Erhöhter Tagsatz für Flüchtlinge in Österreich ist noch zu wenig

Irene Brickner, 2. August 2012, 18:18
  • Die Zahl zu versorgender Asylwerber hat in den vergangenen Jahren beträchtlich abgenommen - Plätzemangel herrscht dennoch.
    foto: heribert corn

    Die Zahl zu versorgender Asylwerber hat in den vergangenen Jahren beträchtlich abgenommen - Plätzemangel herrscht dennoch.

Nach STANDARD-Berichten über Missstände in Flüchtlingspensionen und chronischen Plätzemangel wird Kritik laut. Um Asylwerber kostendeckend zu versorgen, müsse der Tagsatz fast verdoppelt werden, meint Peter Hacker vom Fonds Soziales Wien

Wien/Eisenstadt - Für Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien (FSW), geht es in der Diskussion um Missstände in Asylwerberpensionen (DER STANDARD berichtete) bei gleichzeitigem Unterkunftsmangel unter anderem ums Geld. Die dieser Tage rechtlich fixierte Erhöhung des Tagsatzes für Beherbergung, Essen, Hygieneartikel, Betreuung von 17 auf 19 Euro sei unzureichend, meint er.

"Unter 25 bis 30 Euro pro Tag und Flüchtling ist Unterbringung im Grunde unrealistisch", sagt Hacker - der mit dem FSW jener Institution vorsteht, die in Wien, wo bundesweit mit Abstand am meisten Asylwerber leben, auch die Flüchtlingsunterbringung koordiniert. In diesem Zusammenhang übt er Kritik an der Kritik des Innenministeriums an den, wie es dort heißt, "säumigen" Ländern.

Diese nämlich hätten "schon seit Jahren eine Valorisierung eingefordert" - und zwar im Rahmen der Gespräche über die seit 2004 bestehende Bund-Länder-Grundversorgungsvereinbarung zur Flüchtlingsunterbringung. Wenn das Innenministerium jetzt so tue, als müssten die Länder von der Tagsatzerhöhung erst überzeugt werden, sei das unzutreffend.

Zahlreiche Konkurse

Vielmehr, so Hacker, sei seit 2005 eine Reihe von Asylwerberheimen und -pensionen in Konkurs gegangen. "Heute stehen um 10.000 Plätze weniger zur Verfügung." Wenn das Innenministerium jetzt ankündige, in bundeseigenen Kasernen Wohnmöglichkeiten suchen zu wollen, "so löst das an jedem möglicherweise betroffenen Ort zwar Knieschlottern aus". Zur Problemlösung trage es jedoch nicht bei. "Statt Großeinrichtungen braucht es kleinere, lokale Unterkünfte."

Und es müsse umgedacht werden: Neben einer weiteren Erhöhung der Tagsätze sollten "Asylwerber in die Lage versetzt werden, für ihren Unterhalt selbst zu sorgen". Sprich: Sie sollten das Recht erhalten zu arbeiten: eine Forderung die u. a. auch von Gewerkschaften, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung sowie Flüchtlingshilfs-NGOs gestellt wird.

Innenministerium weist Kritik zurück

Zum Arbeitsrecht für Asylwerber will Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck nichts sagen. Die Kompetenz dafür liege woanders.

Die Kritik aus Wien an der unzureichenden Tagsatzerhöhung weist er jedoch zurück: "Die Erhöhung von 17 auf 19 Euro wurde vom Land Wien zur Grundversorgung am 28. März mitbeschlossen: im Bund-Länder-Koordinationsrat, der Änderungen bei der zu 60 Prozent vom Bund und zu 40 Prozent von den Ländern finanzierten Grundversorgung konsensual absegnen muss.

Auch seien die Flüchtlingspensions- und Heimkonkurse in den Ländern nicht zu wenig Geld geschuldet. Sondern mangelnder Auslastung: "2005 waren an die 29.000 Asylwerber untergebracht, diesbezüglich der Höchststand. Seither hat die Zahl von Asylanträgen und somit Unterzubringender abgenommen, auf derzeit 18.816 Grundversorgte."

Trotzdem, so Grundböck: "Es liegt bei den Ländern, für Unterbringungsreserven zu sorgen" - für Situationen wie jetzt, wenn wieder mehr Flüchlinge kommen.

