Der Traum von grenzenloser Geldpolitik

Investoren stellen sich auf weitere Stimuli der Zentralbanken ein. Ökonomen warnen, dass die Geldpolitik bereits jetzt überfordert sein könnte

Frankfurt/Washington/Wien - Die Eurozone ist auf dem besten Weg in die Rezession, die USA werden 2012 kaum noch wachsen: Trotz dieser miesen Aussichten verzichtet die US-Notenbank Fed vorerst auf neue Konjunkturspritzen. Das teilte die Federal Reserve am Mittwochabend nach der Sitzung des Offenmarktausschusses in Washington mit. Zugleich betonte die Notenbank, sie werde bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um der Wirtschaft mehr Schwung zu verleihen.

Die Fed bestätigte zugleich den derzeitigen Leitzinssatz mit einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent. Bereits 2011 hatte sie angekündigt, dass der Zins bis Ende 2014 auf niedrigem Niveau gehalten werden solle. Auch die Konjunkturmaßnahme "Operation Twist" wird wie angekündigt bis zum Jahresende fortgesetzt. Dabei werden kurzfristig fällige Anleihen aus dem Bestand der Zentralbank gegen langlaufende Papiere getauscht. Das soll Zinsen etwa für Unternehmenskredite und Immobiliendarlehen drücken.

Die Finanzmärkte hatten seit Wochen gerätselt, ob die Notenbank ein neues Anleihekaufprogramm starten könnte. Das schwache Wachstum des Bruttoinlandsproduktes der USA von hochgerechnet 1,5 Prozent im zweiten Quartal hatte diese Spekulation genährt.

Dabei haben die Zentralbanken seit 2008 bereits eine Menge getan, um die Konjunktur anzukurbeln. Daten der Basler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), sie gilt als Zentralbank der Zentralbanken, zeigen, dass die Bilanzsumme der Notenbanken in der Krise bereits auf knapp 18.000 Milliarden Dollar gestiegen ist (siehe Grafik). Gemessen an den weltweiten Vermögenswerten, die von der Beratungsfirma McKinsey in einer Studie zusammengetragen werden, halten die Zentralbanken über 8,5 Prozent der weltweit ausstehenden Wertpapiere und Kredite.

Die BIZ-Ökonomen warnen daher, dass die Zentralbanken bereits überfordert seien: "Es gibt Grenzen, was die Geldpolitik leisten kann." Die Preisstabilität könnte ansonsten gefährdet sein. Ansgar Belke, Ökonom am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, glaubt zudem nicht, dass die Geldpolitik noch große ökonomische Wirkung entfalten kann: "Ein japanisches Szenario ist nicht auszuschließen."

Japan, das ist das bedrohliche Szenario für jeden Zentralbanker. Die Bank of Japan hat nach dem Platzen der Immobilienblase 1990 Zinsen gesenkt, Staatsanleihen gekauft und ihre Bilanzsumme massiv ausgeweitet. Doch das Wachstum konnte sie nicht ankurbeln. Zu sehr waren die Unternehmen und Haushalte damit beschäftigt, sich von den Fehlinvestitionen der Immobilienblase zu erholen, argumentiert Richard Koo, Ökonom von Nomura.

Augen auf die EZB gerichtet

Dazu warnt Stanford-Ökonom Nicholas Bloom, dass die hohe US-Verschuldung, die politische Unsicherheit und die Krise in Europa die Volkswirtschaften belastet. "Investitionen und der Konsum werden von diesem Unsicherheitsschock beeinträchtigt."

Das könnte vielleicht die Europäische Zentralbank (EZB) ändern. Die Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, "alles Nötige" zu tun, um die Krise zu lösen, hat Begehrlichkeiten geweckt. Die Volkswirte von Banken rechnen schon damit, dass die Europäische Zentralbank heute, Donnerstag, ankündigt, Staatsanleihen von Spanien und Italien aufzukaufen. Damit würde sie die Zinsen für die Länder senken. Laurence Boone, Ökonom der Bank of America: "Die Märkte erwarten eine Bazooka von der EZB, in Form von Anleihenkäufen." Die deutsche Bundesbank kritisiert allerdings, dass die Notenbank damit vor den Karren der Finanzminister gespannt wird. Sie spricht sich gegen unbegrenzte Anleihenkäufe aus.

