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Nicht nur bei Menschen, auch bei Schopfmakaken gibt es Freundschaftsdienste, die das (Über-)Leben erleichtern.
London/Wien - Mitunter dürften es Primatenforscher auch recht lustig haben. Zum Beispiel dann, wenn sie im indonesischen Dschungel mit Schopfmakaken "Python" spielen. Um herauszufinden, wie es um Freundschaftsbeziehungen bei den Affen bestellt ist, versteckten sich die Wissenschafter mit einem lebensgroßen Modell der Riesenschlange hinter einem Baum und erschreckten Affen mit ihrem vermeintlichen Todfeind.
Wie nicht weiter überraschend, stießen die Tiere sogenannte Rekrutierungsrufe aus, mit denen sie ihre Artgenossen alarmierten. Die Forscher zeichneten die Rufe auf, spielten sie dann verschiedenen anderen Mitgliedern der Schopfmakakengruppe vor und filmten dann mit Videokameras die jeweiligen Reaktionen. Einige Tiere waren mit dem Rufer gut befreundet, andere hatten keine nähere Beziehung zum Alarmisten.
Tatsächlich zeigte sich, dass es auch bei Affen so etwas wie wahre Freundschaft in der Not gibt: Je näher die soziale Beziehung der Affen zueinander war, desto schneller waren sie bereit, den Feind gemeinsam in die Flucht zu schlagen, wie die Forscher in den "Proceedings B" der Royal Society schreiben.
Die Verhaltensforscher schließen daraus, dass enge soziale Bindungen, die über Verwandtschaft hinausgehen, schon weit vor der Menschwerdung eine zentrale Rolle spielten. Der gemeinsamen Verteidigung gegen Raubfeinde kam dabei wohl eine besondere Bedeutung zu. (tasch/DER STANDARD, 2.8. 2012)
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Ein Beispiel: Die Freundin meines Hundes (beide Golden Retriever) wurde von 3 Schäferhunden aufs Korn genommen. Mein Hund hat das bemerkt und hat die Schäfer seinerseits attackiert - und ist dann netter Weise zu mir geflüchtet (weil er mir als Beschützer alles zutraut).
Wie immer ist das wahre Leben wissenschaftlich nicht sehr relevant - aber Soziale Beziehungen gibt es ja nicht nur bei Affen und Hunden, sondern bei vielen Arten. Es liegt auf der Hand, dass befreundete Tiere auf einander aufpassen. Das kann mit der "Menschwerdung" rein gar nichts zu tun haben.
Was Sie beschrieben haben ist aus meiner Sicht folgendes: Ihr Hund betrachtet die Hündin offenbar als Freund und hilft ihr deshalb.
Soweit stimme ich vollkommen überein.
Was ich aber zusätzlich aus dem Artikel herauslese ist folgendes: Die Affen sind entweder mehr oder weniger bereit zu helfen.
Das würde ich auf Ihr Beispiel folgendermaßen umlegen: Ihr Hund betrachtet Sie und ein weiteres Familienmitglied als Freunde. Ich nehme an dass der Hund einen als besseren Freund ansieht als den Anderen. Die Frage ist jetzt nicht ob der Hund bereit wäre seinem Rudel zu helfen, sondern ob er eher bereit wäre Ihnen oder dem anderen Familienmitglied zu helfen.
Hunde differenzieren sehr wohl auch die Enge der Freundschaft. Wenn sie in einer Familie leben, haben sie immer eine Hauptbezugsperson. Das ist meistens die Person, die sich am meisten mit ihnen beschäftigt (und kann von der Person die meistens füttert unterschiedlich sein). Wenn sich der Hund entscheiden muss, mit wem er mitgeht, oder wenn er Angst hat, geht er zu seinem "Lieblingsmensch".
Das Zusammenleben von Hund und Mensch wird meiner Meinung nach von der Wissenschaft sträflich vernachlässigt. Der Hund zeigt wunderbar, wie ähnlich Tiere Menschen sein können (vor allem, wenn sie seit 1000 Generationen mit dem Menschen zusammenleben).
Vielleicht haben Sie Recht.
Aber vielleicht sieht der Hund seinen "Lieblingsmenschen" einfach als das Alphatier an und sucht deshalb im Zweifelsfall seine Nähe.
Aus meiner Sicht wäre interessant zu sehen ob ein Hund in einer Extremsituation dem einem Rudelmitglied helfen würde, während er ein anderes in der gleichen Situation "im Stich" lassen würde. Oder ob er für alle Mitglieder des Rudels die gleiche Opferbereitschaft an den Tag legen würde.
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