Karl Ferdinand Kratzl, Schauspieler

Jutta Kroisleitner
2. August 2012, 16:59
  • Artikelbild
    foto: herrenseetheater

Kratzl, der eindeutig kein Autofetischist ist, ging mit seiner Frau schon zu Fuß durch Österreich

In Die letzten Tage der Menschlichkeit, frei nach Karl Kraus' Die letzten Tage der Menschheit, führt Karl Ferdinand Kratzl als Conférencier mit bitterbösem Humor durch das Stück, das vom Ensemble Theater Brauhaus als "gnadenlose Revue menschlicher Abgründe" umgesetzt wird. Gestern, Donnerstag, war Premiere im Litschauer Herrenseetheater, gemenschelt wird noch bis 26. August.

Bei den Proben bewegte Kratzl vor allem ein Zeremonienstock: "Mit dem schlage ich 68-mal - an verschiedenen Stellen - während der Vorstellung auf den Boden. Das bedarf einer gewissen Orientierung auf der Bühne." Sonst bewegt den Künstler im Waldviertel die Frage, ob er im Wald, durch den er zum Theater wandert, wohl Herrenpilze findet.

Im "normalen Leben" wohnt Kratzl mit seiner Frau in Wien, auf sie ist auch der VW Caddy Life Tramper zugelassen. "Ein Spezialauto, man kann in ihm bequemst schlafen." Was auch getan wird. "Es ist schöner und preiswerter, in der Natur zu übernachten. Ich brauche kein Fünf-Sterne-Hotel."

Der Schauspieler ging mit seiner Frau schon zu Fuß durch Österreich: "Stückerlweis, inerhalb von vier Jahren, von Osten nach Westen", und gibt zu Protokoll, dass er kein Autofetischist ist: "Ich bin ja nicht einer, der mit Autos herumgogelt. Ich fahre auf Urlaub und brauche es, wenn ich etwas transportieren will." Und sagt "brutal", wie es ist: "Ich scheiß auf Autos." (Jutta Kroisleitner, AutoMobil, DER STANDARD, 3.8.2012)

Share if you care
11 Postings

VW Caddy Life Camper
Super Sache, hätt ich keinen VW-Bus und wäre zu Zweit...

Sich auf Reisen von Hotel zu Hotel zu hanteln kann wirklich mühsam sein (enormer Zeit und Flexibilitätsverlust)

ist der, der den vollkommen unnötigen und unlustigen herrn claus in ma2412 gespielt hat?

Ja,

ich glaube der ist das.
Mit "unlustig" umschreiben Sie diese Figur noch sehr schmeichelhaft.
Dieser Claus grenzte wohl eher an Quälerei.
Keine Ahnung wieso, es gibt Schauspieler, die man einfach hassen muss.

kuhles foto

er macht einen auf Joker
i like

Er ist schon ganz grün im Gesicht, vor lauter Naturübernachtungen..

"Ich Scheiß auf Autos!" Jawohl, Danke!

na gottseidank, der wichtigste satz für die kasperln...

Aber er braucht und verwendet es doch.
Ein Pragmatiker im Wolfspelz.

Wieso, ist mit Toiletten doch genauso.

Sagen wir es so:
Eine Autofreie Stadt ist für mich denkbar. Eine ohne Toiletten nicht.

Autofreie INNENstadt.

Bis auf Taxis und Busse - ah, das sind ja auch Autos...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.