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Markus Rogan vor dem Österreicher-Haus in London.
Weltrekord und Weltmeistertitel über 200 m Rücken auf der Kurzbahn in Manchester 2008.
Finale über 200 m Rücken in Athen 2004.
London - Markus Rogan wird wohl nicht mehr bis zu den Sommerspielen 2016 in Rio weitermachen. Das ließ der Wiener am Donnerstag bei der Pressekonferenz im Österreich-Haus mehr als durchklingen. Am Mittwoch wurde der 30-Jährige im Halbfinale über 200 m Lagen aufgrund eines technischen Fehlers bei der Wende disqualifiziert. Die Enttäuschung saß tief: "Ich bin 45.000 Kilometer geschwommen. 200 Meter wollte ich noch schwimmen." Zerknirscht zog er gewissermaßen Karrierebilanz: "Ich habe viel Blödsinn gesagt, aber sportlich war ich immer fair."
Als der Wiener einst im heimischen Sport auftauchte, wurde er von der Öffentlichkeit wohlwollend aufgenommen. Er gab Journalisten freche Antworten auf ihre immer gleichen Fragen und zeigte sich sprachlich gewandt. Das kam zunächst gut an, er hob sich vom langweiligen Einheitsbrei heimischer SportlerInnen ab. Doch das Blatt sollte sich wenden. Zu viel Werbung, zu viel Seitenblicke, zu viel Senf zu diesem und jenem, und für manchen wohl auch zu viel Erfolg. Was zunächst als unübliche Eloquenz gefeiert wurde, galt schon bald als Arroganz und Präpotenz. Für die Medien ein Glücksfall, für sich selbst oft ein Hindernis.
Medaillen en masse
So musste Rogan miterleben, wie seine Popularitätswerte allmählich auf Politikerniveau sanken. Als er in einer Römer Disco Prügel einstecken musste, waren Schadenfreude und Häme nicht klein. Seine Misserfolge schienen dem Publikum größere Freude zu bereiten als seine Medaillen. Und von denen hat er reichlich. Denn über all den Diskussionen um seine Person wurde beinahe vergessen, dass Rogan ein herausragender Sportler ist. Seine Erfolge aufzuzählen ist schier unmöglich. Hängt man ihm seine 34 Olympia-, WM- und EM-Medaillen gleichzeitig um den Hals, kippt er wohl nach vorne über.
Als Highlight kann man dennoch Gold in Weltrekordzeit bei der Kurzbahn-WM 2008 in Manchester herausstreichen. Und natürlich die zwei olympischen Silbermedaillen von Athen 2004 über 100 und 200 m Rücken. Ebendort bewies er nicht alltägliche Größe, als er sich gegen eine Disqualifikation von Sieger Aaron Peirsol aussprach. Dass Rogan acht Jahre später in London noch immer um eine olympische Medaille schwamm, ist eine Leistung für sich. Dass er nun selbst disqualifiziert wurde, eine unschöne Laune des Schicksals.
Erfolge wider die Strukturen
Gerade im Angesicht des aktuellen Medaillenspiegels muss man Rogans Leistungen für den heimischen Sport würdigen. Er hat Österreich im Schwimmsport auf die Landkarte gesetzt. Obwohl die Strukturen hierzulande nicht für Erfolge in einer weltweit ausgeübten Sportart sprachen. Und es noch immer nicht tun. Was eine Initialzündung hätte sein können, wurde nicht angenommen. Nach wie vor sind Trainingsbedingungen und Organisation im Schwimmsport mangelhaft. Ob Rogan sich mit seiner Erfahrung irgendwann auch dieser Aufgabe annehmen wird? Noch sagt er über seine Zukunft gar nichts. Aber es wäre wohl ein weiterer Glücksfall. (Philip Bauer, derStandard.at, 2.8.2012)
Synchronschwimmerinnen Nadine Brandl und Livia Lang mit ihrer Performance in London zufrieden
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Weit hinter ihren OSV-Rekorden - Als Vorlauf-23. bzw. -37. out - 400 m Lagen: Phelps fast gescheitert - Kraul: Disqualifikation von Titelverteidiger Park zurückgenommen
Gleich zum Schwimm-Auftakt treffen die US-Superstars Phelps und Lochte am Samstag über 400 m Lagen aufeinander. Beim zweiten Duell ist Markus Rogan live dabei, sein Ziel ist Bronze
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Jaa daas stiimmt: Der Höhepunkt war wohl die Disko-Aktion.
