Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Zusperren alleine ist zu wenig. Die Justiz muss auch für ärztliche, psychologische und sozialarbeiterische Betreuung der Häftlinge sorgen. Das Personal wird von einer Bundesagentur rekrutiert.
Wien - Wer beruflich hinter Gittern zu tun hat, muss ein "hohes Maß an psychischer Belastbarkeit" und "Flexibilität im Umgang mit hierarchischen Strukturen" mitbringen. So steht es schon in der Ausschreibung für die offene Stelle als diplomierter Krankenpfleger in der Justizanstalt Wien-Josefstadt. In anderen Gefängnissen werden Psychologen und Sozialarbeiter gesucht, bald soll es außerdem eine landesweite Chefärztin oder einen Chefarzt für den Strafvollzug geben. Die Bewerbungsfrist für den 20-Wochenstunden-Job mit einem Bruttogehalt von 5000 Euro endet Mitte August.
Für das Betreuungspersonal abseits der Justizwache ist seit 2009 die Justizbeschaffungsagentur (JBA) zuständig. Sie ist eine Anstalt öffentlichen Rechts, nicht gewinnorientiert und zu 100 Prozent im Eigentum der Republik. Derzeit hat die JBA rund 220 Angestellte. Vier Fünftel davon sind im Strafvollzug tätig, der Rest ist im Rahmen des Kinderbeistandes bei Gericht, der Familiengerichtshilfe und für Dolmetschaufgaben eingesetzt. "Außerdem verstärken wir die Korruptionsstaatsanwaltschaft mit Fachleuten", umreißt JBA-Geschäftsführer Jürgen Atzlsdorfer im Standard-Gespräch die Einsatzgebiete.
Die letzte Entscheidung in Personalfragen hat zwar nach wie vor das Justizministerium, bisher wurden aber die Vorschläge der JBA fast immer übernommen. Atzlsdorfer legt auch Wert auf den Umstand, dass gerade im Strafvollzug nichts über die Köpfe der Anstaltsleitungen entschieden wird. Was auch deswegen wichtig sei, weil die Gehälter für das Betreuungspersonal aus den Gefängnisbudgets bezahlt werden. Die Justizwache hingegen erhält ihr Geld direkt vom Bund.
Vielleicht auch deswegen ist das Verhältnis zwischen Justizwache und JBA nicht gerade das beste. Vor wenigen Tagen hatte Albin Simma, der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft von der VP-nahen FCG, im Standard die Agentur für eine "aufgeblasene Verwaltung" verantwortlich gemacht, die noch dazu teuer sei.
Was Agenturchef Atzlsdorfer überhaupt nicht nachvollziehen kann und zurückweist. "Erstens erhalten wir die Aufträge direkt vom Ministerium, zweitens hat sogar der Rechnungshof festgestellt, dass wir der Bundesverwaltung helfen, Kosten zu sparen."
Konkret gemeint ist damit das 2010 eröffnete Forensische Zen trum Asten, wo etwa 90 geistig abnorme Rechtsbrecher von 64 Vollzeitfachkräften betreut werden. Der Rechnungshof hat ausgerechnet, dass das im Vergleich zum früher vom Bund finanzierten Maßnahmenvollzug jährlich 8,2 Millionen Euro im medizinischen Bereich einspart.
Für von der JBA vermitteltes Personal gilt der Kollektivvertrag für den privaten Gesundheits- und Sozialbereich (BAGS): Diplomierte Krankenpfleger erhalten für eine 38-Stunden-Woche 2300 Euro brutto monatlich. Für Allgemeinmediziner beträgt das Einstiegsgehalt rund 2500 Euro, dazu kommt eine Gefahrenzulage von 160 Euro und gegebenenfalls eine Funktionszulage von 845 Euro monatlich. (Michael Simoner, DER STANDARD, 3.8.2012)
In Österreich gibt es 27 Justizanstalten, zehn davon in Niederösterreich. Die Justizanstalt Schwarzau südlich von Wiener Neustadt ist die einzige für Frauen, in einer gesonderten Abteilung können dort aber auch 22 Männer im gelockerten Vollzug untergebracht werden. Das größte heimische Gefängnis ist die Justizanstalt Wien-Josefstadt mit rund 900 (aber fast immer überbelegten) Haftplätzen (Straf- und Untersuchungshaft). Knapp 8900 Personen sitzen derzeit hinter Gittern, rund 200 dürfen ihre Reststrafe mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause absitzen. (simo)
Erneut stemmen sich zwei Familien aus Tschetschenien samt Unterstützern gegen die drohende Abschiebung nach Russland. Für beide gab es trotz klarer Hinweise auf Verfolgung kein Asyl
Behörden ermitteln, ob 27-Jähriger heimlich ägyptische Staatsbürgerschaft annahm - Auslieferungsantrag unabhängig von Staatsbürgerschaft
