Schuleinkauf: Nicht alles hat Klasse

  • In eine neue Schultasche passt eine ganze Menge - doch nicht alles sollte hinein.
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    In eine neue Schultasche passt eine ganze Menge - doch nicht alles sollte hinein.

  • Mit diesem Symbol kennzeichnet das Umweltministerium Produkte, die seinem Kriterienkatalog entsprechen.
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    Mit diesem Symbol kennzeichnet das Umweltministerium Produkte, die seinem Kriterienkatalog entsprechen.

Gehörige Preisspannen, teils umweltschädliche und gesundheitlich bedenkliche Produkte - Beim Schulwarenkauf sollte man genau schauen

Der erste Weg in die Schule führt zum Schreibwarengeschäft. Stifte, Hefte, Mappen und Radiergummis wollen zur Hand sein, wenn es im Klassenzimmer ernst wird. Für Eltern und Erziehungsberechtigte bringt der Herbst neben Stress eine gewisse finanzielle Belastung - vor allem, wenn die Basisausrüstung für Schulanfänger fällig ist. Dafür muss man bis zu 230 Euro berappen, wie die Arbeiterkammer vorrechnet. 

Vergleichen lohnt sich

Wer durchwegs zum Billigsten greift, bekommt das Paket um ein Fünftel des Preises, riskiert aber schlechtere Qualität und kürzere Lebensdauer der Produkte. Allerdings ist Markenware nicht automatisch besser verarbeitet und langlebiger, so die AK. Der Preisvergleich lohnt sich, mitunter sind Fachgeschäfte mit kleinerem Sortiment sogar billiger als große Ketten. Relevante Preisunterschiede gibt es dagegen zwischen den Handelsketten. 

Wer bei Schulsachen Wert auf Umweltschutz legt, hat heute mehr Auswahl denn je. Wiederbefüllbare Filzstifte auf Wasserbasis, Hefte aus Recyclingpapier, lackfreie Stifte und solarbetriebene Taschenrechner sind heute fast überall im Sortiment. Auf Kunststoff zu verzichten ist einfach, Ordner und Mappen gibt es heute aus stabilem Karton. Erkennbar sind diese Produkte am staatlichen Umweltzeichen oder dem Hinweis auf "100 Prozent Recyclingkarton".

Kaufen fürs Gewissen

Um des Nachwuchses Gesundheit Besorgte finden heute allerhand Unbedenkliches im Schulwarenregal - etwa lösungsmittelfreien Alleskleber in nachfüllbaren Flaschen oder PVC-freie Radiergummis aus Naturkautschuk. Bei Filzstiften sollte man auf Verschlusskappen mit Öffnungen achten: Diese luftdurchlässigen Kappen verhindern, dass Kinder beim Verschlucken daran ersticken. Bei Fingerfarben und Knetmassen für kleinere Kinder, die gerne von der Hand in den Mund leben, sei zum Blick auf etwaige Warnhinweise geraten.

Das Umweltministerium will mit der Kampagne "Clever einkaufen" Orientierung im Produkte-Dschungel bieten. Ökologisch und gesundheitlich unbedenkliche Schulartikel sollen dank Kennzeichnung mit einer grünen Marke leichter zu finden sein. Die entsprechenden Stifte, Hefte und Ordner würden nach einem "umfassenden Kriterienkatalog" bewertet. An der bis 30. September laufenden Aktion sind neben dem österreichischen Papierfachhandel fünf Schreibartikelketten beteiligt. (Lisa Mayr, derStandard.at, 4.9.2012)

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