Neben den Anleihenkäufen wird derzeit in der Eurozone auch darüber diskutiert, dem Eurorettungsschirm ESM eine Bankenlizenz zu erteilen, um ihr damit die Kreditaufnahme bei der EZB zu ermöglichen. Diese - von Deutschland ebenfalls abgelehnte Option - müsste allerdings nicht von den Euroländern abgesegnet werden. Italiens Premier Mario Monti erneuerte am Mittwoch seine Forderung nach einer Banklizenz für den ESM. "Ich denke, dass dies helfen und zu gegebener Zeit kommen wird", sagte Monti bei einem Besuch in Finnland. (Lukas Sustala, DER STANDARD, 2.8.2012)

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Es fehlt nicht am Geld, sondern an der Kaufkraft der Massen. Millionen von "Investoren" bieten Billionen für lukrative Investments. Aber es gibt keine lukrativen Investments wenn den Massen das Geld fehlt. Zu viele Menschen hat die neoliberale Ideologie zu arm gemacht um auf den Märkten mehr als das unbedingt Nötige nachzufragen. ... und da kollabiert die Wachstumsideologie. Der freie Markt ist die Krise! Zusätzlich vergibt die EZB Billionen an Banken, als parasitäre Zwischenhändler die zusätzlich häufig mit Steuergeld gerettet werden müssen. Die einzig logische Schlussfolgerung: EU/EZB entscheiden ausschließlich zu Gunsten der Banken, zum Schaden der BürgerInnen, die sich keine Lobbyisten leisten können.

Die Wirtschaft lebt und stirbt durch die Konsumenten...

Wie es denen geht ist den Politiker großteils gleich. Es wird immer nur auf die Befindlichkeiten der Großbonzen geachtet und die Maßnahmen auf deren Wohlergehen abgestimmt. So wird allerdings nichts besser und die Dauerkrise bleibt uns erhalten.

Kennt sich da eigentlich irgendjemand noch aus? Ich verstehe nur Bahnhof. Aber ich habe verstanden, dass Hoillande im Alleingang die Finanztransaktionssteuer eingeführt hat. Und wie war das doch, Frau Fekter, Herr Spindelegger und Herr Faymann? Wollten Sie nicht mit Frankreich zusammengehen?

Eine Erklärung

Auch wenn Geld noch so billig zu haben ist, will es zur Zeit niemand als billigen Kredit um zu konsumieren oder zu investieren, dazu haben Private und Unternehmen zu viel Angst.

Nur GeldGESCHENKE wären willkommen, die die persönlichen Fehlentscheidungen aufheben würden. Nur diese Geschenke würden die Geldmenge sprunghaft erhöhen und wenn alle dann wieder schlagartig Geld ausgeben, zu Inflation führen.

Alles andere sind wieder technische Details.

Sie Investoren sind das Übel...

...für dessen Therapie sie sich halten!

beachtliche Leistung

... diese zwei Aussagen unwidersprochen in einen Absatz zu packen:
"Die Preisstabilität könnte ansonsten gefährdet sein ... 'Ein japanisches Szenario ist nicht auszuschließen.'" Blöd nur, dass Japan das Land mit dem geringsten Preisanstieg der letzten beiden Jahrzehnte ist.

"sie werde bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um der Wirtschaft mehr Schwung zu verleihen."

wie lange wird man diese massnahmen fortsetzen, die allesamt nur die kontinuierliche verschlimmerung des status quo erzielt haben?

wir hören selten, dass dabei die reichsten immer reicher werden und der rest der weltbevölkerung immer ärmer, wir hören nur, dass gleichzeitig der krieg eskaliert, und dass es auf einer "verschwörungstheorie" beruht, dass ein kausalzusammenhang zwischen seiner und der eskalation der "krise" besteht.

die "krise" dient dem krieg und der macht-akkumulation der FI. logischer schluss: sie wurde bewusst herbeigeführt, von denen, die von ihr profitieren.

die demokratie ist am ende, die sklaverei wieder eingeführt, die wahl heisst arbeits-sklave oder kriegs-sklave.

BEDINGUNHGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle.

Notwendig ist: Eine EU-Richtline zur Begrenzung der

staatlichen Anleihezinsen auf das Ausmaß des gegebenen Wirtschaftswachstums!
Wächst die Wirtschaft kaum oder nicht, können die Staaten auch kaum oder keine Zinsen bezahlen.

DAS IST FAKT und DAHER GEHÖREN DIE STAATANLEIHEN JEGLICHER SPEKULATION ENTZOGEN!

