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Die Getreidebauern litten heuer unter Wetterextremen.

Wien - Das Getreidejahr 2012 ist von enttäuschenden Ergebnissen geprägt, vor allem im Osten, der "Kornkammer" Österreichs. "Mit der prognostizierten Gesamternte von etwas mehr als 2,3 Mio. Tonnen wird heuer um rund ein Viertel weniger geerntet, als im Vorjahr. Damit ist die heurige Ernte die schlechteste seit über 40 Jahren und deutlich unter dem langjährigen Schnitt von knapp drei Mio. Tonnen", erklärte der Vorstandschef der Agrarmarkt Austria (AMA), Günter Griesmayr am Freitag in Wien vor Journalisten. Die Qualitäten seien aber ausgezeichnet. Der noch stehende Mais ist in diesen Zahlen nicht inkludiert.
Seit vergangenen Herbst passte das Wetter für eine ertragreiche Getreideernte - vor allem in den Getreidehauptanbaugebieten Weinviertel, Marchfeld, südöstliches Niederösterreich, Burgenland - so gut wie nie. Im Herbst und Winter zu trocken, massive Fröste ohne Schneedecke im Februar, gefolgt von Spätfrost im Mai und zu viel Regen bzw. Hagelschlag in den vergangenen beiden Monaten unterboten die geringen Ernte-Erwartungen der Getreidebauern noch.
"Ein Jahr der Extreme", so Griesmayr. "Vor allem in der Kornkammer im Osten gibt es sehr schlechte Erträge." Die Qualitäten des geernteten Weizens seien aber "ausgezeichnet": "Proteinwerte von großteils bis zu 20 Prozent habe ich persönlich noch nicht erlebt", sagte AMA-Präsident Stefan Hautzinger. "Grundsätzlich gibt es heuer aber nicht viel zu lachen - ein Jahr der Negativrekorde." Nur in Oberösterreich bzw. westlich von der niederösterreichischen Bezirksstadt Tulln habe es eine "super Ernte" gegeben - "und diese Mengen brauchen wir auch dringend".
Für die heimischen Mühlen, die jährlich rund 500.000 Tonnen Getreide vermahlen, gebe es "genügend Mengen", so Hautzinger. Insgesamt würden die Kapazitäten heuer aber nicht zur Gänze aus der heimischen Ernte gedeckt werden können. Österreich ist Nettoimporteur. Vom hochqualitativen Weizen werde aber weiter nach Italien exportiert.
Importiert werden müssen geringere Qualitäten für die industrielle Verarbeitung, vornehmlich aus CEE-Nachbarstaaten Österreichs - nämlich Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien, einer Getreide-Überschussregion (heuer rund 7 Mio. Tonnen). Insgesamt wird 2012/2013 ein Getreideverbrauch von 3 Mio. Tonnen erwartet. Es fehlen also 700.000 Tonnen, ohne die Exporte abzuziehen. Im Herbst will Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich den Treibstoff E10 einführen - das ist Benzin mit zehnprozentigem Ackerfruchtanteil. Verwendet wird dafür neben Mais und Zuckerrüben auch Getreide.
Der Import bringe aber Wertschöpfung, weil hochwertiger Weizen "zu guten Preisen" exportiert werde, während minderwertiger Weizen importiert werde, um diesen hier zu veredeln. Der Premiumweizenpreis liegt derzeit, so Hautzinger, bei rund 240 Euro, um 30 Euro höher als vor einem Jahr. Preissteigerungen von bis zu 30 Prozent seien wegen weltweiter Missernten (USA, Schwarzmeerregion) möglich. "Nur so gute Ernten wie 2011 lassen Österreich ausgeglichen bilanzieren", erklärte Hauztinger.
Trotz der höheren Erzeugerpreise würden viele Getreidebauern heuer aber "mit Null aussteigen": Die Produktionskosten auf einem Hektar Weizen betragen 600 Euro. Um diese Kosten wieder hereinzubringen, sei eine Ernte von 2,5 Tonnen notwendig - "und diese Marke haben heuer viele, vor allem im Osten, nicht überschritten", sagte Griesmayer um gleichzeitig auf die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Ausgleichszahlungen in der Landwirtschaft zu verweisen, die schließlich auch Qualitätsregeln mit sich brächten. Im Vorjahr sind die Bauerneinkommen im Schnitt um 34 Prozent gestiegen.
