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Auch abseits der Olympischen Spiele gibt es in London derzeit einiges zu sehen: Mit 250.000 Büchern haben die Künstler Marcos Saboya und Gualter Pupo in der Royal Festival Hall die Installation "aMAZEme" errichtet. Die Kunstaktion im Southbank Center, die in ihrem Titel sowohl auf den Irrgarten als auch das Erstaunen anspielt, ist Teil des London 2012 Festival, das in rund 12.000 kulturellen Veranstaltungen auch das Nichtsportliche gebührend feiert. Und ja, Jorge Luis Borges hätte wohl seine Freude an "aMAZEme" gehabt: Der Grundriss des Irrgartens basiert auf vier Fingerabdrücken des 1986 verstorbenen argentinischen Schriftstellers, der in seiner Erzählung "Die Bibliothek von Babel" einst eine aus einer unendlichen Bibliothek bestehende Welt entwarf. (red, derStandard.at, 2.8.2012)
Gottfried Helnwein stellt in der Albertina seine Vielseitigkeit unter Beweis - Der Meister des Hyperrealismus über Kunst und amerikanische Politik
Die Galerie im Taxispalais zeigt Arbeiten einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen Indiens. Shilpa Guptas Arbeiten thematisieren den von Ohnmacht, Angst und Überwachung geprägten Alltag
Londoner Museum erwarb "Salisbury Cathedral from the Meadows" um über 23 Millionen Pfund
Fotografin wird in der Sparte Kommunikation und Humanwissenschaften geehrt
"Das Ich und das Es" im Sinne Freuds ist oft Thema in Sevda Chkoutovas auch technisch überzeugendem zeichnerischem Werk: In der Schau "Paradiesvögel" verlässt eine Frau den Garten Eden
Stipendien an Sylvia Caba und Stefan Kreiger
"Paradoxe Transformationen": Die Galerie Huber zeigt neue Arbeiten von Rudolf Polanszky
Der Zuschlag wurde erteilt, die Planungen für die Kunstbiennale starten Anfang Juli
Mit falschen Erwartungen und einem zu wenig akzentuierten Programm kämpft "What Would Thomas Bernhard Do"
Karlsruhe: Juristisches "Neuland" zu Urheberrecht bei Fotos
Arbeiten des deutschen Fotografen sind in der Wiener Galerie Lumina zu sehen
Eine Ausstellung im Palazzo Strozzi beschäftigt sich umfassend mit dem Ursprung der Renaissance. "Die Ausbreitung der Schönheit" lässt sich dort konzentrierter und ruhiger nachvollziehen als im umgebenden Florenz
Delogierung mal anders: Architekt Édouard François stapelte für den Bauträger Paris Habitat verschiedene Wohnhäuser zu einer urbanen Collage
Die Berliner Künstler Janina Janke und Maurice de Martin beforschten die UN-Sitze in Wien, Nairobi und New York City als "unbekannte Räume"
Die Bewegungsstudie von 1925 ist Rudolf Koppitz' wohl bekanntestes Foto. Faktisch ist sein Œuvre umfangreicher, wie eine Ausstellung in Brünn und der Kunstmarkt belegen
René Block tauchte ab in die Tiefen des Depots von Sammler-Ehepaar Agnes und Karlheinz Essl und fühlte eine Ohnmacht. Aus etwas ihm vertraut Unvertrautem - der österreichischen Avantgarde der 1960er-Jahre - wurde die Schau "Eine kleine Machtmusik"
Helmut Draxler beschäftigte sich am Beispiel der Generali Foundation mit dem Prinzip Sammeln
Studienjahr 2013/2014: Internationale Jury kürte je vier Projekte aus den Bereichen Architektur und bildende Kunst sowie jeweils zwei Ersatzprojekte
Ars-Electronica-Jury hatte aus über 4.000 Einreichungen zu wählen - Preisverleihung am 6. September
Kreditvergaben an Kunststiftung zu gering besichert: Anklage gegen acht Personen
Ernst Logar hinterfragt in Graz "Orte der Unruhe", wo NS-Opfern gedacht wird
Große Bandbreite, Vielschichtigkeit und Komplexität der bildhauerischen und fotografischen Arbeit des Künstlers wird gewürdigt
Jakob Lena Knebls Mahnmal "Schwule Sau" am Morzinplatz in Wien erinnert an die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Homosexuellen, Lesben und Transgender-Personen
Aufnahme in Liste der "World's 50 Greatest Galleries"
Der öffentliche Raum und die Erinnerung sind Kernthemen in Marko Lulics künstlerischer Arbeit: In der Ausstellung "Psychogeography" folgt er sehr persönlichen Wegen durch Wien
"Auf jede Wand jeden Sechsecks kommen fünf Regale jedes Regal faßt zweiunddreißig Bücher gleichen Formats, jedes Buch besteht aus vierhundertzehn Seiten, jede Seite aus vierzig Zeilen, jede Zeile aus etwa achtzig Buchstaben von schwarzer Farbe."