Nur so DIENT UNS der EURO und WIR DIENEN NICHT umgekehrt dem EURO!!!

Fragt die Volkswirtschaftler und NICHT die BANKER!
Die verstehen mehr vom Geld, das denm Volk und Staat dienen soll und nnicht ausschließlich den BAnken und Spekulanten!
Die Banken haben mit ihrer virtuellen Geldvermehrung kurioserweise bewiesen, dass sie mit der Knapphaltung der "Geldmenge 1" (und somit Inflationsvermeidung) weniger umgehen können als die (hochentwickelten) Staaten mit guten Kontrollsystemen! ID EST!

Richtig. Griechenland soll bei -10% Wachstum -10% auf seine Anleihen zahlen. Die Investoren werden Sie sich darum reißen! Es ist erschreckend, wie schlecht Volkswirte heute ausgebildet werden.

...und Staatsanleihen müssen stabil niedrige Zinsen haben und

gehören den Investoren (=Spekulanten) völlig entzogen, das wird die EZB in der Not ohnehin machen, Sie werden´S sehen. Warten´s nur ab.
Schlecht ist es, wenn man sich bei geldpolitischen Entscheidungen ausschließlich von (eigennützigen) Bankern beraten lässt!
Das muss sich in Zukunft ändern, so die EURO-Zone überleben soll! Dass Banker nicht den Stein der Weisen besitzen, haben sie ja hinlänglich bewiesen! (Oder ist hier jemand anderer Meinung?)

Genau Sie haben´s fast erfasst, Herr Bankwirt!

bei -10% Wachstum sind -10% Zinsen fällig bei der EZB, die Anleger kaufen sowieso keine Griechenlandanleihen! Und die Negativzinsen ergeben sich durch den Schuldenerlass, capito? Als Kontrolle fungiert ohnehin die Troika (bis sie es selber lernen, auf´s Geld aufzupassen bzw. von Abzockern Geld einzutreiben).
Refinanzieren muss das derweil die EZB, wer sonst? Oder sollen wir mit dem Hut für den Chauffeur durchgehen???

Schlecht, dass Bankwirte so schlecht in Volkswirtschaft ausgebildet sind!

Der ESM muss BANKENEIGENSCHAFT erlangen!

anders geht der ESM schon vor seinem Inkrafttreten den Bach hinunter:
Wenn er sich (wie vorgesehen) auf den freien Märkten das Geld besorgen muss, müssen ihn die Ratingagenturen dowenraten, damit die Banken wieder das verdienen, was sie ohnehin über überhöhte Zinsen verdient hätten). Der ESM wäre sinnlos!
Der ESM muss die Staaten direkt mit frischem Zentralbankgeld verosrgen (natürlich nur mit strengen Sparauflagen und im absolut notwendigen Ausmass).
Das erfordert ein europaweit gleichartiges Finanz- Steuer- und Geldwesen, damit die Geldmenge immer mit den staatl. & wirtschaftl. Erfordernissen abgestimmt ist.
Fehlendes Geld kann nicht geliehen werden, es ist von der EZB (über den ESM den Staaten direkt) zu REFINANZIEREN!

Weiters muss ein Grundprinzip gelten:

BANKEN KÖNNEN UND DÜRFEN NICHT DURCH NICHTBANKEN (wieder mit geliehenem Geld von den Banken) GERETTET WERDEN.

Gestrauchelte Banken sind zur Verantwortung zu ziehen, indem man die Eingetümer entläßt (je nach Schweregrad der Verfehlung auch einsperrt), die Bank verstaatlicht und die verzockten (und daher fehlenden) Gelder schuldenfrei über die Zentralbanken refinanziert. So leidet niemand darunter und die Einlagensicherung belastet niemanden, niemand muss eine Bankeninsolvenz fürchten...BANKEN SIND EBEN ANDERS ZU SEHEN ALS NICHTBANKEN!

Liebe Leute, Phase 1: das FI-System zerfällt, ist halt schon sehr alt, what to do?

Das große Einsperren beginnt.
135 Bänker-Kaliber weltweit eingesperrt in den letzten 5 Wochen. http://consciouslyconnecting.blog.com/2012/07/2... ted-oh-my/ (LIBOR steht am Anfang) Ron Paul wird zum Denkmal: Fed-Gesetz im Repräsentantenhaus verabschiedet http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=22452 Bernanke ezeugt seine völlige Inkompetenz, wenn es um hohe Beträge geht WHERE'S half a trillion dollars, Ben? Grayson hammers Bernanke (07/21/09) http://www.youtube.com/watch?v=uGs_Qn5yEgs

Liebe Leute, Phase 2: Die Grundvernunft beginnt zu spriessen, WIE ERFREULICH

!! NESARA steht bereit !!

