Radnummerntafeln: Nein der ÖVP für Stenzel ein "Blödsinn"

3. August 2012, 06:52
  • Ursula Stenzel zeigt, wie die Fahrradnummerntafeln aussehen könnten.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Ursula Stenzel zeigt, wie die Fahrradnummerntafeln aussehen könnten.

Die Bezirksvorsteherin übt heftige Kritik an Wiens Parteichef und befürchtet "Baumkahlschlag" für Ringradweg

Wien - Die Bezirksvorsteherin der Wiener Innenstadt, Ursula Stenzel (ÖVP), bekräftigt ihre Unterstützung für den jüngsten Vorstoß von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ), über Nummerntafeln für Fahrräder nachzudenken. Die Wiener ÖVP lehnte die Idee mit Verweis auf den hohen Verwaltungsaufwand hingegen ab, was Stenzel in einem Interview mit der APA mit durchaus heftigen Worten kritisierte: "Das ist ein Blödsinn, das ist einfach aus der Hüfte geschossen. Ich glaube, in der ÖVP ist da noch nicht das letzte Wort gesprochen." Sie wolle mit Parteichef Manfred Juraczka aber noch persönlich darüber reden.

Der Verwaltungsaufwand sei "kein gutes Argument, denn dann dürfte ich nirgends Tafeln haben", so Stenzel mit Verweis auf die Nummerntafelpflicht bei Mopeds und Autos. Es könne doch kein Aufwand sein, wenn beim Radkauf das Taferl einfach dazukomme. Das sei eine Versicherungsfrage. "Das Problem bei den Radfahrern - nicht bei allen, aber bei dieser Militanzgruppe - ist, dass sie die Straßenverkehrsordnung boykottieren", sagte Stenzel über Radfahrer, die in Fußgängerzonen, auf Gehsteigen und gegen die Einbahn unterwegs seien. Diese könnten dank Nummerntafel dingfest gemacht werden.

Appell an Innenministerin

"Warum nicht Nummerntafeln? Nur weil die Polizei dann vielleicht mehr Personal (zur Kontrolle, Anm.) bräuchte? Dann stellt man halt mehr Personal ein. Das ist mein Appell an die Innenministerin", so Stenzel.

Ein Dorn im Auge ist der Bezirksvorsteherin auch der laufende Ausbau des Ringradwegs - noch in diesem Jahr soll er durchgängig auf beiden Seiten befahrbar werden. Dafür müssten 70 Bäume rund um die Prachtstraße - 23 davon beim Parkring - geopfert werden. Für Stenzel bedeutet der "Kahlschlag" eine Gefährdung des Weltkulturerbe-Prädikats für die Innenstadt: "Ich halte das für einen wirklichen Eingriff in das Weltkulturerbe."

Veto gegen Baumfällung

Schließlich habe die UNESCO der City den Welterbestatus auch deshalb verliehen, weil die Ringstraße zu den schönsten Boulevards der Welt zähle: "Da gehören die Bäume dazu." Sie werde jedenfalls die kürzlich eingelangten Anträge - "ein Kilo Akten" - auf Fällung nicht genehmigen. "Ich lege hier mein Veto ein. Ich gehe auf die Barrikaden für die Ringbäume." Denn laut den Anträgen würden nur vier davon eine Gefährdung für Menschen darstellen. Sollte trotzdem die Fällung erfolgen, "geschieht das allein unter der Ägide einer rot-grünen Stadtregierung". Stenzel hofft jedenfalls auf Widerstand in der Bevölkerung.

