Der freundliche Hippie von der MaHü

3. August 2012, 07:17
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An der Ecke Mariahilfer Straße/Amerlingstraße gibt es Dinge, die nicht mit Geld zu kaufen sind

Wien - In der Regel ist Skepsis angebracht, wenn einem auf der Mariahilfer Straße, auch MaHü genannt, jemand etwas "schenkt": Wer hier für Blumen, Bücher oder indische Weissagungen nicht doch "spendet", hat rasch Zores.

Doch der junge Mann an der Ecke MaHü/Amerlingstraße ist anders. Er nennt sich Tom - und will nur Lächeln gegen Lächeln oder Umarmung gegen Umarmung tauschen.

"So merken die Leute selbst, dass es Dinge gibt, die wichtiger sind als Geld - und die man nicht kaufen kann."

Zuerst befremdet, dann fröhlich lachen

Oft sitzt statt Tom seine Freundin Lia hier. Beide wissen: Viele Passanten lachen. Zuerst befremdet. Doch sobald die Botschaft und das Fehlen der Abzock-Absicht angekommen sind, offen und fröhlich.

Wenn die Jagd nach Shopping-"Beute" dann eine Spur weniger manisch weitergeht, sind Tom und Lia zufrieden: Die Kunst, glücklich zu leben, besteht auch darin, sich über kleine Erfolge zu freuen. (rott, DER STANDARD, 3.8.2012)

  • Tom will wirklich nichts verkaufen. Er tauscht Lächeln gegen Lächeln: "Ich hätte am Anfang selbst nicht geglaubt, dass das so gut tut."
    foto: thomas rottenberg

    Tom will wirklich nichts verkaufen. Er tauscht Lächeln gegen Lächeln: "Ich hätte am Anfang selbst nicht geglaubt, dass das so gut tut."

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