IWF warnt vor laschem Krisen-Kampf

Daniela Rom
3. August 2012, 12:20
  • Der "Spillover Report" des Internationalen Währungsfonds zum Nachlesen.

    Download

Die Eurozone brauche zu lange, um der Probleme Herr zu werden. Breitet sich die Krise noch weiter aus, droht ein tiefer Abschwung

Die Krise in der Eurozone steht nicht für sich allein, ihre Auswirkungen treffen auch den Rest der Welt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seiner jüngsten Studie zu Ausstrahlungseffekten (Spillover Report) zu einem grundlegenden Wandel in der Europa-Politik aufgerufen, um die Krise einzudämmen. Gelingt das nicht, droht Euroland ein tiefer wirtschaftlicher Abschwung.

In der Studie untersuchte der IWF grundsätzlich, wie die wirtschaftspolitische Situation und Entscheidungen der fünf systemrelevanten Wirtschaftseinheiten (das sind laut IWF die USA, China, Japan, die Eurozone und Großbritannien) sich gegenseitig, aber auch den Rest der Welt beeinflussen. Die Analysten kommen zu dem Schluss, eines der drängendsten Themen derzeit ist die Eurokrise

Zu wenig, zu langsam

Bisher sei zu wenig getan worden, um das Übergehen des Krisenkochtopfs zu verhindern. Aus einem Problem, das zu Beginn vor allem einzelne periphere Länder der Eurozone betroffen habe, sei mittlerweile eine gesamteuropäische Krise geworden. Tritt das pessimistischste der IWF-Szenarien ein, würde die Wirtschaftsleistung der Eurozone um bis zu fünf Prozent sinken. Mit ähnlichen konjunkturellen Schwächen müssten in dem Fall auch Großbritannien und Osteuropa rechnen. Derzeit stehe zwischen dem Eintreffen des Worst-Case-Szenarios und der momentanen Situation nur noch "das übrige öffentliche Vertrauen, dass die Politik letztendlich Aktionen setzen wird, um die Ausweitung der Krise abzuwenden".

Doch die Eurokrise ist nicht der einzige Stressauslöser für die Weltwirtschaft. So müssten dem IWF zufolge die Vereinigten Staaten ihr Budget in den Griff bekommen. In China bestehe die Gefahr einer Verlangsamung der Investitionstätigkeit. Die hohe Staatsverschuldung bedrohe Japan, in Großbritannien sei die Zeit reif, das Finanzsystem weiter zu festigen.

Für die Eurozone wünscht sich der IWF nun rasche Schritte zur Umsetzung der Bankenunion, der Fiskalunion, der Konsolidierung von Staatsschulden und einer lockereren Geldpolitik. Außerdem sollten Strukturreformen die Wettbewerbs-Ungleichheiten innerhalb der Eurozone ausgleichen. (Daniela Rom, derStandard.at, 3.8.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 121
1 2 3
Das Problem ist doch relativ einfach:

Viele Euro-Länder haben den güstigen Zinssatz der EZB benutzt und sich überschuldet.Es wurden massenhaft Prestigeobjekte in die Landschaft gestellt. Jetzt macht der laufende Schuldendienst diese Länder politsch handlungsunfähig. Also müssen die Schulden auf einen vertretbaren Stand wieder runter. Deshalb gibts den Fiskalpakt. Da Sparen allein kontraproduktiv sein kann, gibt es jetzt ein Konjunkturprogramm mit 120 Mrd. €. Doch solche irren Spielchen wie Frankreich sie sich leistet, das Rentenalter wieder hochzusetzen, ist totaler Blödsinn. Doch das lernen die auch noch. Und dass das Geld an die Banken geht, ist völlig normal. Denndie Banken haben die Forderungnn an die Staaten. Dass Schulden zurückbezahlt werden müssen, war bislang klar.

nicht die staaten haben sich verschuldet, sondern private (hypothekenkredite).
ich verstehe nicht, warum man banken rettet. die ezb sollte für alle einlagen sämtlicher versicherer, pernsionsfonds und privatpersonen garantieren. der rest geht flöten. würde zum verfall von assetpreisen kommen, doch dann rette ich lieber die pensionskassen und versicherer als die banken weil dort das geld in der wirtschaft ankommt.
die einzige aufgabe der bank ist es geld in der richtigen höhe zur richtigen zeit am richtigen ort zur verfügung zu stellen und unterschiedliche laufzeiten passend aufeinander abzustimmen, mehr nicht!
wetten und das anzeigen von "richtigen" preisen stiftet nicht den versprochenen mehrwert.

wozu bedarf es hochfrequenzhandel? weil man im 3. nachkommastellen bereich arbitrage ausnutzen kann? welchen sinn man das? spekulation durch viele mag sinnvoll sein. je mehr meinungen, desto eher kommt man dem tatsächlichen wert. es macht aber wenig sinn einen preis finden zu wollen, wenn die stimme weniger so sehr viel mehr gewicht hat. die anzahl der abgegeben stimmen (kaufentscheidungen) ist weit stärker zu gewichten, als das hohe stimmgewicht (z.b. die summen welche in derivate stecken) weniger. wenn marktwirtschaft demokratie erforder und evtl. fördert, dann muss es am markt ganu so laufen.

alle reden von problemen,aber

keiner hat diese noch detailiert analysiert, zumindest konnte ich bisher nichts davon lesen. ist der grund eventuell, daß die staaten zuviel ausgeben ... ,daß der sozialstaat eventuell am ende ist ..... ,daß die politiker allesamt von nichts eine ahnung haben .... ,daß das system von grundauf und allumfassend korrupt ist .....etc..... seit 4 jahren retten diese idioten monatlich den EURO - leider ohne erfolg - eventuell doch der falsche weg?????

