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Zuerst "klar Schiff machen", danach sei man bereit für Neuwahlen, sagt Kurt Scheuch.
vergrößern 500x452Wien - Nach dem überraschenden Rücktritt von FPK-Chef Uwe Scheuch ist die Diskussion über Neuwahlen in Kärnten voll entbrannt. Der designierte FPK-Chef Kurt Scheuch kann sich vorgezogene Wahlen im Frühjahr vorstellen, aber nicht mehr in diesem Jahr. Das berichtet das Ö1-"Morgenjournal" am Donnerstag. Scheuchs Begründung: Im Frühjahr sei der Prozess rund um Dietrich Birnbacher zumindest in der ersten Instanz abgeschlossen und es gebe auch ein Letzturteil gegen seinen Bruder Uwe Scheuch. Den Neuwahlantrag beim Sonderlandtag in Klagenfurt am Freitag wird die FPK blockieren, so Kurt Scheuch. Man müsse erst "klar Schiff machen".
In der "ZiB 2" am Mittwochabend plädierte der neue FPK-Chef dafür, dass nach der Wahl die stärkste Partei den Landeshauptmann stellen soll. Das solle man außer Frage stellen, so Scheuch, der sich gleichzeitig überzeugt zeigte, dass nach einer Wahl der Landeshauptmann neuerlich Gerhard Dörfler (FPK) heißen werde.
Der geschäftsführende Kärntner ÖVP-Chef Gabriel Obernosterer sagte, er wäre nach einer Wahl neuerlich zu einer Koalition mit der FPK bereit. Er schließe keine Koalition aus, weder mit der SPÖ noch mit der FPK. Einzige Voraussetzung sei, dass diese Partei "sauber dasteht", so Obernosterer bei einem "Runden Tisch" im ORF am Mittwochabend. Obernosterer hatte erst vergangene Woche im Zuge des Birnbacher-Skandals die aktuelle Koalition mit der FPK aufgekündigt.
Er wolle seine Partei noch vor der Wahl von Grund auf erneuern, sagte Obernosterer zur APA. Welche Pläne er dabei verfolgt, wollte er vorerst aber nicht verraten: "Ich habe einen klaren Fahrplan fertig im Kopf, den kenne nur ich." Sein Ziel: "Wir brauchen die ÖVP, die die Kärntner in früheren Jahren gekannt haben, mit den Werten, für die die ÖVP steht." Leistung und Verantwortung und christlich-soziale Werte müssten im Mittelpunkt stehen.
Obernosterer betonte, er habe drei Monate Zeit, um seine Pläne umzusetzen, "es könnte aber schneller gehen, als viele glauben". Er warte vorerst aber den Ausgang des Prozesses gegen seinen Vorgänger Josef Martinz, den Villacher Steuerberater Dietrich Birnbacher und die Landesholding-Vorstände Hans-Jörg Megymorez und Gert Xander ab. "Die erstinstanzlichen Urteile müssen einmal vorliegen", präzisierte er. Wer als Spitzenkandidat in die - mutmaßlich vorverlegte - Landtagswahl gehen wird, wollte Obernosterer nicht verraten. Auf die Frage, ob er selbst die ÖVP in die Wahl führen werde, meinte Obernosterer, er werde "sicher in einer Spitzenposition" antreten.
Die finanzielle Situation der Partei bezeichnete Obernosterer als "nicht gut". Konkret erklärte er, wäre er Unternehmer und die Partei seine Firma, "würde ich keine Nacht gut schlafen können". Er müsse jetzt eben sparsam wirtschaften, meinte der Parteichef. Angesprochen auf die Begründung seines Vorgängers, die finanziellen Nöte der Partei hätten ihn zu dem Deal mit Birnbacher getrieben, meinte Obernosterer: "Dafür gibt es keine Entschuldigung." Er werde versuchen herauszufinden, wohin die 65.000 Euro geflossen sind, die Martinz von Birnbacher erhalten hat. "Sollten damit Rechnungen der Partei bezahlt worden sein, werden wir das natürlich zurückgeben, wenn Herr Martinz damit irgendwelche Einladungen bei Veranstaltungen beglichen hat, geht das natürlich nicht." Wenn die Parteifinanzen geprüft seien, könne er vielleicht mehr dazu sagen, "derzeit weiß ich das alles einfach nicht".
Der Kärntner SPÖ-Vorsitzende Peter Kaiser hält auch nach dem Rückzug von Uwe Scheuch an der Forderung nach sofortigen Neuwahlen fest. Der Wechsel von Uwe zu Kurt Scheuch ändere überhaupt nichts "außer dem Vornamen", das System bleibe das gleiche. Kaiser schlug im APA-Gespräch bezüglich der Neuwahl einen Totalverzicht auf jegliche Wahlwerbung, sowohl auf Plakaten als auch in Inseraten, vor. Sollte er aus der Wahl als Erster hervorgehen, werde er versuchen, "die besten Köpfe" für Kärnten zu gewinnen.
