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London - Mit einer wenig schwungvollen aber amüsanten Vorstellung an einem Drahtseil hat der Londoner Bürgermeister Boris Johnson am Mittwoch zahlreiche Besucher einer Veranstaltung am Rande der Olympischen Spiele belustigt. Über dem Victoria-Park im Osten der britischen Hauptstadt glitt der konservative Politiker zunächst mit einiger Geschwindigkeit an einem 320 Meter langen Drahtseil entlang. Bis zum anderen Ende schaffte er es jedoch nicht, weshalb er minutenlang in der Mitte des Seils über der Menschenmenge hängen blieb.
Nach dem unfreiwilligen Stopp an dem sogenannten "Zipwire" schwenkte Johnson unverdrossen weiter die beiden britischen Flaggen in seinen Händen, bis Helfer ihn aus seiner misslichen Lage befreiten. Später alberte er, dass während seiner Aktion möglicherweise jemand eine Bremse gezogen habe. Im Londoner Radiosender LBC nannte er sich dann selbst "den Juri Gagarin des Zipwire". Der Russe war im Jahr 1961 als erster Mensch ins All gestartet.
Johnson ist für spektakuläre Aktionen, aber auch für damit verbundene Missgeschicke bekannt. Im Jahr 2009 etwa fiel er bei einem politischen Termin in einen Fluss. Bereits seit einiger Zeit wird darüber spekuliert, dass Johnson Premierminister David Cameron als Chef der konservativen Tories beerben könnte. Dieser sagte zu Johnson Drahtseilakt am Mittwoch: "Für jeden sonst wäre dies ein Desaster, für Boris ist es ein absoluter Triumph." (APA, 1.8.2012)
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