http://derstandard.at/124654353... erpruegelt
Markus Rogan: "Ich bin ganz übel verprügelt worden."
Nur wenn man sich selbst dermaßen in die mediale Öffentlichkeit begibt, damit spielt und sie sucht. Eine regelrechte Sucht nach Aufmerksamkeit und Wahrnehmung entwickelt, dann darf es einen auch nicht wundern, wenn die Leute irgendwann einmal mehr über das Reden was er sonst so treibt, als über das was er im Training und Wettkampf macht.
Wenn jemand gerne öffentlich die Schnauze aufreißt, dann sollte das was rauskommt auch überlegt sein. Niemand zwingt/zwang ihn den Kasperl bei jeder Gelegenheit raushängen zu lassen. Und das der Effekt sich mit der Zeit abnutzt, das hätte ihm auch irgendwann klar werden können.
Tolle sportliche Leistungen! Ganz eindeutig, großer Respekt davor!
Aber bei ihm stimmt der Spruch: Reden ist silber,...
Und die haben Rogan knallhart fallen gelassen.
Das wäre ihm beim Mateschitz sicher nicht passiert.
Anm.: ich trinke keine Limo von diesem Konzern (ist urgrauslich), noch bin ich RB Salzburg-Fan.
ABER DER D.M. IST FÜR MICH MENSCHLICH VOLL OK!!! (siehe Andi Goldberger)
Vielen Danke für Rot :-)
Das entweder oder passt mir hier nicht.
Ich habe keine Sympathie für irgendeinen der genannten Konzerne.
Ich verstehe auch nicht was das mit Rogan zu tun hat - Sponsoring ist seine Sache. Rogan war ein guter Schwimmer, selbst wenn er ein grosses Maul hatte.
Wieso nennst du diese Firmen überhaupt? Was hat das mit Rogan zu tun? Bist du bezahlt das du Werbung machst?
Der Abtritt bei Olympia war halt irgendwie komisch, medial hat er sich nun ins Rampenlicht gestellt, während er wohl bei einem "normalen" Finale ohne Medaille heimgekommen wäre ... aber bitte.
seine Interviews leider selten. Er will wohl nicht nur der gute Schwimmer sein, sondern auch das Idol, der sein, der geliebt und angehimmelt wird. Leider wirkt er unlustig, fast arrogant und will immer furchtbar intelligent sein. Er vergisst dabei die Welt um sich, und redet oftmals Schas.
Es ist wirklich schade, denn er hat große sportliche Erfolge gehabt. Wenn er leiser getreten wäre, wäre er jetzt vielleicht der, der er gerne sein möchte.
war zum ersten um sich bei seinem ami-haberern einzuschleimen, zweitens weil er wusste es kommt populär,aber vorallem drittens, weil er sich dachte bei nächsten mal braucht er sich die medaillen eh nur abholen.
wie hier jemand schon schrieb, seit er merkt das nicht so funktioniert wie er sich dies dachte, sind alle gewinner entweder trotteln, oder die schiedrichter haben sich gegen ihn verschworen.
Sein Sager bzgl. Hermann Maier war zwar entbehrlich, aber sonst fand ich die Interviews mit ihm immer recht unterhaltsam - und seine sportlichen Leistungen stehen selbstverständlich außer Zweifel.
Viel Glück für den nächsten Karriereschritt, vielleicht im Öst. Schwimmverband..? Da gäbe es jede Menge zu tun, wenn man sich die Wadelbeisserei antun will.
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