Wird freie Energie freigebgeben und kommt ein gerechtes Geldsystem?
http://nesara.jimdo.com/startseit... dan-nidle/

... wie erstaunlich ;)

... keep swinging ....

PS: on countdowm

fürchte wir sind beiweitem noch nicht reif genug um diese energieform wirklich friedlich nutzen zu können - merkt man auch daran, daß eigentlich alle die gelernt hatten diese energieform zu nutzen - und funktionierende maschienen gibt es inzwischen zu hauf, von der methernita bis würth, von tesla bis schauberger - sich standhaft weigern zu veröffentlichen (falls ihnen die entscheidung zur geheimhaltung nicht eh durch frühzeitiges ableben abgenommen wurde) - auch diese energieform hat einen preis, fürchte ich.

guter vortrag von einem der schon sehr weit war in dieser forschung:
http://www.youtube.com/watch?v=_IfHBPXqyNk

Es wird hier viele verkannt und falsch gesehen - nur eine frage müssen wir beantworten -

und danach handeln:

Dient die (Volks-)Wirtschaft dem Geld oder soll das Geld der (Volks-)Wirtschaft dienen???

Das Geld ist ursprünglich als Tausch-, Thesaurierungs- und Wertevergleichs-Mittel gedacht.
Ganz einfach, damit wir unsere Waren herstellen, verkaufen, kaufen und konsumieren und Dienstleistungen anbieten können und dazu ein stabiles vertrauenswürdiges Wertesystem haben.
Das Geld diente einst fast ausschließlich dem Volk, dem Staat und der Wirtschaft dessen...

Nun gab und gibt es (leider) auch findige Banken und Spekulanten, die schon lange Ideen hatten, aus Geld (möglichst ohne Umschweife über die Wirtschaft) selbst - mehr - Geld zu machen. Das geht natürlich nur über - künstliches gegenseitiges - Hochschaukeln von Wertpapieren.

Es wird hier vieles verkannt: 2.Teil

Hinzu kommt die Zinspolitik: Die Banken bekommen billiges Geld bei den Zentralbanken und veleihen es mit Zinsgewinnen teuer weiter an Staaten und Private...
Der hund liegt im Detail: Die Banken (und Zentralbanken) schöpfen zwar das Kreditgeld (Kreditgeldschöpfung) aber die schöpfen nicht die Zinsen mit, die sie bei der Rückzahlung zusätzlich verlangen. Daher wird bei den Nichtbanken das Geld ständig knapp und es müssen immer mehr Kredite vergeben werden, um die alten Schulden zahlen zu können...Das Geldsystem ist also ein reines Schuldgeldsystem, nur wenn die Bank das Geld nicht zurück bekommt, bleibt das Geld im Wirtschaftskreislauf, anderfalls wird es bei Rückzahlung mit der gegengebuchen Wert "glatt gestellt" (vernichtet)...

Es wird hier vieles verkannt: 3.Teil

Bekommt die Bank das Geld nicht zurück, bekommt sie meistens einen Teil der realen Werte (Wertschöpfungen), die mit dem Kredit geschaffen wurden: So werden die Banken durch "Kreditgeldschöpfung aus dem Nichts" immer reicher an Realen Werten (Immobilien, etc...). Den Nichtbanken werden ständig Realwerte entzogen oder deren Verschuldung steigt an...Also mehr schulden oder immer weniger Werte, kein Wunder, dass den Banken eines Tages das ganze Land gehören wird -> das Geld fließt ständig bergauf!

Nun wollen die Banken aber auch an den Staaten verdienen (maximieren lässt sich das über Ratingagenturen, die Staaten u. Schutzsysteme wie den ESM downraten, damit die Banken u. Spekulanten noch mehr verdienen). Das Ganze soll über Steuern bez. werde

Es wird hier vieles verkannt: 4.Teil

Die Steuern zahlt das (für vermeintlich dumm gehaltene) Volk...Dazu muss man natürlich den Wohlfahrtsstaat zurückfahren, "alternativlos" wird so ein Fiskalpakt oder Schulden bremse gesehen...wenn man nur auf die Banken und Märkte hört...