Abgesehen davon bezweifelt sie die grundsätzliche Notwendigkeit des "Luxusradwegs", der gut zwei Millionen Euro koste und lediglich ein "Wunsch der Radlobby" sei. Das Ring-Rund auf der Stadtinnenseite sei ausreichend. "Wenn sich Radfahrer disziplinierter verhalten würden, wäre der Weg auch weniger unfallanfällig. Man kann halt in einer Großstadt nicht rasen." (APA, 3.8.2012)

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Einen Ringradweg braucht man nur außen zu bauen. Für die innere Runde muss nur die Fahrbahn umgewidmet werden...
Das wäre einmal ein konstruktiver Vorschlag von der Stenzel.

stenzel könnte sich mal nützlich machen und dort mit dem Rad fahren: http://www.ipetitions.com/petition/... aschmarkt/

Kennzeichenpflicht im 1. Bezirk

und gut ist

Aus dem Foto kann man schließen, dass die Stenzel noch nie in Ihrem Leben Rad gefahren ist. Sonst würde sie nicht so ein aerodynamisches Unding präsentieren. (Und seit wann ist sie ein Fan vom Häupl?)

Und es ist wohl das erste Mal, dass sich die ÖVP um Bäume sorgt. Bei Garagen-Projekten sind die denen immer egal.

"Man kann halt in einer Großstadt nicht rasen."

Außer man sitzt in einem Auto, oder wie?!

Was hier abgeht, ist echt nimmer normal.

Rad-Nummerntafel und so...

Ich möchte aus dem selben Grund keine Radnummern wie auch die Polizei sich gegen Namen und/oder Dienstnummer auf der Uniform wehrt.
Vernaderung, Missbrauch und ausgeprägte Wiener Blockwart-Mentalität.
Die Hass-Postings im Forum geben mir leider Recht!

Zwei ernstgemeinte Frage:

Was ist für Sie der Unterschied zwischen einem Kennzeichen auf einem Auto/Motorrad/Moped und auf einem Fahrrad?
Sind Sie aus den in Ihrem Posting angegebenen Gründen auch für eine Abschaffung dieser Kennzeichen?

Fängt schon bei der Unmöglichkeit an ein Rad auf ein Taferl zu registrieren...

Da seh ich überhaupt kein Problem.

Neu verkaufte Fahrräder: Ich verpflichte den Importeur bzw Verkäufer Fahrgestellnummern auf den Räder anzubringen.

Bereits in Betrieb befindliche Räder: Übergangsfrist, binnen deren man sich die Fahrgestellnummer entweder bei einer Behörder oder bei Zulassungsstellen zu besorgen hat.

Das könnte vielleicht auch bei Raddiebstählen helfen.

Wie bringt man auf einem Fahrrad eine "Fahrgestellnummer" an? Klingt total praktisch und ganz leicht exekutierbar ^^
Wie soll das gegen Diebstahl helfen?

Teil 2

...wollte, um ihr gestohlenes Rad handeln würde. Ich muß sagen, dass die ältere Frau nicht wie eine Fahrraddiebin gewirkt hat. Die Jüngere hat das Rad nicht herausgegeben (und damit potentiell eine Besitzstörung begangen, aber was sollte sie anderes machen) und eine auch anwesende Freundin gebeten, die Polizei zu holen.
Ein Schlichtungsversuch meinerseits blieb erfolglos (Austausch Adressen wurde von der Jüngeren abgelehnt).

Ich frage mich, was die Polizei in so einem Fall machen kann (Es war ein 08/15-Fahrrad, nichts außergewöhnliches).

Wenn ich mein gestohlenes Rad finde dann nehme ich es mit. Auf der anderen Seite habe ich natürlich auch Photos davon, bestimmte Komponenten und lasse ein teures Rad sicher nicht in der Gegend herumstehen.

Warum mischt du dich eigentlich ein? Dazu ist wirklich die Polizei da. Vielleicht wurde der Diebstahl sogar angezeigt und dann wird man feststellen müssen unter welchen Umständen das Fahrrad erworben wurde. Wenn sie es bei Willhaben gekauft hat wird es schon gfladert sein.

Wenn Sie das machen, kann Sie eine Besitzstörungsklage erwarten. Wie gesagt, es war kein teures Rad, sondern ein 08/15 Damenfahrrad!

Die Jüngere konnte das Rad nicht mitnehmen, da es die ältere Dame abgesperrt hat, als sie (die ältere Frau) es abgestellt hat.