"Ein Verzicht auf Plakate, Werbebroschüren und belästigende Konterfeis wäre ein Signal und würde endlich einmal Inhalte, die Zukunft Kärntens, in den Mittelpunkt stellen", meinte der SPÖ-Chef. Einschränkungen bei der Wahlwerbung habe die SPÖ bereits vor mehr als einem Jahr vorgeschlagen und auch die anderen Parteien zu Gesprächen darüber eingeladen. Mit ÖVP und Grünen habe es auch bereits einige Diskussionen darüber gegeben, nur die FPK habe nie teilgenommen, sagte Kaiser.
Der derzeitigen FPK-Regierungsmannschaft wirft er vor, keine Zukunftsideen für das Land zu haben, kein klares Leitbild, wohin sich Kärnten entwickeln solle. "Die FPK spricht viel von Heimatliebe, in Wahrheit sind es aber lauter Sesselkleber." Es gelte jetzt, die Reputation des Landes wiederherzustellen, die durch die Korruptionsskandale schwer erschüttert sei. "Ich habe in der Gesundheitspolitik bewiesen, dass ich Dinge wieder in Ordnung bringen kann, auch wenn sie hoffnungslos scheinen", betonte Kaiser. Er bezog sich dabei auf die Gesetzesänderungen bezüglich der Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft, die seine völlige Entmachtung bedeutet hatten und die nun wieder zurückgenommen worden waren. "Das Gesundheitssystem habe ich außer Streit gebracht, und das funktioniert auch."
Auch der Kärntner Grünen-Abgeordnete Rolf Holub hält möglichst rasche Neuwahlen in Kärnten zwar für "unbedingt notwendig", eine Wahl allein würde aber seiner Ansicht nach im Land gar nichts ändern. "Nur von Blau zu Rot zu wechseln bringt noch nichts, da sind grundlegende Veränderungen notwendig", sagte er im Gespräch mit der APA. Der Wechsel von Uwe zu Kurt Scheuch macht seiner Ansicht nach jedenfalls "nichts besser". (APA, 2.8.2012)
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weil die "modernen" leut an der spitze der westlichen ideologien in wirklichkeit inkompatibel sind mit dem normalen menschlichen leben!
da fällt man halt in strukturen des 19. jhd. zurück oder bleibt gleich mal da sitzen.
da kennt jeder seinen "schurken" vom bier saufen. und sein bruder wird halt nicht so weit vom stamm sein, wenn sie ihn promoten. peinlich, aber logisch, es ist den menschen lieber.
es ist die einzige art, wie überhaupt ein wenig vertrauen hergestellt werden konnte, in diesem - man muss hier nicht beschreiben - globalisierungstaifun und korruptionswahnsinn (siehe "social cancer").
das problem ist also, dass es gar keine konkurrenzfähige struktur zu sowas gibt, weithin! eine die nicht auf BORG macht +lokale kultur negiert
http://www.krone.at/Nachricht... ory-328269
"Für mich wäre jeder Rücktritt immer ein Schuldeingeständnis gewesen, daher kommt auch das nicht infrage..."
Der einzig wahre Halstuchträger:
http://ais.badische-zeitung.de/piece/02/... 726404.jpg
Ich kann mich noch erinnern, wie ein Haider von Arbeitern ausgepfiffen und verjagt wurde und die Kärntner noch ein Gespür für diese Art von Politikern hatten. Was ist da in den letzten 30 Jahren passiert? Ist diese Entwicklung eine Folge der verfehlten Bildungspolitik oder ist die jahrzehntelange Dominanz der SPÖ für diese Entwicklung verantwortlich? Interessant ist nur, dass die ÖVP, die die FP salonfähig gemacht hat (speziell in der Kommunalpolitik Kärntens) wirklich keine Rolle mehr spielt und nur noch als Skandalpartei Aufmerksamkeit erregt. Würde mir für die vielen NICHT FPK Wähler eine sofortige Neuwahl wünschen! Solche Kandidaten wie die Scheuch Brüder oder auch der Dörflinger sind für ein demokrat. Land untragbar!
da steht eine unheilig kombination internationaler trends und agendas dahinter.
schüssel hat doch niemals im vakuum agiert, der war doch erpicht auf sein musterschüler image.
ich fürchte aber seine, lehrer waren keine guten europäer oder teils überhaupt keine.
wir haben effekte, die gewisse kreise partout nicht sehen wollen und totschweigen.
effekte einer gängelung der kultur mit einseitigen inhalten, und einer beeinflussung vieler top karrieren aufgrund ideologie.
und diese ideologie hat den knall nicht gehört.
philippinen schreibt über 6% wachstum! china sowieso. man kooperiert heute dort einfach besser als hier.
wo es probleme gibt, liegts immer an den oligarchen und deren unsachlicher hierarchie.
nicht an unions oder derartigem..
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