Der anspruchsvollere Leser wird auch weiterhin in 'seinem' Buchladen kaufen und wenn ein Buch gerade nicht lagernd ist lässt er sichs bestellen. Die Frage ist ob der traditionelle Buchhandel mit dieser eingeschworenen Klientel auf Dauer überlebensfähig ist. Ich möchte jedenfalls ein Buch das mich anspricht in meinem Bücherregal stehen haben. Auch wenn es zumeist nur ein Taschenbuch ist.
Ob jemand physische Bücher oder eBooks liest hat ebensowenig mit "anspruchsvoll" zu tun wie die Auswahl des Distributionskanals (Buchhandlung, Zustellung, Download). Das sind Fragen der Gewohnheit, der Tradition, der persönlichen Vorliebe, etc, aber wohl kaum nicht des Anspruchs. Man kann Borges als eBook lesen oder Jerry Cotton in Buchform.
Bei solchen Bildern wird mir schlecht, wenn ich daran denke, dass dieses Kulturgut von ein paar idiotischen Geschäftemachern bereits sehr bedroht wird. e-books, etc.
Im deutschsprachigen Raum (Schweiz, Deutschland und A) sollte man daher sehr wachsam sein und alles fördern, was dem Buch gut tut. Hier denke ich in erster Linie an den Schutz der noch bestehenden Buchhandlungen vor den Ketten. Diese sind ein wichtiger Bestandteil für die Vielfalt.
Sinn eines Buches ist es doch, gelesen zu werden.
Oder ist es Sinn, gut sichtbar herumzustehen?
Nichts gegen Bibliotheken - ich baue selbst an meiner kleinen solchen und bin bis dato kein ebook-reader-Besitzer.
Aber dass diese das "Kulturgut Buch gefährden" kann ich nicht finden.
Zur Zeit etwa arbeite ich für 2 Jahre im Ausland. Ich habe mich zwar gegen einen reader entschieden, aber das heißt, viele viele Bücher hin und zurück schleppen - ist nicht gerade praktisch.
Gefördert werden soll das Lesen, die Neugier, das Sammeln von Wissen, der kritische Umgang mit Wissen usw. - nicht unbedingt aber das Vorhanden sein bedruckten Papiers.
(Sosehr ich persönlich auch Bücher liebe, samt ihrem Geruch, ihren Kaffeeflecken und ihren Eselsohren)
Ja, genau deshalb muss ich mehr und mehr Englisch lesen, weil ich viele Bücher in DACH einfach nicht als e-book bekomme und sie deshalb in den USA kaufe. Und z.B. Borges auf Englisch zu lesen ist auch nicht schlimm sondern ganz interessant.
Die Verlage machen hier genau den gleichen Fehler wie die Musikindustrie vor 10 Jahren.
Ich habe einfach nicht die Zeit durch die halbe Stadt zu gondeln, und ich stehe nicht auf den Fetisch Buch sondern auf den Inhalt. Und ich bin sehr glücklich keine 10 Kilo Papier mehr überall hin mit schleppen zu müssen.
sehen. Ich selbst gehe auch davon aus, dass das Buch sich wieder zurückentwickeln wird. Also, dass die Masse eben digital konsumieren wird, wenn überhaupt, und ein kleiner elitärer Kreis eben weiter Bücher lesen wird, die aber dann eben wesentlich teurer sein werden. Sie wie etwas vor 100 Jahren, wo die Masse auch keine Bücher zuhause hatte.
Was die Musik anbelangt, muss ich ihnen auch widersprechen. Nicht vor 10 sondern vor 25 Jahren machte die Industrie den Fehler, die göttliche Vinylscheibe zu verbannen. Von der wertlosen CD spreche ich nicht. Und wie sieht es heute aus: Von Japan über die USA bis nach Europa jagen Kenner und Liebhaber diesen Scheiben (von Klassik bis zum Rock)nach - ordentliches Equipment vorausgesetzt.
Hab' ich auch so gesehen, aber dieser Prozess ist nunmal nicht aufzuhalten. Ich finde es schade, aber das ebook wird nunmal über kurz oder lang das klassische Buch ablösen und die nette Buchhandlung wird's nimmer geben. Öffentliche Förderung und Schutz verzögern das Ganze nur minimal, denke ich ... Vom Papierverbrauch aus gesehen, aber nicht das Schlechteste.
"Autochthon (griechisch: auto = selbst, chthon = Erde; am Fundort entstanden, bodenständig) sind Pflanzen, die seit sehr langer Zeit an einem Wildstandort leben bzw. lebten und sich dort selbst vermehrt haben."
Was Sie wahrscheinlich meinten: "der lineare Aufbau ist dem elektronischen Buch nicht mehr vorgegeben" - oder ev. "immanent"
Immant trifft es glaub ich auch besser, wobei die Troll- [!] -blume ev. auch ein autochthones Gewächs sein könnte.
Aber wenn man die gute alte Ironie außen vor lässt, dann muss man wohl auch den Ulysses und bspw. Rayula nennen, diese Bücher kann man auch gut (ev. besser) lesen, ohne sich an die durch das Medium vorgegebene lineare Abfolge zu halten.
LG, C
bei einem derartigen angebot an büchern wär' es eine qual für mich, nur einen bruchteil des angebotes in meinem rucksack verstauen zu können und den rest gewissermaßen preisgeben zu müssen.....
(das sind die echten härten des messie-daseins)
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