Ich habe mich eingemischt, um zu deesaklieren. Die Begleiterin der älteren Frau (die habe ich bis jetzt nicht erwähnt) hat auch noch versichert, dass es sich sicherlich nicht um ein gestohlenes Rad handelt.

Ich habe der jungen Frau nur gesagt, dass sie Besitzstörung begeht (da die ältere Frau offensichtlich - sichtbar durch das Schloss - letzte ruhige Besitzerin war), und der älteren Dame meine Karte gegeben, sollte Sie vor Gericht (Besitzstörungsverfahren) einen Zeugen brauchen.

Wer soll das zahlen und wer soll das exekutieren.
Was wenn ich den Rahmen tausche?
Wäre den Dieben auch egal. Räder werden oft einfach für eine Nacht "ausgeborgt" oder sie fahren sowieso gleich über die Grenze. Wird halt der Rahmn entsorgt oder an jemanden verkauft der keinen Schein braucht.

Was kommt dann? Nummern für Skateboards, Skates, Roller und Skifahrer oder gleich ein Chip für die Benutzer?

Real hat das keine Chance und würde einfach ignoriert werden.

Gestohlen werden auch Räder mit Chips, da hilft nur ein ordentliches Schloß oder eine bewachte Fahrradgarage.

Es nirgendwo Fahrradkennzeichen weil es völliger Schwachsinn ist.

Es nirgendwo Fahrradkennzeichen weil es völliger Schwachsinn ist

Mit dieser glorreichen Argumentation wären auch nie KfZ-Kennzeichen eingeführt worden

Was kostet es eine Zahlenkomination zu gravieren?
Zu exekutieren ist es im Rahmen der StVO, nach der ja bereits jetzt rechtsbrechende Radler, zu bestrafen sind.

Die Fahrgestellnummer ist aus meiner Sicht logischerweise nur in Kombination mit Kennzeichen sinnvoll. Damit wäre es dann der Exekutive auch in realiter möglich, die StVO auch gegenüber Radler wirksam durchzusetzen.

Wenn der Rahmen nicht geeignet ist, kann man diese Nummer gerne auch noch an anderen Teilen des Rades anbringen. Ich bin davon ausgegangen, dass der Rahmen bei einem Rad (im Gegensatz zu den tauschbaren Teilen) eher der Teil ist, der unverändert bleibt.

Also was soll es kosten? Sind die Kennzeichen gratis? Wo gibt es Ähnliches und wie funktioniert es dort? Eben, es geht nicht. Wie sieht das mit Karbonrädern aus? Rennräder auch?

Wo gibt es Ähnliches und wie funktioniert es dort? Eben, es geht nicht.

Wie schon geschrieben: Mit dieser Nicht-Argumenation hätten wir auch keine KfZ-Kennzeichen. Und auch keinen Buchdruck usw..

Schätze die Kosten (administrativ) auf 50-100 Euro (inkl Kennzeichen: Kosten bei PKW 18 euro für 2 Tafeln, Kosten Mofa 5,50 Euro). Der Staat könte entsprechend subventionieren, wenn es ihm ein Anliegen ist.

Bei neuen Rädern kann man die Fahrgestellnummern gleich bei der Produktion berücksichtigen. Ich denke, das funktioniert materialunabhängig. Grenzkosten/Rad im Centbereich.
Auch für Rennräder (Fahrgestellnummer). Kernnzeichen bei Rennräder: Für nachgewiesene Rennfahrer im Training kann man sich etwas für das Kennzeichen einfallen lassen. ZB Trikot (überwurf) mit Kennzeichen am Rücken

Und die Skater?
Warum hat das noch niemand wenn es so eine tolle Idee ist? Muß man alles so kompliziert machen? Mit dem Buchdruck kannst du das ni HT vergleichen...da müsstest du schon eine Registrierung für jede Druckmaschine fordern.
Warum gibt es nirgendst Fahrradkennzeichen? Sollen die paar € den Verwaltungsaufwand decken? Wer soll das zahlen? Rechne einmal die Kosten bei 5Mio Rädern. Sind Kinder ausgenommen? Lahfräder, Einräder oder nur ab 10kg Rad?

