Microsoft streicht "Metro" wegen Markenrechts von Metro AG

Als alternative Bezeichnung soll "New User Interface" genutzt werden

Windows-Entwickler sind laut einem Bericht von The Verge Anfang der Woche von Microsoft angewiesen worden, das Wort "Metro" in ihren Anwendungen nicht mehr zu verwenden. Metro ist ein Interface-Stil, der typografiezentriert und modern wirken soll. Dieser wurde bereits in Windows Phone 7, aber auch bei der Xbox eingesetzt und soll ein wichtiger Bestandteil von Windows 8 sein.

New User Interface

Als alternative Bezeichnung schlägt Microsoft "New User Interface" vor. Einer anonymen Quelle zufolge soll Microsoft Schwierigkeiten mit den Rechten für den Namen "Metro" haben, der angeblich zu Auseinandersetzungen mit dem deutschen Unternehmen Metro AG geführt hat.

Nur ein Codename

Das deutsche Unternehmen wollte sich gegenüber The Verge allerdings nicht dazu äußern. Laut APA hat der Konzernsprecher der Metro AG auf Nachfrage allerdings erklärt, dass Metro sicherlich eine schützenswerte Marke sei, wie dies für jedes andere Unternehmen auch gelte. In einem internen Mailverlauf, der dem WebStandard vorliegt, ist definitiv von einer Auseinandersetzung mit der Metro AG die Rede. Microsoft selbst hat aber bestätigt, dass das Wort in den Anwendungen nicht mehr verwendet werden soll. "Metro style" war Microsoft zufolge nur ein interner Codename während der Entwicklung. Man wolle jetzt einen kommerziellen Namen nutzen.

Internes Dokument

Einem späteren Bericht von The Verge zufolge verzichtet Microsoft auf den Namen aufgrund von "Diskussionen mit einem wichtigen europäischen Partner". Dies konnte einem internen Microsoft-Memo entnommen werden, das das definitive Ende der Bezeichnung "Metro" ankündigt. Einen neuen Begriff gebe es noch nicht, man arbeite aber daran. Bis dahin soll man auf die Bezeichnung "Windows 8 style User Interface" zurückgreifen. (iw, derStandard.at, 3.8.2012)

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