Das Problem ist, dass Sie auch nur siebengescheit daherrreden und......

..motzen und quacksalbern. Trotz der 2. höchsten Sozialquote der Welt, funktioniert der deutsche Staat tadellos. Und es denkt Klein-Moritz, wenn Sie die Korruption so aufblasen, dass es auch nur einen Euro-staat umwirft. Das Rezept könnte ich Ihnen detailiert sagen, aber das begreifen Sie so wie so nicht.

am ende des tages wird immer mit waren bezahlt. geld kann man nicht essen, nicht anziehen, nicht damit fahren noch darin wohnen...
wer über jahre hinweg mehr konsumiert (waren/dienstl) als er selbst erzeugt, muss diese waren importieren und iwann zurückzahlen. hierfür müssten eigentlich die strukturen geschaffen werden. also der kauf von z.b. maschinen zur herstellung von waren, welche ich momentan noch importiere oder eben ausbau ieiner produktion, womit ich meine schulden zurückzahlen kann. dies ist nicht geschehen. um in zukunft eine solche fehlallokation von resource zu verhindern bedarf es sturkturreformen, welche sich gerade vollziehen - dies dauert jahre. wie man diese zeit erkauft und den druck aufrecherhält, das ist was du siehst.

mehr sorgen würde ich mir machen, wenn der IWF behaupten würde, wir wären auf dem richtigen weg.

ein nebenprodukt der sandlerindustrie

geh bitter, findets endlich die richtigen baeume oder laternen fuer diese beidlprackenden zombies...

das ganze ist komplett krank, und dieser wahn nach wachstum, wachstum wachstum...

das wort muss schaffen sein, aber nicht wachstum, wo solls denn hinwachsen, soll die menschheit demnaechst an engeln verkaufen um mehr wachsen zu koennen, oder an ausserirdische, welche sich noch nicht zu erkennen gegeben haben ?

vielleicht koennen wir auch die bewohner von antlantis dazu animieren etwas von unserer ueberproduktion zu kaufen, hauptsache, wir geben nix den armen ab...

iwf und weltbank als vertreter der mächtigen und reichen möchten, dass das volk schneller ausgesackelt wird um die renditen ihrer klientel weiter zu sichern.

wann begreifen wir endlich, dass organisationen wie die weltbank und der iwf und auch die viel zu aufgeblasene schmarotzende finanzindustrie das ware problem sind.

Wie wäre es,

wenn die Gläubiger einfach einmal für eine Zeit lang keine Zinsen vorschreiben würden? Wirklich ärmer würde sie das wohl nicht machen, und die Länder hätten eine Chance zur Tilgung und damit eine echte Chance, ihre Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

Wenn man das alles so liest, dann könnte man sich die Frage stellen, ob da irgend etwas nicht stimmt mit dem Euro?

"IWF.. hat ... zu einem grundlegenden Wandel in der Europa-Politik aufgerufen..."

Dann soll er bitte klipp und klar sagen WELCHEN!

Ich kann auch einem Beinamputierten befehlen, vor der Lawine wegzulaufen. Helfen wirds nix.

der iwf will, dass das volk noch viel stärker von den regierungen geschröpft wird damit superreiche, banken und konzerne weiter ihre renditen erzielen können. nur haben wir davon nichts. warum hören wir eigentlich auf diese mafiösen organisationen die uns das leben schwer machen?

Eurobeitrit von Katschikistan, Teppichland und Erdbeerland - Jetzt!

Blumen Mark nicht vergessen.

Simpler Lösungsansatz:

1. Schert die Banken (resp. deren Vertreter)
2. Schert die Staaten (öffentliche Verwaltung ...)
3. Schert die (absurden) Sozialsysteme ...

... und wir werden uns vor Budget-Überschüssen gar nicht mehr derretten können!

verstehe die vielen roten Stricherln nicht, ist es Euch lieber es werden weiter die Leute geschoren und die Banken gerettet?
Von mir grün, wenn ich auch den Ausdruck "scheren" zu deftig finde. Aber kurz und dreckig ist manchmal besser als das andere ewige Gelabere und die leider erfolglose Suche nach Lösungen für ein künstliches Problem mit der Folge, dass Leute weiter geschoren werden, während ihr Geld zu maroden Banken wandert, die vorher das Geld verzockt haben. Also wem wird da von wem geholfen? Und warum?

Die Krise wird sich weiter verschärfen und ihren nächsten Höhepunkt erreichen, wenn die übernommen Haftungen für die maroden Staaten schlagend werden.

http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinu... ttung.html

Das Sparwahn-Rezept von Merkel und ihren konservativen Freunden, das von ihr seit Jahren gefahren wird, ist komplett schiefgegangen und reißt nun die ganze Welt in die Rezession. Und in der Rezession werden Schuldenquoten ganz sicher nicht sinken!

worum es geht

wird oft einfach verdreht.
weil, wenn aus einem faß das wasser ständig verschweindet, sollte man schauen wo die löcher sind. da ist die forderung, dass noch mehr hineingeschüttet werden soll einfach verfehlt. diese forderung kommt nicht zuletzt von investoren

Nichts kapiert

es gibt genug bücher oder auch online quellen um sich zu informieren falls sie wirklich nichts kapiert haben.

Der €uro ist am Ende.

Vielleicht die ganze EU. Leider aus der Traum.

http://www.welt.de/debatte/k... aeude.html

gewohnte teutonische

Suderei

Posting 1 bis 25 von 121
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.