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Wien - Bei den Ermittlungen um die alte Kommunalkredit liegt nun ein Teilgutachten vor, das sich mit den Konstruktionen zur Verlustverschleierung vor der Ende 2008 erfolgten Notverstaatlichung beschäftigt, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" laut Vorausmeldung. Demnach hat Gutachter Gerhard Altenberger für die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) die Vorgänge unter die Lupe genommen. Das Hauptgutachten im Ermittlungsverfahren gegen Ex-Kommunalkreditchef Reinhard Platzer und andere werde im Herbst erwartet, so der Sprecher der WkstA, Erich Mayer, zum Magazin.
Im Gutachten kommt der frühere Vorstand ins Visier: Der Aufsichtsrat der Kommunalkredit sei weder über Vorbereitung noch Durchführung und Kosten der die Verluste verschleiernden "Transformator"-Struktur in Kenntnis gesetzt worden. Mittels dieser "Transformator" genannten Konstruktion seien innerhalb der Kommunalkredit Wertpapiere an Briefkastenfirmen (Terra 1, 2, 3) verkauft und über ein Vehikel (Rosetta) wieder zurückgekauft worden. Im künstlichen Kreislauf seien die Verluste verpufft, die sonst schon früher aufgeflogen wären.
Allerdings hätten in der Zeit nach der Lehman-Pleite viele Großbanken derartige "Reklassifizierungen" vorgenommen, so das Gutachten.
Großveranlagungsgrenzen nicht eingehalten
Formell sei die Umsetzung des "Transformators" durch Beschluss des Gesamtvorstands am 1. August 2008 mit einem Maximalvolumen von 1,45 Mrd. Euro beschlossen worden. Danach seien in der Kommunalkredit Wertpapiere im Volumen von fast 2,4 Mrd. Euro Nominale durch "Reklassifizierung" einer Neubewertung entzogen worden, in der zypriotischen Tochter Kommunalkredit International Bank seien 1,64 Mrd. Euro umgewidmet worden. Der Effekt: Zum Stichtag 1. Oktober 2008 eine Verlustvermeidung von 208,8 Mio. Euro in der Kommunalkredit und ein positiver Effekt von 127,9 Mio. Euro in der Zypern-Tochter.
Durch die Transaktionen bzw. damit verbundene Kreditvergaben seien offenbar auch die Großveranlagungsgrenzen nicht eingehalten worden. Außerdem seien die Kosten von acht Mio. Euro zur "Vermeidung eines Verlustausweises durch die Umklassifizierung von Wertpapieren" unnötig gewesen, denn als die Transformator-Struktur aufgebaut war änderten sich laut Gutachten die internationalen Bilanzierungsstandards dahingehend, dass die Verlustverschleierungsaktion auch ohne die aufwendige Auslagerung von Wertpapieren möglich gewesen wäre.
Die Kommunalkredit wurde nach der Notverstaatlichung zweigeteilt, in die KA Finanz mit ihren staatsgestützten Milliardenrisiken und in eine Kernbank, die jetzt privatisiert werden soll. (APA, 2.8.2012)
Der Verkauf der Kommunalkredit Austria ist geplatzt. Die Bank wird zur Untoten, darf nun kein Neugeschäft mehr machen
Die Bank sei zu diesem Zeitpunkt nicht verkäuflich, die Republik hofft, dass Brüssel keinen Zwangsverkäufer schickt
Gutachter entlastet Ex-Bankerin und gegenwärtige Unterrichtsministerin
war im Vorstand ab 1. Juli 2004 für Finanzierungen zuständig. In ihrer Zeit im Vorstand explodierten die Hochrisiko-Geschäfte. Waren es Ende 2003 ca. 70 Millionen, fanden sich in der Bilanz 2004 schon 1,27 Milliarden CDS. Ende 2005 waren es 3,74 Milliarden oder um 194,5 Prozent mehr, Ende 2006 dann 6,7 Milliarden (plus 79 Prozent).
Alleine dass man in den Medien den Namen Schmied unterdrückt sagt ja schon sehr viel aus;die jetzige Unterrichtministerin war federführend als Vorstand mitverantwortlich für dieses Milliardendesaster; nur weil sie die richtigen Parteifreunde hat, wird sie geschont und ist Ministerin
"Die ganz oben" verweisen stets auf "die ganz unten", wenn's um Malversationen geht. Wobei in Österreich bekanntlich die Regel gilt, daß ohne den Sanktus von "ganz oben" "ganz unten" aber rein schon gar nichts geht.
