Künster-Solidarität mit Pussy Riot

2. August 2012, 15:53

Berliner Akademie und britische Musik-Stars fordern Freiheit für russische Band

Berlin/London - Die Akademie der Künste in Berlin, ein Zusammenschluss von 400 internationalen Künstlern, hat die sofortige Freilassung der russischen Band Pussy Riot gefordert.

Das aktuell laufende Gerichtsverfahren gegen die drei Musikerinnen und die hohe Strafandrohung seien für einen Rechtsstaat unvertretbar, erklärte Akademie-Präsident Klaus Staeck am Donnerstag: "Mit ihrer Überreaktion stellen sich die russisch-orthodoxe Kirche und der russische Staat, beide eng miteinander verzahnt, außerhalb der Standards europäischer Kulturtraditionen". Das Recht auf freie Meinungsäußerung gelte auch für schockierende oder störende Aktionen. Den drei Frauen drohen wegen eines Punkgebets gegen Präsident Wladimir Putin sieben Jahre Haft.

Kurz vor einem Besuch Putins bei den Olympischen Spielen in London forderten prominente britische Musiker in einem Brief Freiheit für Pussy Riot.  Die Gruppe, darunter die Musiker der Pet Shop Boys sowie die Frontmänner von Pulp und Franz Ferdinand, bezeichnete die Vorwürfe gegen die Frauen in einem am Donnerstag in der "Times" veröffentlichten Brief als "absurd": "Abweichende Meinungen sind ein Grundrecht in jeder Demokratie und es ist vollkommen unangemessen, dass ihnen bis zu sieben Jahre Haft für unserer Meinung nach absurde Vorwürfe drohen."

Zu den Unterzeichnern des Beitrags gehörten auch der Musiker Pete Townshend, Sänger der Gruppe The Who, sowie die englische Soulkünstlerin Corinne Bailey Rae.  Erwartet wird, dass Premierminister David Cameron beim Besuch des russischen Präsidenten den umstrittenen Prozess gegen die Sängerinnen zur Sprache bringt.  (APA, 2.8.2012)

Kirche und Diktatur sollten Gegensätze sein

...anscheinend hat "Luzi" in der Bibel ein bischen herumradiert, damit so etwas herauskommt wie bei der ortodoxen Kirche...

Eine Kirche sollte eigentlich auf der Seite der Unterdrückten stehen und nicht auf der Seite von Gewalt, Hass, Unterdrückung, Zensur und bigotter Desinformation.

Machen wir uns nichts vor Russland ist längst ein Filz aus Diktatur, Plutokratie und Monarchie, mit der Kirche an ihrem mittelalterlichen Platz. Eine Schande dass dies 2012 noch möglich ist.
Aber gleichzeitig eine Warnung auch an uns, eine dogmatische und streng hierarchische Megasekte nicht zwischen uns machen zu lassen was sie will. Vielleicht sollte man die "Kirchen-Betonköppe des Goldkalbs" endlich aus dem Dorf werfen, Jesus hätte das längst getan.

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