Internet-Pranger für griechische Korruption

3. August 2012, 09:35
  • Artikelbild
    foto: screenshot

Die Griechen können auf einer Internetseite über Korruption im Land berichten, ein ehemaliger Politiker sammelt die Beispiele für ein Buch

Athen - Von der Korruption in ihrer Heimat frustrierte Griechen können ihrer Wut darüber ab sofort im Internet freien Lauf lassen. Der bekannte ehemalige Politiker Theodoros Pangalos startete am Donnerstag eine Seite, auf der er seine Mitbürger auffordert, ihre Erlebnisse rund um das Thema niederzuschreiben. Die "typischsten" Geschichten über Bestechung in Politik und Verwaltung will er dann in einem Buch veröffentlichen. Auf die Seite gab es zu ihrem Start einen solchen Ansturm, dass sie zeitweise nicht erreichbar war.

Unter http://www.mazi-ta-fagame.gr ist unter anderem die Geschichte eines Nutzers zu lesen, der sich als EU-Mitarbeiter bezeichnet. Er sei schockiert gewesen, als er in seinem örtlichen Finanzamt herausfand, dass man lange Wartezeiten umgehen könne, indem man 20 bis 30 Euro im Café nebenan bezahle. Ein Mann berichtete, er habe vor der Niederkunft seiner schwangeren Frau im Krankenhaus Bestechungsgeld zahlen müssen, damit man sich um sie gekümmert habe. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten ging die Bestechung in Griechenland zuletzt etwas zurück. (APA, 3.8.2012)

Laut einer am Mittwoch veröffentlichten ging die Bestechung in Griechenland zuletzt etwas zurück.

na da bin ich aber.

oh entschuldige lieber rotstrichler, wie konnt mich mir nur anmaßen copy&paste journalismus zu kritisieren.

Hey, so eine Seite für Österreich, das wäre eine Superidee!!

Die kommt aber erst, wenn Österreich auch so weit ist, wie Griechenland .... also etwa in 2-3 Jahren ...

Welchen Arzt oder Beamten mussten Sie denn zuletzt im Alltag bestechen?

Gibts die Seite auch für Österreich?

es gibt nur eine seite auf der sie alles berichten koennen was ohne korruption abläuft. ...

... allerdings ist die seite noch ohne eintrag.

... demnächst.

(als "pilotbundesland" fungiert natürlich kärnten)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.