Mächtig: Geheime Codes für Android-Phones

  • Mit verschiedenen Zeichenkombinationen stößt man in die Tefen des Android-Systems vor.
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    Mit verschiedenen Zeichenkombinationen stößt man in die Tefen des Android-Systems vor.

Verschiedene Zeichenkombinationen erlauben Zugriff auf Systeminnereien - ein Überblick

Wie auch konventionelle Handys, verfügen auch Android-Smartphones über die Möglichkeit, tief in die Innereien des Systems zu blicken und einzugreifen. Über die entsprechenden Codes lassen sich diverse Informationen abrufen, Tests ausführen aber auch komplette Systemresets ohne Rückfrage ausführen.

Eines vorweg: Ob und welche Kombinationen bei welchem Telefon funktionieren, hängt vom aufgespielten Android-Image des Herstellers ab. Die Zeichenkombinationen lassen sich im Zuge der Systemerstellung ändern und deaktivieren. Und natürlich erfolgen sämtliche Experimente auf eigene Gefahr und seien nur erfahrenen Usern empfohlen. Das Einspeichern der Codes als Telefonnummern funktioniert übrigens nicht, da dies zu einem automatischen Wahlversuch führt.

Engineering Mode

Zum Aufwärmen empfiehlt sich der Engineering Mode. Zwei der möglichen Codes - die im Dialerfenster eingegeben werden und bei Funktionieren unmittelbar auslösen - lautet *#*#3646633#*#*. In diesem Menü offenbaren sich detailiertere Informationen zum jeweiligen Gerät. Der Proximity-Sensor sowie andere Bestandteile lassen sich testen. Verschiedene Einstellungen - etwa die Anpassung der Lautstärkestufen - sind vornehmbar.

Ähnliches fördert *#*#4636#*#* zu Tage. Damit sind erweiterte Angaben zu Telefon, Akku und Wi-Fi abrufbar. Dazu wird die aktuelle Nutzungsdauer verschiedener Apps auf die Millisekunde genau angezeigt. Ein weiteres Menü mit Tests und Einstellungen bietet der Servicemode unter *#*#197328640#*#*.

Kamera-Update und Medienbackup

Wer sich im Detail mit Android auskennt, kann selbständig die Firmware des Kameramoduls aktualisieren. Über *#*#34971539#*#* ist die aktuelle Versionsnummer einsehbar und neue Software über ein Image oder die SD-Karte aufspielbar. Wer hier etwas falsch macht, läuft allerdings in Gefahr, sein Aufnahmegerät zu schrotten.

Etwas komplizierter ist die Kombination für das Mediendateien-Backup. Dieses Feature wird über *#*#273283*255*663282*#*#* angesteuert und ermöglicht das Speichern aller Bild-, Sound-, Video- und Sprachmemo-Files.

Abschaltmenü überspringen

Mancher Androidianer könnte den Code *#*#7594#*#* hilfreich finden. Damit sollte sich die Funktion des Ein-/Ausknopfes ändern lassen, sodass sich das Telefon fortan direkt bei Betätigung herunterfährt und kein entsprechendes Menü mehr eingeblendet wird. Erneute Eingabe macht dies wieder rückgängig.

Telefon-Reset

Heikler sind *#*#7780#*#* und *2767*3855#. Erstere Reihe bietet ein Reset des Google-Accounts am Telefon und löscht Systemeinstellungen sowie heruntergeladene Apps. Vorinstallierte Programme und die Inhalte der SD-Karte bleiben aber erhalten. Zudem muss die Aktion über einen Prompt abgesegnet werden. Eine solche Rücksetzung ist auch über das reguläre Einstellungsmenü von Android aufrufbar.

Zweitere Zeichenfolge führt zu deutlich radikaleren Folgen. Es löscht den internen Telefonspeicher und damit auch alle Dateien und Einstellungen des Users. Anschließend wird Android neu aufgesetzt. Nach der Eingabe wird die Aktion sofort ausgeführt und lässt sich nur noch durch ein schnelles Entfernen des Telefonakkus stoppen.

Darüber hinaus existieren noch zahlreiche weitere Codes, die meist Zugriff auf einzelne Komponententests erlauben. Sie finden sich in dieser Liste. Bei einem kurzen Testlauf auf zwei verschiedenen Android-Telefonen schlugen nur wenige der Kombinationen an. (gpi, derStandard.at, 04.08.2012)

 

 

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