Dass Frauen länger leben, liegt auch an den Genen

2. August 2012, 19:27
  • Die Veränderungen im Mitochondrien-Genom schränken nur die Lebensdauer der Männchen ein, nicht der Weibchen.
    foto: standard/imp

    Die Veränderungen im Mitochondrien-Genom schränken nur die Lebensdauer der Männchen ein, nicht der Weibchen.

An Fruchtfliegen bewiesen: Mütter vererben ihren Söhnen Genveränderungen, die für diese schädlich sind, für Weibchen aber nicht

Washington/Wien - Sowohl bei der durchschnittlichen Lebenserwartung wie auch bei extremer Langlebigkeit haben die Frauen die Nase vorn. Das dürfte nicht nur am Lebensstil, sondern auch an Genveränderungen liegen, behaupten australische Forscher im Fachblatt "Current Biology".

Schuld dafür sind die Mütter - wenn die Rückschlüsse aus Untersuchungen an Fruchtfliegen richtig sind. Wie Damian Dowling von der Monash University mit Kollegen herausfand, vererben Fliegenmütter ihren Söhnen Genveränderungen, die für diese schädlich sind, für Weibchen aber nicht. Konkret geht es um Mutationen in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle.

Weitergabe über die Mütter

Im Gegensatz zu anderen Zellbestandteilen besitzen die Mitochondrien ein eigenes kleines Genom, das nur über die Mütter vererbt wird. Da die Veränderungen dem weiblichen Organismus nichts anhaben, werden sie bei der Weitergabe von der Mutter an ihren Nachwuchs nicht herausgefiltert und reichern sich mit der Zeit im Mitochondrien-Genom an.

Bei Fruchtfliegen hätten diese Mutationen über tausende von Generationen die Lebensdauer der Männchen signifikant verkürzt, behaupten die Wissenschafter.

Und sie gehen davon aus, dass dieses Prinzip nicht nur für Fruchtfliegen gelten dürfte, sondern auch für den Menschen und andere Tiere. (tasch, APA/DER STANDARD, 3.8.2012)

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Für was sollte ein Mann auch alt werden sollen? Einige wenige Ausnahmen - die irgendwann nicht nur noch zum Saufen, Wichtigmachen und Sudern gut sind -, ein Großteil könnte eigentlich abtreten, nachdem er seine Zeugungspflicht getan hat. Besten Dank schon im Voraus für die roten Stricherl! :-)

Arm, du hast jedenfalls mein Mitleid.

Ist sicherlich provokant aber aber biologisch nicht ganz von der Hand zu weisen. Eigentlich haben wir es noch ganz gut, "Männer" andere Spezies hat es da wesentlich schlechter getroffen.

gern geschehen

Sofort eine Quote einführen

Wieder werden die Männer von den Frauen benachteiligt, hier sogar schon bei der Geburt ... ts ts ts ...

Ein populistischer Kurzschluss, um die eigene Studie in die Medien zu bringen.

Jedenfalls sinkt die Divergenz zwischen männl. und weibl. Lebenserwartung gerade in europ. Gesellschaft. Die Männer holen also auf. (-> eindeutig nur zu geringem Teil biologische Determination; vielleicht 1 Jahr)
Leben Männer heute viel gesünder?

Wohl nicht, eine Korrelation mit der belastenden Berufstätigkeit drängt sich jedoch auf und kann als belegt gelten. [Stichwort: Industriearbeit, aber auch Stress in Bürojobs (bes. hart in Entwicklungsländern) -> gemeinhin unterschätzte Lebensverkürzung jetzt auch bei Frauen]

demzufolge muesste die Divergenz in zwischen weiblicher und männlicher Lebenserwartung in Afrika und anderen nicht-industrialisierten Gebieten dann geringer sein. Feldarbeit, Hausarbeit, Wasser holen, Huetten bauen etc. sind dort in vielen unterentwickelten Regionen Tätigkeiten, die traditionell von Frauen ausgeübt werden.
Industriearbeit oder Büroarbeit gibt es ja nicht.