Teil 1

Genauso wie bei den KfZ, an den tragenden Teilen (Rahmen), am besten an mehreren Stellen, dazu gibt es dann auch logischerweise einen Zulassungsschein.

Es würde jedenfalls Gelegenheitsdiebstähle minimieren und den Aufwand für die Diebe erhöhen, die die gestohlenen Räder weiterverkaufen wollen.

Wenn bei einem Verkauf dann kein Zulassungsschein präsentiert werden kann bzw die Fahrgestellnummer abgefeilt ist, weiß jeder potentielle Käufer, dass es sich beim Kaufobjekt offensichtlich um gestohlenes Rad handelt.

Und es würde auch Situationen entspannen, wie ich sie zufällig erlebt habe: 2 Frauen stehen um ein Rad. Eine jüngere Frau, behauptet gegenüber einer älteren Dame, dass es sich bei dem Rad, welches die Ältere gerade besteigen......

Der Vergleich mit dem Auto hinkt gewaltig,

dem Staat gehts bei den Kennzeichen heutzutage ja hauptsächlich ums Kassieren bei Geschwindigkeitsübertretungen. Das fällt ja beim Rad völlig weg. Und zur Fahrerflucht, wenn ich jemanden mit dem Rad zusammenfahre und er verletzt ist, dann habe ich mindestens genauso große Problem und werde nicht mehr groß flüchten können da ich auch am Boden liege.

Ich glaube, dass der Staat mit der Mineralölsteuer wesentlich mehr lukriert als mit Strafen aus Geschwindigkeitsübertretungen.

In 30er Zonen (va bergab) kann auch bei Radfahrern Geschwindigkeitüberschreitung ein Thema sein.

Ich habe ja etxra die Unterschiede aus Sicht des Posters nachgefragt.

ad Unfälle: Ich habe selbst einen Unfall gesehen (siehe postings weiter unten) , bei dem die Radfahrerer, nachdem diese eine alte Dame so touchiert hat (mit dem Arm in den Rücken der alten Dame), dass die Radfahrerin weiterfahren konnte und auch Fahrerflucht begangen hat, und die alte Dame einen Rettungseinsatz benötigt hat. Ich habe mich auch mit einem Arbeitskollegen unterhalten, der viel mit dem Rad unterwegs ist und der hat gemeint, dass es durchaus möglich ist, dass bei einem Zusammenstoß Radler mit Fussgeher der Radler nicht zu Sturz kommt/kommen muß.

Wichtig ist für mich der Sinn des Rades: Relativ billig anzuschaffen, unbürokratisch und ich kann mit etwas gutem Willen überall(!) fahren. Und es passiert kaum Nennenswertes. Wage ich so als jahrzehntelanger Rad-User zu sagen. Persönlich hege ich den Verdacht, Radeln stört Manchen weil bis dato gratis.
Zu Ihrer Frage: Ja, ich brauche auch diese Kennzeichen nicht. Meine letzte Verkehrsstrafe ist übrigens aus den 1980er-Jahren.

Das versteh ich alles.
mir wird nur Angst und Bange, wenn ich in ua in diesen Postings lese, dass sich Radfahrer darüber beschweren, dass Fussgeher einfach so über einen Schutzweg gehen. Auch als Radfahrer muß man (zumindest rudimentäre) Kenntnisse die StVO betreffend haben. Aus meiner Sicht wir (auf lange Sicht) kein Weg daran vorbei führen, dass auch Radfahrer ihre Kenntnisse der StVO nachweisen müssen, denn sonst hat man auf den Strassen eine zunehmen größer werdende Verkehrsgruppe, die sich selbst und andere gefährdet, da sie die Regeln des Strassenverkehrs nicht kennt. Und ich will nicht warten, bis das erste Kind durch einen Radfahrer stirbt, weil sich dann sicherlich kleinformatige Tageszeitungen dieses Themas annehmen..............

Hundenummerntafeln fehlen noch

Irrtum. Die gibts; sie heißen nur Hundemarke.

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