Die aktuellen Hypes rund um Martinz und Uwe Scheuch könnte man als typische Beispiele für ein Bauernopfer sehen: drängt sich doch aufgrund der bisherigen Erkenntnisse der Verdacht auf, daß die Kickbacks gar nicht in die Kärntner ÖVP-Parteikassa geflossen sind, sondern an höherer Stelle gelandet sind. Jedenfalls verdichten sich die Hinweise, daß man in Kärnten auf der Suche nach den 65.000 Euros noch immer nicht fündig geworden ist.
Sehe ich auch so. Ist kriminell.
Ich kann mit der Meldung "Bilanzierungsstandards geändert ... sodaß vErschleierung auch ohne .. möglich ist" aber nichts anfangen. Kann ich mir nicht vorstellen, daß sowas einem "true and fair view" entspricht.
und bei der Qualität des hiesigen Journalismus .... weiß da jemand etwas genaueres? Ich werd's doch hoffentlich wenigstens extra ausweisen und im Geschäftsbericht extra anführen müssen!
.. es wird doch niemand jetzt das menschenrecht auf rendite in frage stellen... https://blog.axylant.com/magicherb... ie-zocker/
1. Jeder Mensch unabhängig von Alter und Herkunft hat ein Recht auf ein Smartphone.
2. Jeder Mensch hat das Recht sich bewußtlos zu trinken wo und wann er/sie will.
3. Jeder Mensch darf sich immer und überall Vorteile verschaffen wo er/sie kann.
Eine typische APA-Meldung mit.... wie sagen wir's höflich, typischen Einschlag zur roten Reichshälfte hin:
"Im Ermittlungsverfahren gegen Ex-Kommunalkreditchef Platzer und andere..."
"UND ANDERE...."!
Platzer war die scharze Vorstandshälfte, der ÖVP-Mann.
Die SPÖ-Hälfte im Kommunalkreditvorstand?
Unsere hochverehrte Fr. Unterrrichtsministerin Schmied.
Die aber in dieser APA-Meldung selbstverständlich nicht vorkommt.
(Man stelle sich mal das Geschrei vor, wenn die
2. Hälfte ein Kärntner FPÖler gewesen wäre...)
Jetzt lassen'S doch den Mann in Ruhe.
Der ist derzeit damit beschäftigt, die Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene einzuführen, meines Wissens macht er das im Alleingang.
Im Zuge dessen muss er sicher zweimal in der Woche mit diversen ReferentInnen und SekretärInnen im Vorzimmer von Angela Merkel telefonieren.
;-)
Zwischen der offiziellen Funktion eines Aufsichtsrats und der Realitaet klafft halt eine riesige Luecke.
Heute ist "mann" nebenbei Aufsichtsrat in einem Duzend Unternehmen und kassiert dafuer eine ganz nette Gage. Dass es dafuer eigentlich auch Pflichten gibt darueber wird meist hinweggesehen.
... wegen Reklassifi ... emm ... mutmaßlicher Bilanzfälschung vor Gericht stellen. Und am Besten einmal auch die Wirtschaftsprüfer dazu, denn was diese Abzockerkaste alles nicht sieht, das ist schon auffällig.
Ha, eines meiner Lieblingsthemen! Die Wirtschaftsprüfer .... Wieso soll denn ein Auftragnehmer was sehen, was der Auftraggeber eher nicht will. Und man verliert ja den Auftraggeber auch nicht gerne ganz als Kunden.
Und dann hätten wir noch das klitzkleine Problemchen, daß sehr sehr oft ganz junge KollegInnen zum Prüfen rausgeschickt werden. Die können noch gar nicht viel sehen, auch wenn sie vielleicht doch wollten (und sich in jugendlichem Übermut trauten).
Die haben wohl geglaubt das man aus Scheiße, Gold machen kann. Wie verpuffen bitte die Verluste wenn diese von einen Briefkasten zum andern wandern? Die zuständigen Vorstände und der Aufsichtsrat gehören sofort in den Knast.
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