Mit den Cyborgs tanzen

Gerhard Dorfi
2. August 2012, 17:09
  • Besuch aus der Hipster-Hochburg Brooklyn: Light Asylum im Rockhouse.
    foto: stuck!-festival

    Besuch aus der Hipster-Hochburg Brooklyn: Light Asylum im Rockhouse.

Das Stuck!-Festival heizt Musikhungrigen ein: Abseits der klassischen Töne bei den Festspielen wird es mit Light Asylum, Crystal Fighters oder Been Obscene laut

Salzburg - Seit 2010 präsentiert das Yeah!Club-Team rund um Stefan Kalser beim Stuck!-Festival internationale wie heimische Bands aus der Neigungsgruppe Indietronics, Postpunk-Tanzboden und Pop auf den zwei Rockhouse-Bühnen, heuer insgesamt 19 Acts an zwei Tagen, etwa das Duo Light Asylum aus der New Yorker Hipster-Hochburg Brooklyn:

Shannon Funchess und Bruno Coviello haben ihre Keyboards meist auf 1981 getrimmt, der Sound von Yazoo oder den Eurythmics bildet die Folie für etliche Songs. Genau wie New Order. Für Freunde dunklerer Töne werden zudem Electronic Body Music, die Sisters Of Mercy sowie Horrorfilmmusik à la John Carpenter zitiert.

Verweise auf die 1980er liebt auch der heimische Heimwerker Matthias Peyker, der unter dem Künstlernamen A Thousand Fuegos schon einmal den Melancholiker mit Lo-Fi-Folk ins Nachdenkpausen eck schickt.

Noch am Freitag spielt auch das Salzburger Quartett Been Obscene, und zwar mit ebenso dreckigen wie schweren Gitarren aus bester Stonerrockschule. Vom bekannten und bewährten Elektroruder geht es am Samstag zu etwas exotischeren Instrumenten.

Das englische Quintett Crystal Fighters aus dem einstigen Londoner Hackler- und momentanen Olympiastadtteil East End mixt Folkpop, funkigen New-Wave-Postpunk, Rave und baskische Volksmusik zu einem eigenständigen Sound. So kommen Instrumente wie das von zwei Musikern zu spielende xylofonähnliche Txalaparta oder die baskische Flöte Txistu zu ihrer Rockhouse-Pre miere.

Derwin Landau, am Samstag zu Gast, wurde als Gold Panda zum vielbeachteten Produzenten, Komponisten, Remixer und Soundbastler, nachdem er sich in Londoner Platten- und Pornoläden verdingt hatte. Wie Aphex Twin gilt er als manischer Sammler elektronischer Beats, seine Tracks oszillieren zwischen Minimal Tech no, Dubstep, Hip-Hop, B-Movie-Soundtracks und orientalischen Klängen.

Wolfram (Eckert), Kumpel von Hercules & Love Affair und Patrick Pulsinger, lässt seinerseits Giorgio Moroder im House rotieren. (Gerhard Dorfi, DER STANDARD, 3.8.2012)

3. und 4. August

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