Vielleicht sollte man die Studie mit Mönchen und Nonnen wiederholen, die ja einen aehnlich beschaulichen Lebensstil haben, um eine Aussage zu treffen, wie gross der Einfluss der Gene ist.

Diese ÖAW-Studien [von höherer Qualität und Signifikanz als diese Fruchtfliegen-mtDNA-Geschichte] gibt es bereits:
Nonnen und Mönche haben einen nahezu identen Tagesablauf und Mönche eine höhere Lebenserwartung als die restliche männliche Population.
http://www.cloisterstudy.eu/

Es gibt freilich noch offene Fragen und Faktoren, die schwierig zu gewichten sind. (Kriege, Drogen, lebensverkürzende Arbeit...) Jedenfalls wird Stress - trotz eindeutiger Kausalität - in der öffentlichen Debatte wenig thematisiert.

Die Sozialstrukturen in Afrika sind regional unterschiedlich, Mangelernährung/Krankheiten treffen beide Geschlechter. Grundsätzlich ist die LE - im krassen Gegensatz zum frühindust. Europa - aber tatsächlich ähnlicher.

Mönche
Rasen nicht mit dem Auto
Üben keine riskanten Sportarten aus
Sind Üblicherweise nicht Drogen- oder alkoholkrank
Das mit der ärztlichen Vorsorge weiss ich nicht, ob das im Kloster besser gehandhabt wird als im Normalfall

Aber DAS sind die Gründe fürs kürzer Leben.

und: mönche müssen sich nicht mit frauen herumärgern!

ein exemplar wie sie zum beispiel an der seite muss ganz schön lebensverkürzend wirken!

Das hat Esther Vilar schon vor über 40 Jahren auf den Punkt gemacht: "Das zeigt, dass Arbeit krank macht - und deswegen sterben Männer früher":

http://www.youtube.com/watch?v=2... page#t=29s

Schön auch die erfundenen Zahlen von Frau Schwarzer und ihre Probleme, einfache Statistik zu verstehen - als ich letztens nachgesehen habe, wurden Frauen noch immer deutlich älter, nicht so, wie sie schon damals daher phantasiert hat.

und was versteht die Frau Vilar von Wissenschaft?

Genauso hätte man sagen können, dass Männer Kriege führen und deshalb früher sterben. War bis vor 60-70 Jahren auch in Österreich noch richtig.

Sie ist Ärztin und abgesehen davon verfügt sie über den einfachen Hausverstand "innerhalb von einem Jahr ändert sich nicht die Lebenserwartung um 11 einhalb Jahre" - Schwarzer eben nicht.

Sie war sehr sehr kurz Ärztin und arbeitete dann für den Rundfunk, was nicht gerade das beste Licht auf ihre ärztliche Tätigkeit wirft.

Wollen Sie etwa sagen, dass Schwarzer mit ihren vollkommen aus der Luft gegriffenen, bodenlosen Behauptungen recht hatte? Die Geschichte hat sie bestenfalls als schlecht informiert, schlimmstenfalls als ideologisch getriebene Lügnerin entlarvt.

Da haben Sie sicher auch links dazu.

Was soll das youtubevideo dazu konkret beitragen? Bitte.

Habens da genauere Quellen ?

... anhand der Fruchtfliegen... na dann.

Es gibt wissenschaftliche Studien, die zeigen,

dass verheiratete Männer viel länger leben. Allerdings wären sie auch viel eher bereit zu sterben als unverheiratete.

Also die Gschicht geht so, wenn Sies schon zitieren wollen, dieStudie:

Frauen leben im Durchschitt 10 Jahre länger als Männer.
1. Verheiratete Männer leben im Durchschnitt um 5 länger als unverheiratete Männer.
2. Verheiratete Frauen leben im Durchschnitt um 10 Jahre kürzer als unverheiratete Frauen.

Fragen wie, ob bei 2. die Witwen als Verheiratet oder als Verwitwet gezählt wurden, ist natürlich fraglich.

Nein das ist ein Messfehler, die leben nicht länger, es kommt ihnen nur so vor.

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