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Die Veränderungen im Mitochondrien-Genom schränken nur die Lebensdauer der Männchen ein, nicht der Weibchen.
Washington/Wien - Sowohl bei der durchschnittlichen Lebenserwartung wie auch bei extremer Langlebigkeit haben die Frauen die Nase vorn. Das dürfte nicht nur am Lebensstil, sondern auch an Genveränderungen liegen, behaupten australische Forscher im Fachblatt "Current Biology".
Schuld dafür sind die Mütter - wenn die Rückschlüsse aus Untersuchungen an Fruchtfliegen richtig sind. Wie Damian Dowling von der Monash University mit Kollegen herausfand, vererben Fliegenmütter ihren Söhnen Genveränderungen, die für diese schädlich sind, für Weibchen aber nicht. Konkret geht es um Mutationen in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle.
Weitergabe über die Mütter
Im Gegensatz zu anderen Zellbestandteilen besitzen die Mitochondrien ein eigenes kleines Genom, das nur über die Mütter vererbt wird. Da die Veränderungen dem weiblichen Organismus nichts anhaben, werden sie bei der Weitergabe von der Mutter an ihren Nachwuchs nicht herausgefiltert und reichern sich mit der Zeit im Mitochondrien-Genom an.
Bei Fruchtfliegen hätten diese Mutationen über tausende von Generationen die Lebensdauer der Männchen signifikant verkürzt, behaupten die Wissenschafter.
Und sie gehen davon aus, dass dieses Prinzip nicht nur für Fruchtfliegen gelten dürfte, sondern auch für den Menschen und andere Tiere. (tasch, APA/DER STANDARD, 3.8.2012)
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Für was sollte ein Mann auch alt werden sollen? Einige wenige Ausnahmen - die irgendwann nicht nur noch zum Saufen, Wichtigmachen und Sudern gut sind -, ein Großteil könnte eigentlich abtreten, nachdem er seine Zeugungspflicht getan hat. Besten Dank schon im Voraus für die roten Stricherl! :-)
Ein populistischer Kurzschluss, um die eigene Studie in die Medien zu bringen.
Jedenfalls sinkt die Divergenz zwischen männl. und weibl. Lebenserwartung gerade in europ. Gesellschaft. Die Männer holen also auf. (-> eindeutig nur zu geringem Teil biologische Determination; vielleicht 1 Jahr)
Leben Männer heute viel gesünder?
Wohl nicht, eine Korrelation mit der belastenden Berufstätigkeit drängt sich jedoch auf und kann als belegt gelten. [Stichwort: Industriearbeit, aber auch Stress in Bürojobs (bes. hart in Entwicklungsländern) -> gemeinhin unterschätzte Lebensverkürzung jetzt auch bei Frauen]
demzufolge muesste die Divergenz in zwischen weiblicher und männlicher Lebenserwartung in Afrika und anderen nicht-industrialisierten Gebieten dann geringer sein. Feldarbeit, Hausarbeit, Wasser holen, Huetten bauen etc. sind dort in vielen unterentwickelten Regionen Tätigkeiten, die traditionell von Frauen ausgeübt werden.
Industriearbeit oder Büroarbeit gibt es ja nicht.
Vielleicht sollte man die Studie mit Mönchen und Nonnen wiederholen, die ja einen aehnlich beschaulichen Lebensstil haben, um eine Aussage zu treffen, wie gross der Einfluss der Gene ist.
Diese ÖAW-Studien [von höherer Qualität und Signifikanz als diese Fruchtfliegen-mtDNA-Geschichte] gibt es bereits:
Nonnen und Mönche haben einen nahezu identen Tagesablauf und Mönche eine höhere Lebenserwartung als die restliche männliche Population.
http://www.cloisterstudy.eu/
Es gibt freilich noch offene Fragen und Faktoren, die schwierig zu gewichten sind. (Kriege, Drogen, lebensverkürzende Arbeit...) Jedenfalls wird Stress - trotz eindeutiger Kausalität - in der öffentlichen Debatte wenig thematisiert.
Die Sozialstrukturen in Afrika sind regional unterschiedlich, Mangelernährung/Krankheiten treffen beide Geschlechter. Grundsätzlich ist die LE - im krassen Gegensatz zum frühindust. Europa - aber tatsächlich ähnlicher.
Mönche
Rasen nicht mit dem Auto
Üben keine riskanten Sportarten aus
Sind Üblicherweise nicht Drogen- oder alkoholkrank
Das mit der ärztlichen Vorsorge weiss ich nicht, ob das im Kloster besser gehandhabt wird als im Normalfall
Aber DAS sind die Gründe fürs kürzer Leben.
Das hat Esther Vilar schon vor über 40 Jahren auf den Punkt gemacht: "Das zeigt, dass Arbeit krank macht - und deswegen sterben Männer früher":
http://www.youtube.com/watch?v=2... page#t=29s
Schön auch die erfundenen Zahlen von Frau Schwarzer und ihre Probleme, einfache Statistik zu verstehen - als ich letztens nachgesehen habe, wurden Frauen noch immer deutlich älter, nicht so, wie sie schon damals daher phantasiert hat.
Frauen leben im Durchschitt 10 Jahre länger als Männer.
1. Verheiratete Männer leben im Durchschnitt um 5 länger als unverheiratete Männer.
2. Verheiratete Frauen leben im Durchschnitt um 10 Jahre kürzer als unverheiratete Frauen.
Fragen wie, ob bei 2. die Witwen als Verheiratet oder als Verwitwet gezählt wurden, ist natürlich fraglich.
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