dort müssens alles zurückbezahlen

Richtig so!

Wie kommt die Gesellschaft dazu alles für die Pflege Ihrer Eltern zu zahlen, nur damit Sie schöner wohnen können...bin so arm, habe mein Haus renoviert...?

nanana, am Land ist oft ein Haus billiger als Ihre Schnorrerwohnung in Wien.

Also ned aufregen.

Als Nächstes:Privat zahlen für den Medizinkoordinator(Arzt) und und und.... es wird alles anders genannt um es extra zahlbar zu machen.

Wenn meine Eltern die grössten A...er waren in ihrem Leben, das Kind geprügelt und misshandelt haben, muss man denen dann noch die helfende Hand imHeim zahlen? Da sag ich doch als Kind: verrotte in der Hölle. Und mache es so, wie die meisten Ex-Väter: von 4-5000 pro Monat Einkommen auf 1499,99. Und gut is. - Für alle natürlich, die normal leben wollen und keinerlei kriminelle Natur haben, sich selbst etwas aufgebaut haben, naja. Da gehtleider nix.

Zu deinem Nick: ich kann dir schon sagen, wer du bist: der typische ÖVP oder gar FPÖ Wähler. Ich, ich, ich...

Wer verdient 4.000 bis 5.000 EUR netto im Monat?

Und wer kann es sich "richten", dass er dann plötzlich nur mehr auf knapp 1.500 EUR im Monat als Einkommen "nachweisen" kann? Da kann es sich doch nur um einen "selbständig Tätigen" handeln, oder?

Staatliches Abkassieren bei Kranken u. Schwachen -

um das landesbudget zu schonen - um politker u. steuerverschwender zu schonen...

Jetzt mal ganz ruhig.

4-10 Prozent des Einkommens damit die Eltern gepflegt werden ist maßhaltend und vernünftig. Kinder können wenigstens einen Beitrag leisten wenn sie schon selbst die Eltern nicht pflegen wollen oder können.

Ausserdem sooooo doof ist nicht mal der Staat das er noch nicht durschaut hat das die Leute wenige Jahre vor der Pflegebedürftigkeit ihr Haus an die Kinder verschenken und damit die Pflegekosten an die Allgemeinheit abwälzen.

Finde ich nicht

denn wieder werden die bevorzugt die keine Kidner haben, denn da zahlts gleich der Staat

Warum bei Pensionisten? Warum nicht immer und überall?

Arbeitslose Verwandschaft: zahl was. Kranke Kinder? Zahl was. Zu Pflegende Kranke in der Familie Zahlwas. Und die Versicherung aber und die Steuer bitte auch gefälligst dazu.

Ein staatssystem das sozial untauglich ist, schädigt seine bürger!

Anscheinden weichen sie dem thema staatliche verantwortung aus - praktiziertes motto: wer schwach u. krank, ist selber schuld bzw. ist es die sippschaft - das ist sehr rückschrittlich. So ein verrohter, rückschrittlicher staat verdient seine bürger nicht!

Der staat, die regierung muss sozial handeln u. hat entsprechende aufgaben, pflichten zu erfüllen - familien, nachbarschaft dürfen nicht (schon wieder) mit im wesentlichen sozialstaatlichen(!) aufgaben überfordert werden !!

Auch in der Steiermark regieren rot angemalte UNsozialdemokraten.

Für die WM in Schladming ist Geld genug da. Den Hotelies und Liftbetreibern schiebt man 200 Millionen Euro in den A.

Im Gegenzug dazu wird der Pflegeregress eingeführt und man spart wie wild im Gesundheits- und Sozialwesen.

Voves und sein Spezi, der Schützi, sind zusammen mit der eiskalt und katastrophal agierenden Edlinger-Ploder, die Geburtshelfer des sozialen Niederganges in der Steiermark.

Das lächerliche Landeshauptmannzwillingspärchen Voves und sein Schützi, sind zusammen mit der katastrophal agierenden Edlinger-Ploder die Geburtshelfer des sozialen Niederganges in der Steiermark.

Für die Schi-WM ist jedem Menge Geld da. Da schüttet das Land über Schladming mindestens 200 Millionen Euro aus. Im Gegenzug dazu hat man die Geldenteignung, also den Pflegeregress eingeführt und spart wie wild im Gesundheits- und Sozialwesen.

Zum Speiben!

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