Optimistisch sei man für die Maisernte im Herbst: "Was für das Getreide wettermäßig schlecht ist, ist für den Mais gut", so Griesmayr. Erwartet wird eine österreichweite Ernte von 2,3 Mio. Tonnen - also in gleicher Höhe wie die gesamte Getreideernte.
Auch weltweit fallen die Getreide-Erntemengen heuer geringer aus, als im Vorjahr. Die weltweite Produktion könne heuer den weltweiten Verbrauch nicht decken - auch bei Mais. Vor allem die deutliche Reduzierung der US-Ernteprognosen um mehr als 50 Mio. Tonnen beeinflussen die Weltversorgungsbilanzen negativ, aber auch Ernte Ausfälle in den Schwarzmeerländern Ukraine, Russland werden Ausfälle erwartet. "Die globalen Getreidereserven werden sich um 30 Mio. Tonnen reduzieren" sagte Christian Gessl, AMA-Experte für Markordnungen und Markberichte.
In weiten Teilen Europas ist die Ernte noch nicht abgeschlossen, die EU-Kommission hat die Getreideernte-Prognose aber ebenso um knapp 7 Mio. Tonnen auf 279 Mio. Tonnen revidiert (Rekorernte 2008/2009: 311 Mio. Tonnen). Exportiert sollen trotzdem rund 24 Mio. Tonnen werden, importiert 13 Mio. Tonnen. (APA, 3.8.2012)
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Der geringe Anteil an Feldfrüchten, der verspritet wird und sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegt, hätte wohl kaum die 25% Minderertrag kompensieren können. Weiters wird für die Biospriterzeugung Weizen mit niedrigem Rohproteinanteil verwendet, der auf Grund der schlechten Backeigenschaften für die Broterzeugung nicht verwendet werden. Also bitte bei den Fakten bleiben...
Qualität so gut? Also das letzte Roggenfeld, an dem ich spazierenderweise vorbeiging, muß einem enorm hohen Infektionsdruck von claviceps purpurea ausgesetzt gewesen sein. Aber vielleicht sagt das nichts über die Qualität an sich, und das Mutterkorn wird heute in den Mühlen eh automatisch ausgesiebt.
Und wieso verwendet man einen großen Teil der Flächen zur Erzeugung von Agro-Sprit den viele Konsumenten nicht wollen, der ihnen aber von der Politik aufgezwungen wird obwohl auch viele Experten ihn ablehnen?
Zuerst ueberall wo moeglich Biosprit anbauen, das nasweislich und sogar von UNO zugegeben Nahrungsmittelpreise vor allem fuer Entwicklungslaender desastroes hat explodieren lassen - und nun bei den kleinsten Schwankungen Zeter schreien. Vielleicht sollte man mal mit dem Geo-Engeneering-Chemtrail-Spruehen aufhoeren (seit 1998) und auch aufhoeren Nahrung fuer Treibstoff zu verwenden und zum Kuckuck nochmal brach liegende riesige Erdoelfelder mal erschliessen und oh-ja Wasser-Autos (nicht Wasserstoff - nur Wasser) zulassen, die bereits im Fernsehen bei CNN 1980 zu sehen waren - und da wir schon dabei sind - auch alle Patente fuer Ermagnetfeld-Generatoren und viele andere Generatoren - aber, dann wuerden SIE ja nicht mehr herrschen.....
Respekt, Respekt. Ich empfehle als Einstieg "Was ist Was" Naturwissenschaft für Volksschüler, da gibt es einen Band Elektrizität und Magnetismus, einen Motoren und Maschinen, einfach langsam ranarbeiten.
Wenn man Ihren Beitrag so durchliest wundert man sich nicht, dass der normale Mensch die Alternativen als Spinner bezeichnet.
Das ist deswegen sehr schade, weil z.B. das mit dem "Biosprit"anbau und dem weltweiten Hunger stimmt, und z.B. die biologische Landwirtschaft eine gleichmäßigeren Ertrag als die konventionelle erwirtschaftet.
Ich hoffe sehr, dass der normale Bürger sich etwas besser informieren wird, und auch in der Lage sein wird sich besser zu formulieren.
Tolle Aussage. Tiefster Stand seit 40 Jahren - und das heißt jetzt was?
Exportieren wir weniger oder müssen wir importieren???
Ein oder zwei Fakten wären nicht soooo schlecht gewesen.
Aber, ich bin jetzt mal erschüttert. Hüch! Bitte noch um die Nachlieferung der Fakten damit ich entscheiden kann, wie lange ich erschüttert bin und ob ich bevorraten muss!
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