Rezar verspricht Abhilfe

Und es liege auch in Länderkompetenz, auf akzeptable Unterbringungsqualitäten zu schauen. Nach dem Standard-Bericht über autoritäre Wirte, Überbelag und schlechte Versorgung von Asylwerbern im Burgenland hieß es dazu beim zuständigen Landesrat Peter Rezar (SP), man wolle rasch für Abhilfe sorgen, "wenn wir nur die nötigen Infos bekommen". Das wundert Gerlinde Grohotolsky von der Plattform Bleiberecht Burgenland: "Infos über die Zustände liegen Rezar schon seit längerem vor." (Irene Brickner, DER STANDARD, 3.8.2012)

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Dass das Geld nicht zur Gänze an den Asylwerber in bar ausgezahlt wird,

das ist doch sch... (schnurz)egal. Es ist gutes Geld und es ist unser Geld.

verstehe: Egal wer es bekommt: das geld ist gut, die asylwerber sind böse und leben auf deine Kosten im Luxus.

verkauf mal alles was du hast und gib das Geld einem Schlepper. Der besorgt dir einen tschetschenischen pass und bringt dich zur Ostgrenze.

Laß dich finden, sprich kein Wort deutsch, ruf laut "ASYL", iß vor den bamten deinen tschetschenischen Pass auf und schon kannst Du das Luxusleben eines Asylanten in Ö führen. Mit etwas Glück sogar im ***** Wellness-Resort "Saualm".

Viel Spaß!
(Nur auf den Porsche mußt du dann wohl verzichten.... aber vielleicht schenkt dir die caritas ja ein rostiges Klapprad...)

Einem Österreicher, der fleißig arbeitet,

wird von seinem Lohn fast die Hälfte abgezogen. Und einem Asylwerber, der unehrlich ist und nicht einmal sagt, wo er herkommt, wird jede Menge Geld "zur Verfügung gestellt". Das sagt eigentlich alles...

Asylwerber DÜRFEN nicht arbeiten!

Und wenn sie es doch tun ist es ein Abschiebungsgrund (und somit in manchen Fällen somit auch gleich ein todesurteil).

daß du selbst auf diese grauenhafte Situation so neidisch bist, sagt eigentlich auch alles, Herr Asyllicit mit nigelnagelneuem Super-Porsche.

JEDE MENGE GELD??

730€ für eine 4köpfige Familie für Miete, Essen und alles, was man sonst so braucht? Ein Österreicher kriegt vom Sozialamt mehr, wenn er allein ist! Oder meinen Sie die 40€ pro Person, wenn sie in einem Quartier leben? Von dem sie dann Fahrtkosten, Hygienemittel, Kindergartenbeiträge etc. zahlen sollen? Nochmal: die 19€ pro Tag gehen an die Quartiergeber, die zu 100% Österreicher sind, und damit ihr eigenes Leben finanzieren. Das ist also deren "fleißige Arbeit" - und die zahlen wieder Steuern. Warum regen Sie sich also nicht auf, dass Straßenbahnfahrer, Beamte, etc. von Ihrem guten Geld finanziert werden?

Und falls Sie es noch immer nicht geschnallt haben: AsylwerberInnen würden ganz sicher selbst "fleißig arbeiten" -dürfen aber nicht!

was jeder alles "ganz sicher sebst" machen würde

lassen wir bitte im reich der märchen, wo es auch hingehört

eine vierköpfige familie bekommt pro jahr 29660€, das sind 2471,67 pro monat

das ist mehr als der durchschnitt der österreicher mit arbeit verdient

das ist nicht nichts, dafür will man gute unterkünfte, aber auch kooperation. punkt.

noch mal ganz langsam für Sie zum mitschreiben: das geld bekommt nicht die vierköpfige familie, sondern der österreichische wirt. punkt.

ja eh

trotzdem sind das die kosten für den steuerzahler

geschätze 133mio jährlich

ist übrigens die höhe der studiengebühren bzw. der abgeschafften erbschaftssteuer

Also ist das UNSER Geld, das da grosszuegig verteilt wird,

oder nicht?

Möchtest du sie lieber legal arbeiten lassen, zur Kriminalitä zwingen oder oder doch eher verhungern lassen, um "UNSER Geld" einzusparen?

Es ist übrigens auch UNSER Geld ( und zwar viel mehr davon), mit dem wir UNSERE Banken (gehören ja jetzt alles Steuerzahlern) retten und UNSERE politische Korruption bezahlen.........