Es ist nun endgültig geglückt: Der Neoliberalismus jubelt, der "Sozialbarock" mus weg, Arbeiten bis 70 wird salonfähig gemacht (egal ob das kreuz von der Arbeit mit 55 kaputt ist oder nicht)...
Was Gewerkschaften in 100 und mehr Jahren erkämpft haben, läßt sich durch strikte Banken-(Geld-)Politik in wenigen Jahren vernichten, das muss doch verlockend klingen, oder nicht?

Endlich ist das Ziel erreicht: Das Geld dient nicht mehr der Wirtschaft, sondern DIE (VOLKS-) WIRTSCHAFT DIENT DEM GELD!

Es wird hier vieles verkannt: 5.Teil

Wenn aber das GELD wieder der WIRTSCHAFT dienen würde, würde ja - wenn Geld im Kreislauf fehlt - dieses Geld einfach (dem Wertschöpfungszuwachs entsprechend) durch die EZB im notwendigen Ausmaß den Staaten zugeführt (ohne die Schulden zu erhöhen).
Warum u wem sollte dieses (Refinanzierungs-)Geld denn "zurück-"gezahlt werden, wenn es neu geschöpft wird (weil zuerst zuviel virtual money durch Bankenspekulationen über Derivate & Leerverkäufe künstlich die Geldmenge in realwirtschaftlich nicht vorhandene Höhen getrieben hatte und danach als zerplatzte Blasen plötzlich in den Bankbilanzen fehlte)? Das Geld soll doch im Kreislauf bleiben. Wenn man EZB-Geld nur den Banken gibt, verpufft dieses Geld in den Bilanzen! Also das GELD den STAATEN.

Banken krachen lassen, heißt Bürger krachen lassen. Jemand muss die Zeche letztlich bezahlen (den letzten beißen die Hunde).

Ein paar gute Ansätze seh ich, aber eine Gedanken möchte ich anhand von einigen Thesen hinterfragen:

- Geld der Banken = Geld der Staaten = Geld der Bürger (vgl. Saldenmechanik von Stützel)
- "Geld", das nicht zurückgezahlt werden muss, ist wertlos
- Die Eigentumskonzentration und deren Folgen ist ein Politikum
- Die Alternative zu Wachstum = Schrumpfung. Stagnation (Ausbleiben der Neuverschuldung) bedeutet Untergang (Teufelskreis: Kreditkette reißt -> Eigentumspreise stürzen -> Verpfändungsmöglichkeiten schwinden)
- Die Trennung von Realwirtschaft/Finanzwirtschaft ist illusorisch.
- Geld war nie Tauschmittel, sondern basierte immer schon auf einem Schuldkontrakt. Das ist ein leider ein tragisches historisches Mißverständnis.

so ein schwachsinn: im allgemeinen wachsen selbst MANCHE sich laufend weiter verschuldende länder nur schwach. da hilft mehr verschulden gar nichts! sondern nur mehr bildung und arbeit/lohn aufteilen. zb 2% pa.

Glaubt eigentlich noch jemand, dass man in einer technologisierten Welt die Arbeitslosigkeit mit Wachstum bekämpfen kann? Noch dazu mit Wachstum, welcher auf Schulden basiert und uns alle jede Menge Steuern, bzw. Lebensqualität kostet.

Da werden verbissen Pfründe verteidigt, statt endlich mal ein gesellschaftliches Umdenken anzugehen. Mal schauen ob ich es noch erlebe.

Genau, Wachstum ist ja völlig unwichtig...

...machen wir's doch einfach wie Griechenland und exportieren Schafskäse und Oliven. OK, bei uns halt nicht Oliven, aber Birnen und Marillen und Weinbeeren. Dieses Modell hat in Griechenland ja gaaanz toll funktioniert.

Wozu studieren? Wachstum ist ja völlig unwichtig. Entwickeln wir uns doch zu einer Agrargesellschaft zurück, so wie das ihr grosses Vorbild Pol Pot in Kambodscha ja vorexerziert hat.

Aber im Ernst: Warum wandern sie mit so einer Gesinnung nicht einfach nach Nordkorea oder Kuba aus, wo es die "Diktatur des Proletariats" gibt. Wachstum steht dort (ganz offensichtlich) nicht im Vordergrund, und es herrscht Vollbeschäftigung.

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