Rogans Olympiakarriere endet mit Disqualifikation

  • Es ist ein Jammer und kein verdienter Abschied für einen Spitzenschwimmer.
    foto: apa/fohringer

    Es ist ein Jammer und kein verdienter Abschied für einen Spitzenschwimmer.

  • Rogan zweifelt an der Entscheidung.
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    foto: apa/fohringer

    Rogan zweifelt an der Entscheidung.

Österreichs größte Medaillenhoffnung wurde im Semifinale über 200 m Lagen wegen eines Fehlers bei der Wende als Neunter disqualifiziert - Österreichische Delegation legte Protest ein, der jedoch abgewiesen wurde

London - Die internationale Schwimmkarriere von Markus Rogan hat am Mittwoch ein dramatisches Ende genommen. Der Wiener war bei den Olympischen Spielen in London im ersten Semifinallauf über 200 m Lagen wegen eines Regelverstoßes bei der 100-m-Wende von Rücken auf Brust disqualifiziert worden. Es folgte ein Protest des Österreichischen Schwimmverbands (OSV) beim "Official Board" und dann beim "FINA Board", beide wurden aber abgelehnt. Der Finaltraum Rogans war damit geplatzt.

Es ging um die FINA-Regel 7.1, wonach der bei der Wende erlaubte Delfin-Kick mit offenen Armen ausgeführt werden muss. Der Kampfrichter will aber festgestellt haben, dass Rogan stattdessen die Hände übereinander hatte, und hat den OSV-Star deshalb aus der Wertung genommen. Als die Disqualifikation nach dem Rennen auf der Anzeigetafel ausfschien, war Rogan völlig perplex. Gut eine Minute lang versuchte er, neben dem Becken am Richtertisch zu intervenieren.

"Ich habe das aber definitiv richtig gemacht", sagte Rogan. Genau wegen einer mit dieser Regel im Jahr 2009 gemachten Erfahrung mit diesem Referee hatte er es geübt. "Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich es richtig gemacht habe", so Rogan in einer ersten Reaktion in einem ORF-Interview. Allerdings wäre er mit seiner Zeit von 1:58,81 Minuten nur Neunter gewesen, hätte das Finale daher um einen Platz verpasst. 

Kapmfrichter entscheiden ohne Videobeweis

Doch der Südafrikaner Chad le Clos, am Vortag Sieger über 200 m Delfin vor US-Star Michael Phelps, zog für das Finale wegen nicht realistischer Medaillenchance zurück. Knapp eine Stunde lang wurden die beiden OSV-Proteste behandelt, allerdings ohne den nicht üblichen Videobeweis. Der für das australische Fernsehen kommentierende Ian Thorpe wollte sich das für Rogan noch anschauen. Doch der Kampfrichter blieb bei seiner Entscheidung, Rogan war draußen.

"Von der Zeit her bin ich Achter, aber die Disqualifikation bleibt erhalten, obwohl sie es nicht beweisen können", meinte Rogan nach der unumstößlichen Entscheidung am Boden zerstört mit leiser Stimme. "Am Ende entscheidet der Schiedsrichter. Ich habe mir das letzte Rennen meiner Karriere anders vorgestellt, ganz einfach, was soll man da sagen." Sein Trainer Kevin Clements sprach von einer unheimlich harten Entscheidung, da die betreffende Regel eine große Grauzone aufweise.

Ob es das für den erfolgreichsten Schwimmer Österreichs gewesen ist, wollte Rogan nicht kommentieren und entscheiden. "Ein achter Platz und ein Ende mit Disqualifikation - das tut sehr weh, dass meine Karriere um einen Tag zu kurz ist. Das weiß ich jetzt noch nicht." Österreichs Sportler des Jahres 2004 glaubt sich aktuell in der besten Form seines Lebens. "Ich weiß nicht, ob ich mich in den nächsten vier Jahren so hinbringen kann." Rogan wird bei den Rio-Spielen 34 Jahre alt sein.

Karriereende noch offen

Clements konnte und wollte Rogans endgültiger Entscheidung nicht vorgreifen, kann seinen Schützling aber gut einschätzen. "Es hängt von ihm ab. Aber sicher ist, dass er die große Herausforderung liebt. Er hat auch diesmal alles gegeben", sagte der Coach. OSV-Präsident Paul Schauers Aussage ging in die gleiche Richtung: "So, wie ich ihn kenne, könnte ich mir vorstellen, dass ihn das so motiviert, dass er noch weitermacht."

Vorerst gilt es für Rogan jedenfalls, dieses jähe Ende seiner vierten Olympischen Spiele zu verdauen. Eine Ironie ist, dass für ihn eigentlich alles so richtig mit der Zurücknahme einer Disqualifikation begonnen hat. Als Aaron Peirsol im Olympia-Finale 2004 über 200 m Rücken aus dem Rennen genommen worden war, plädierte Rogan für seinen Freund um die Rücknahme der Entscheidung. Das passierte auch, Rogan wurde damals Zweiter. (APA, 1.8.2012)

Männer, 200 m Lagen, Semfinale: 1. Ryan Lochte (USA) 1:56,13 Min. - 2. Laszlo Cseh (HUN) 1:56,74 - 3. Michael Phelps (USA) 1:57,11 - 4. Thiago Pereira (BRA) 1:57,45 - 5. Kosuke Hagino (JPN) 1:57,95 - 6. Ken Takakuwa (JPN) 1:58,31 - 7. James Goddard (GBR) und Chad le Clos (RSA) beide 1:58,49. Disqualifiziert: Markus Rogan (AUT). Seine Zeit von 1:58,81 hätte in der Gesamtwertung Platz neun bedeutet.

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Posting 1 bis 25 von 1103
Sehr geehrter Herr Rogan!

