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Mexiko-Stadt - Im Kampf gegen den organisierten Drogenhandel hat die mexikanische Justiz vier Generäle und zwei weitere hohe Armeeangehörige in Untersuchungshaft genommen. Die in der Geschichte des Landes beispiellose Entscheidung traf ein Bundesrichter am Dienstagabend, wie das Justizministerium mitteilte. Die Verdächtigen seien in das Hochsicherheitsgefängnis Almoloya im Bundesstaat Mexico gebracht worden. Im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität war in Mexiko bisher nur einmal im Jahr 1997 ein General festgenommen worden.
Unter den Verdächtigen befindet sich laut den Angaben auch der pensionierte Generalmajor Tomas Angeles Dauahare, der zwischen 2006 und 2008 einen hohen Posten im Verteidigungsministerium bekleidete und als Vertrauter des amtierenden Ministers Guillermo Galvan galt. Ein Verteidiger des 69-Jährigen vermutete nun, Angeles sei aus politischen Gründen festgenommen worden, weil er im Mai an einer Veranstaltung der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) des inzwischen gewählten Präsidenten Enrique Pena Nieto teilgenommen hatte.
Der 45-jährige Pena Nieto war am 1. Juli zum neuen Präsidenten Mexikos gewählt worden. Er wird die PRI, die Mexiko in den Jahren 1929 bis 2000 allein regierte, aber erst mit seinem Amtsantritt am 1. Dezember wieder an die Macht zurückführen. Im mexikanischen Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen und den Sicherheitskräften wurden seit Ende 2006 mehr als 50.000 Menschen getötet. Damals hatte der scheidende Präsident Felipe Calderon einen großangelegten Militäreinsatz gegen die Drogenbanden gestartet. (APA, 1.8.2012)
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