Da gebe ich es lieber Asylwerbern!

sie faseln da immer von verhungern

ihnen ist schon klar, dass die grundversorgung vollpension miteinschließt?

oder glauben sie, der wirt kriegt das nur für die nette atmosphäre?

@Gutmensch Eine Antwort auf meine Frage

war das nicht...

Ja, es ist "unser Geld" und eines der reichsten Länder der Erde kann sich das locker leisten (Im Unterscheid zu Bankenrettung, Korruption und Steuergeldlotteriespeielen an der Börse)

"Großzügig" ist die verteilung nur in den Augen von kleinkarierten, geizigen Neidern- die realität der Asylanten sieht halt anders aus, als du sie aus der Porsche-perspektive siehst.

Schon wieder falsch: Eines der reichsten Länder...

Wenn jemand mehr Schulden hat, als er sich in zehn Jahren ersparen kann, dann ist es wohl zynisch, diesen Menschen als reich zu bezeichnen. Und bei Staaten ist es wohl ebenso...

Verstehe... Österreich ist also ein bitterarmes Land. nur die Asylanten leben in purem Luxus ...

*gähn*
er macht auch auf Kunststoff.. Langsam wird deine asyllicitäre Realitätsverweigerung fad...

sorry...

... die ersten Worte nach dem *gähn* gehören woanders hin....

Selten so viel Unsinn zu diesem Thema gelesen.

die 19 Euro werden für die Lebenshaltungskosten an die Unterkunftgeber bezahlt. Das Taschengeld ist mit 40 Euro relativ knapp bemessen.

genau deswegen hab ich den thread auch gepostet!!!

die Kronenzeitung, das Juwel unserer Medienlandschaft, hat mal wieder zugeschlagen!
Unglaublich, dass eine derartige Verdrehung von Tatsachen ungestraft möglich ist!
Deshalb hab ich in dem thread, auf den ich von einer Bekannten aufmerksam gemacht wurde, auch mehrmals den folgenden link platziert:

http://medienservicestelle.at/migration... ersorgung/

Das Augenmass fehlt.

Wenn ein Österreicher täglich 8 Stunden arbeiten muss, um am Monatsende 1200 Euro für seine Familie nach hause zu bringen, dann darf man für eine Asylwerberfamilie nicht das Doppelte an Steuergeld ausgeben.
Plus Taschengeld.
Plus Sozialversicherung gratis.
Plus Anwaltskosten gratis.
Warum ist eine Asylwerberfamilie so viel mehr wert als ein ganz normaler Österreicher?

Nachdem du dir ja erst kürzlich einen nigelnagelneuen Super-Porsche gekauft hast, kann es ja mit den Steuern Zwecks Luxusasyl nicht so übertrieben schlimm sein....

... wie weit kommst du mit dem Luxusgeschoß eigentlich spritmäßig mit den 40 EUR Taschengeld, daß ein Asylant pro Monat bekommt?

das geld geht nicht an die asylwerberInnen, sondern an die wirte.

und die sind zu 100% österreicherInnen und leben mit ihren familien von dem geld, das sie für die versorgung von asylwerberInnen kriegen.
asylwerberInnen, die nicht in flüchtlingsquartieren wohnen, sondern sich selbst versorgen, erhalten 110€ für miete und 180€ für verpflegung monatlich. eine familie erhält maximal 220€ miete, jedes kind 80€ für verpflegung. taschengeld gibts keines, sozialversicherung auch nicht, sondern nur krankenversicherung. eine 5-köpfige Asylwerberfamilie bekommt also 820€ + Krankenversicherung. Ohne jede weitere Sozialleistungen. Eine österr. Familie erhält 1648,96€ BMS (also mehr als das doppelte) + Krankenversicherung + ca. 425€ Familienbeihilfe. Also wer ist hier mehr wert??

die rotstrichler können wohl nicht +/- rechnen.

Für das Geld wär ich nicht einmal halbtags arbeiten gegangen. Du hättest was Gscheites lernen sollen.

@baroli Sie beziehen immer alles auf sich

oder auf den Diskussionspartner. Lesen Sie einfach nocheinmal und diesmal langsam: "Wenn ein Österreicher täglich 8 Stunden arbeiten muss, um am Monatsende 1200 Euro für seine Familie nach hause zu bringen...". Sie das Sie? Oder bin das ich? Oder ist das ein Beispiel, das von uns beiden verschieden sein kann? Schwierige Frage...

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