Wenn der Erfolg tatsächlich Gewicht hat

2. August 2012, 18:05
  • Rim Jong-sim hat sich sehr angestrengt. Dafür erwartet die 19-Jährige daheim in Nordkorea relativer Luxus.
    foto: reuters/suhaib salem

    Rim Jong-sim hat sich sehr angestrengt. Dafür erwartet die 19-Jährige daheim in Nordkorea relativer Luxus.

Die Führung des stalinistischen Nordkorea jubelt über goldene Spiele - Auf den Athleten lastet enormer Druck

London/Pjöngjang - Viermal Gold, einmal Bronze, Rang fünf im Medaillenspiegel - Nordkorea bejubelt nach fünf Wettkampftagen in London bereits doppelt so viele Olympioniken wie nach den gesamten Spielen vor vier Jahren in Peking. Die staatliche Nachrichtenagentur berichtet eher nicht, dass Südkorea noch besser liegt, jedenfalls aber von regelrechtem Freudentaumel in der Demokratischen Volksrepublik. Tatsächlich jüngster Auslöser einschlägiger Kundgebungen war die Gewichtheberin Rim Jong-sim. Die 19-Jährige gewann die Klasse bis 69 Kilogramm. Dass sie dabei im Stoßen weit mehr als das Doppelte ihres Körpergewichts zur Hochstrecke brachte und im Zweikampf auf satte 261 Kilogramm kam, erregte bei Nichtnordkoreanern etwas Argwohn.

Die Reaktion des Teenagers auf den Triumph war jedenfalls vorbildlich. Wie zuvor schon Gewichtheber-Kollege Om Yun-chol und die Judoka An Kum-ae widmete sie den Erfolg der Heimat, dem verstorbenen "Großen Führer" Kim Jong-il sowie dessen Sohn und Nachfolger Kim Jong-un. "Auch wenn es ein sehr enger Wettbewerb war, hatte ich die Kraft, um unserem obersten Führer Freude zu schenken", sagte Rim Jong-sim und versprach, "nicht gierig oder stolz zu sein und noch mehr Gold zu gewinnen."

Da tut sie gut daran, denn Erfolg sei eine Frage von "Leben und Tod", sagte der ehemalige nord koreanische Judoka und Überläufer Lee Chang-soo. Für seine Niederlage im Finale der Asienspiele 1990 gegen einen Gegner aus Südkorea sei er als Zwangsarbeiter in einem Bergwerk gelandet. Ungeklärt ist immer noch das Schicksal des Fußballtrainers Kim Jong-hun. Nachdem seine Mannschaft alle drei Spiele bei der WM 2010 in Südafrika verloren hatte, wurde er aus der Partei ausgeschlossen und wegen des "Verrats" gezwungen, als einfacher Arbeiter zu wirken. (sid, DER STANDARD, 3.8.2012)

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grauenhafte zustände

da lob' ich mir, wie's unseren teilnehmern ergeht.

(olympische touristen, die mit der gebotenen wiener gemütlichkeit im einen oder anderen bewerb antreten, wobei sie selbstredend höflich genug sind, den anderen teilnehmern den vortritt zu lassen)

Klassenkampf!

>>Die 19-Jährige gewann die Klasse bis 69 Kilogramm. Dass sie dabei im Stoßen weit mehr als das Doppelte ihres Körpergewichts zur Hochstrecke brachte und im Zweikampf auf satte 261 Kilogramm kam, erregte bei Nichtnordkoreanern etwas Argwohn. <<

"Weit mehr als das Doppelte"? Gerade das 2,1-fache, und wenn man sich die anderen Gewichtsklassen ansieht ist das eher Unterdurchschnittlich! So wurde in der bis 53kg-Klasse mit dem fast 2,5-fachem gewonnen, aber die kommt ja nicht aus Nordkorea...

Also beim Rogan haben Sie nicht Mathe gelernt.

Der typische Neid aus Österreich?

NK 1
Austria 0

Dass der nordkoreanische Fussballtrainer überhaupt noch sein Rückflugticket genutzt hat, wunderte mich damals eh.

Sippenhaftung. Deswegen hält sich das Regime in NK ja eisern an der Macht.

Natürlich hätte er wie viele Andere auch einfach untertauchen können, im Wissen, dass seine Familie für seinen "Verrat" hätte büssen müssen...

gehört dieser auswuchs menschlichen primitivismus

nicht inhaltlich zum sport ???, es entspringt doch der eigentlichen philosophie.

Kennt wer den olympischen gedanken noch ???

grüsse

steckt da nicht dieser

kim-jong-matsch-ina

dahinter? Wer weiß mehr?

Habe mir mal eine Doku auf ARTE über Chinesische Trainingsschulen für Turnerinnen angesehen, ich kann nur sagen, wenn man hier so trainieren würde hätten wir auch Medaillen, aber bei uns haltet diesen Umgang leider niemand mehr aus, und wir fangen zu spät an, die mädls dort waren zwischen 4-12!

Leistungssport auf dem Niveau ist einfach nur noch Schwachsinn und ich würde gerne Eltern, die ihr Kind zu sowas animieren, die Erziehungsberechtigung entziehen. Außer bleibenden körperlichen Schäden hat das Kind selten was davon. Aber hauptsache die Eltern können ihren Ehrgeiz am Kind abreagieren. widerlich.

und wieso sollte man das den kindern antun, damit sich die leute, weil ihr ??land?? so toll ist, mal einen ordentlich von der palme wedeln können???

wedeln tu ich zu ganz was anderes, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden!

und sie glauben das ist bei den amis oder den russen (oder irgendwo im turnbereich, wo tatsächlich olympische medaillen rausschauen) anders?

von dor gibt es keine bilder oder ähnliches also denke ich schon das es anders ist, aber bitte belehren sie mich eines bessern

Wenn sie mit 12 erst zu turnen beginnen ist das viel zu spät für die Weltspitze. Bis sie die Elastizität und Dehnung wieder aufgeholt haben sind sie SportlerInnen viel zu alt.

Habe ja nicht gesagt, das sie erst mit 12 beginnen; die fangen schon mit 4 oder so an, und werden mit echter Gewalt und Brutalität getrimmt, ähnlich auch bei Keirin, Turnen, Schwimmen etc. Erfolg um jeden Preis!

es war mal ein erschütterndes foto in der kleinen zeitung

von einem ca. 5jährigen kind das im spagag am boden saß und vornübergebeugt und der trainer saß auf seinem rücken drauf und dem kind weinte bitterlich vor schmerzen.....

da ist es mir lieber österreich gewinnt keine medaillen als so eine andauernde jahrelange körperverletzung.

Leider? Da sind mir doch keine Medaillen lieber.

Das ist die Globalisierung.

Den Asiaten steht jetzt wohl das selbe Zeug zur Verfügung wie unsirgen-und siehe da....

und das auch noch ohne trainingskontrollen.

in den asiatischen ländern machen die kinderchen

jeden morgen gymnastik. und sport wird an den schulen groß geschrieben. gibt es in österreich an den pflichtschulen überhaupt noch turnen?

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