Verstrahlter Behälter aus Innsbruck soll mit falschem Etikett nach Seibersdorf geschickt worden sein
Man trage an der Verstrahlung zweier Mitarbeiter in Seibersdorf keine Schuld, betont der Rektor der Uni Innsbruck. Der Behälter sei korrekt versiegelt gewesen
Brand soll bei Flämmarbeiten ausgebrochen sein: Ein Feuerwehrmann wurde verletzt, Feuer inzwischen gelöscht
Großfahndung mit Hubschrauber verlief negativ
Die Einfahrt in der Esterházygasse sei für Einsatz- und Notarztfahrzeuge reserviert, so ein Krankenhaussprecher
Auf Heimfahrt von Feuerwehrfest verunglückt
37-jährigem Mann war bei einem Unfall in einer Sandgrube der Unterarm abgerissen worden - Operation in Wien sehr gut verlaufen
Spezialfahrzeug kühlte entweichendes Propangas
Tibor A. wurde Freitagvormittag im Wiener AKH operiert
Vor 2014 ist laut Holding Graz mit dem Beginn einer Renovierung nicht zu rechnen
Ein 13-Jähriger vergewaltigte eine Achtjährige. Kurt Kurnig, Leiter des psychologisch-psychotherapeutischen Dienstes der AVS Kärnten, sieht mehrere Hintergrundmotive für die Tat
Mithilfe von Kunst und viel Initiative der Bewohner mausert sich ein alter Grazer Stadtteil mit neuem Namen: das Annenviertel. Immobilienentwickler reagieren. Andere fürchten schon um die Diversität, die den Ort ausmacht
Streit um Aufarbeitungsmaßnahmen - Richter sieht Missverständnis
Der Ministerrat beschäftigte sich mit der Strafverschärfung bei Sexualdelikten. Bei einer Tagung zum Thema zeigte sich: Die Haftdauer ist bereits gestiegen
Tier sprang vor Auto auf die Fahrbahn - Besitzer noch nicht ausgeforscht
Grünen-Anfrage, Entschuldigungsbrief: Polizeiaktion gegen Schau zur Lage der Roma wird zur Politaffäre
Neues Dienstzeichen- und Verwundetenmedaillengesetz
37-Jähriger geriet mit Unterarm in laufendes Rüttelsieb
Koalition mit FPÖ einig - Initiativantrag dürfte noch vor dem Sommer beschlossen werden
Gesundheitliche Gefährdung und negative Auswirkungen auf Natur- und Landschaftsgebiete befürchtet
Einweisung in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher - Keine Milderungsgründe, daher Höchststrafe
Angeklagte verwendete 34.000 Euro Landesgeld für private Zwecke
Gefängnis haben Frauen in der Regel nicht nötig angedroht zu bekommen
Frauen sind freiwillig beim Roten Kreuz; Frauen sind sogar freiwillig beim Bundesheer !
anders da die Männer; Haben Wir in Österreich nicht Gefängnisse bereitstehen; und zwar mit Gefängisplätzen in ausreichender Zahl; dann würden diese nichtswürdigen Kreaturen ja nicht zu Zivildienst und Bundesheer kommen ihren Dienst tun; und das nahezu unentgeltlich; so weit geht es Uns hier ganz gut
Wir kommen nämlich ohne diese mittlerweile nicht mehr aus
Zahlen Hunderter pro Monat an Sozialversicherungen aber abholen tut Uns ein Armer, der sonst ins Gefängnis gesperrt wird
Geht es aber um das Trinkgeld, geht es auch freiwillig ?
für mich ist das auch ein haufen kohle aber alles ist relativ:
netto bleiben ca. € 3000.- übrig und die "marktlage" ist privat so, dass sie für so einen verantwortungsvollen job d'runter kaum jemand dafür kriegen.
dazu wird ein spezialist mit erfahrung in ganz bestimmten bereichen gesucht, nicht "irgendein" arzt...
mind 6 Jahre Studium, 6-9 Jahre Facharztausbildung mit Turnus, einige Jahre Oberarzt Erfahrung und ziemlich sicher auch Erfahrung in leitenden Positionen.
Da frag ich mich eher wer mit solchen Qualifikationen und in dem entsprechendem Alter (45+) Teilzeit arbeiten geht!
Wieso musste schon wieder eine eigene Einrichtung geschaffen werden? Wozu gibt es die Personalabteilungen im Justizministerium und in der Vollzugsdirektion? Wozu gibt es die Job-Börse des Bundes? Wozu wurde die Bewährungshilfe privatisiert (Verein Neustart)?
Zwei Geschäftsführer (Rot und Schwarz, nehme ich mal an) und zig andere Doppelgleisigkeiten verschlingen mehr Geld und machen das ganze Justizwerkel noch träger, als es schon ist.
Dazu kommt die Ungerechtigkeit von zwei Gehaltsschemata: Bundesdienst und die jeweiligen Kollektivverträge.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.