Wie mir ein Londoner Bekannter eben mitteilte, wurden Sie disqualifiziert, weil Sie unter Wasser heimlich einen Delphin getreten haben.

Ich war bisher der Meinung, mit Ihrer Wende wär irgend etwas nicht in Ordnung gewesen, aber ein wehrloses Tier zu "kicken" find ich mehr als abscheulich!

Pfui! Ich werde mich dafür einsetzen, dass in Rio während der olymp. Schwimmbewerbe keine Delphine mehr in den Becken sind. Dann können Sie sich ja selbst treten, wenn Sie wollen!

Und jetzt ab zum PISA-Test..

Nein zum Mayer, der soll ihm die Goldenen für ein Foto borgen!

The brain in Markus Rogan is too big to win…

wie schon weiter unten geschrieben, soll er sich

nicht in die Hose machen. Selbst mit Bestzeit (die er aber eh nicht draufhatte) wäre er ca. 2-3 Sek. hinter einer Medaillie gewesen. Also bitte...

Ich finde es sehr schade, dass er disqualifiziert wurde. Jahrelang dafür geschuftet und dann lässt man den Videobeweis nicht zu- das ist unfair.

"Kapmfrichter" ? Echt jetzt?

Ini einem posting ok, in einem artikel, noch dazu in fetter absatzüberschrift geht das gar nicht.

Tut mir leid für Rogan, der grosses im Sport geleistet hatte. Das Glück war nicht auf seiner Seite, hätte ihm den Finallauf gewünscht.

Gehirnschmalz

für die Laufzeit zwar das gesetzte Minimum an IQ errreicht, für die Teilnahme aber viel zu blöd - so oder so ähnlich wird der Herrmann Maier jetzt wohl über seinen Sports'freund' Rogan denken.

Man kann ihn mögen oder nicht...

Ich finde dieses Karriereende passt aber zu ihm und seinem Image.

Bei manchen Rogan Basher

habe ich leider aber auch das Gefühl, der Spott soll von der eigenen Bedeutungslosigkeit ablenken.

und....

.... worauf manifestiert sich ihr wertvoller Beitrag zur Förderung unserer Gesellschaft ???

ach ich

sammle so Antworten wie ihre damit ein :)

Ist es eigentlich ein Zufall, dass in den contra-Rogan-Postings die meisten Rechtschreibfehler sind...?

vielleicht ist er mittlerweile zu dick?

Nein, zu intelligent. Bekanntlich halten sich nur die Dummen an die Regeln!

...

Wenn ich groß bin, werde ich auch mal Kapmfrichter...

abgesehen von seinen leistungen....

.... wäre er bei jedem anderen verband, mit solchen allüren schon länst hochkannt hinaus geworfen worden.

sportlicht meisst top, sonst aber leider mehr flop

ich mag den Rogan.. der sagt wenigstens, was er denkt. Ist eh selten.
Aber Anfangs, als ganz Österreich den schnösligen Sunnyboy liebte, war er mir eher wurscht bis unsympathisch. Aber mittlerweile hab ich Respekt vor ihm, und das schaffen Promis (meist aus Informationsmangel meinerseits) eher selten)

Aber so sinds, die Österreicher (nein, die Leut sind eh überall so)..den angepassten lieben Bub haben alle gern, aber wehe, der sagt mal was, was dem Dumpflingsheini nicht passt.

Find ich schad für ihn, dass das so ausgegangen ist.

is keine frage von angepasstheit oder nicht, wenn man unsinn verbreitet. der innauer könnte ihm schon klarmachen welche bedeutung das hirn im spitzensport hat. und dass es vor allem nicht ums ausschalten desselben geht, im gegenteil ums ausnützen und freimachen von fähigkeiten, die am ende den entscheidenden unterschied ausmachen.
die formel, weniger intelligente sportler hätten einen vorteil, ist ziemlicher schwachsinn! ein echte diskussion zu dem thema wäre sehr interessant.
nicht gerade mit der stöckel, aber mit leuten die was davon verstehen. intelligenz hat übrigens nichts mit bildung zu tun. als nachteil im sportl. wettkampf ist sie auch noch nie hervorgetreten.

Die Wahrheit...

...liegt wie immer in der Mitte..;-) Der Innauer waere nie gut gesprungen, wenn er beim Springen an irgendwelche technischen Details gedacht haette. Das Denken ist fuer das Training gut, das Nichtdenken fuer den Wettkampf (wenn man nicht gerade Schachspieler ist). Das Denken ist auch fuer den Umgang mit der Oeffentlichkeit gut...

ich sag ja nicht, dass er recht hat, dafür kenn ich mich zu wenig aus. Ich sag, dass er sagt, was er denkt.
Und das ist eine unglaublich erfrischende Angewohnheit in unserem C- Promi- Seitenblicke Dschungel von widerlichen Persönlichkeiten.

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Mit den meisten missgünstigen, schadenfrohen, selbstgerechten und neidischen Postern in diesem Forum möchte ich privat NIE etwas zu tun haben!

Bitte haltet euch fern von meinem Leben!
Danke!

Stimmt

... da gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Vier Tage später immer noch Schaum vorm Mund und immer feste drauf. Das sagt viel.

Zu intelligent...

...fuer die Wende..;-) Mir war Rogan immer schon unsympathisch, aber seine Aussagen ueber "Intelligenz" sind ja nicht ganz so falsch...es gibt sicher aber auch sehr intelligente Sportler, die einfach alles ausblenden koennen, und dann auch so fokusiert sind, wie Sportler, die nicht viel nachdenken...ich kann die Disqualifikation nicht beurteilen, aber es koennte auch sein, dass Rogan auch in Schwimmerkreisen nicht der Beliebteste ist und dann wird halt einfach bei der Wende einmal ganz genau hingeschaut...

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