Bau auf illegaler Deponie in Tirol: Prozess um absinkende Häuser

1. August 2012, 17:19

Gemeinde bestreitet Vorwurf

Innsbruck - Drei Häuser drohen in Rietz zu versinken. Sie stehen offenbar auf einer illegalen Deponie. Die Baugründe seien Anfang der Neunzigerjahre von der Gemeinde gekauft worden, sagte eine Bewohnerin in einer Sendung von Radio Tirol. Das Grundstück sei für eine Reihenhausanlage umgewidmet worden, Keller waren nicht eingeplant. Ein Dorfchronist habe den Bewohnern schließlich 2007 von den Ablagerungen unter den Häusern erzählt.

Daraufhin hätten die Familien einen Geologen beauftragt, den Untergrund zu prüfen. Dieser fand unter der Erde Müll statt Schotter und Erdreich. Ein Prozess um die Sanierungskosten von mittlerweile 800.000 Euro zwischen Bewohnern und der Ortschaft läuft seit rund vier Jahren. Die Gemeinde sieht sich jedoch nicht als Betreiberin der Deponie.

Diese sei von einigen Landwirten angelegt worden. Und sie sei vor der Umwidmung als saniert betrachtet worden. Angefangen hätten die Veränderungen an den Häusern mit Rissen in den Wänden. Mittlerweile hält eine Bewohnerin einen Räumungsbescheid in Händen. Bürgermeister Gerhard Krug war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (ver, DER STANDARD, 2.8.2012)

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24 Postings
bei meiner Ehr

Da wird die lügende Gemeinde nicht mehr viel zu palavern haben: Gemeinde haftet für alle Schäden

Das Gericht stellte fest, dass die beklagte Partei, also die Gemeinde, für sämtliche kausale Schäden zu haften hat im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaften an die klagenden Parteien, weil die Gemeinde beim Verkauf die Käufer nicht über den ehemaligen Deponiestandort aufklärte und entgegen den Bestimmungen des Tiroler Raumordnungsgesetzes diese Liegenschaften als Bauland ohne jegliche Einschränkung ausgewiesen waren, so das Urteil.
http://tirol.orf.at/news/stor... s/2544054/

Umwidmungen und Geschäfte al la Wallnöfer/Van Staa

Nix Neues in Tirol.

Piefke Saga!

Jetzt wird auch der letzte Teil Realität!

In Wien nicht anders.

Da wird die ehemalige Deponie am Wienerberg auch als Naherholungsgebiet angepriesen.

mit einem kleinen Unterschied...

Donaupark ist eine Mülldeponie, die Hufnagldeponie SOLL zu einem Naherholungsgebiet werden.

Allerdings sind diese (ehemaligen) Deponien gesichert, mit Sperrbrunnen und so weiter, da ist ein Unterschied zu so mancher Deponie "am Land", speziell Bauschuttdeponien werden dort nur platt gemacht, Erde drüber und fertig.

was soll das

wie auch immer die zuständige baubehörde ist der bürgermeister, grundeigentümer war die gemeinde, die auch von der illegalen deponie wusste.

also ganz logisch - gemeinde haftet.

aber auch in tirol kümmert man sich scheinbar auch nicht um gesetzte.

die justiz braucht schon 4 jahre - für was denn!!!1

Der Bürgermeister

weiss von nichts.

Ist er vielleicht ein zugezogener Wiener??

tja da sollte die gemeinde schauen was für grundstücke sie kauft.

Wozu?

Die Freunderlwirtschaft sorgt doch vorab schon dafür, daß alles mir rechten Dingen zugeht ... die machen das doch nie im Hinterzimmer, weil jemand was zu verbergen hätte ... ;-)

Illegale Deponie in Tirol? Ich wusste es, dass die Piefkesaga eigentlich eine Doku war!

Die Klage also bitte an Karl - Friedrich Sattmann richten!!

hinterholz 8 läßt grüßen.

Eindeutig Amtshaftung der Gemeinde !

Warum die Gerichte da so lange brauchen ?

In Wien wohnt man seit einiger Zeit im begehrten und dementsprechend hochpreisigen "Bruckhaufen" an der Neuen Donau

wo bis 1960 eine Mülldeponie war und wundert sich über absinkende Häuser, Trichterförmige absackungen im Garten und die eine oder andere Schwermetallbelastung am selbstgezogenen Gemüse.

Wer nicht ins Altlastenkataster schaut vorm Grundkauf kann in Österreichs Ballungsräumen ganz schön angeschmiert werden.

hochbegehrt mit direkter Aussicht auf die Donau-Ufer-Autobahn.

Nicht nur in den Ballungsräumen...

in meiner Heimatgemeinde am idyllischen Lande gibts an die 10 mitllerweile schön zugedeckte und grasdrübergewachsene Deponien, an die sich kaum mehr jemand erinnert...

sind ja Zustände

wie in Hinterholz!

Kölla groben, naa...
Kölla grobn is do verbot´n - Wasserschutz...

Illegale Deponie/Bauplatz

Da haben die Bauern wieder ein paar "zugereiste Häuslleute" erwischt. Es fühlt sich natürlich keiner verantwortlich und die Gemeinde schon gar nicht. Es haben im Dorf zwar alle gewußt - die Gemeinde war "ahnungslos". Eine riesen Frechheit. Es gehört eine hieb- und stichfeste Judikatur her. Diese Fälle hat es ja immer wieder gegeben.

das ist ja heute noch üblich...

in diversen ländlichen Gegenden seinen Müll irgendwo zu verscharren... War ich beobachtender Weise in den letzen Monaten live dabei im Südburgenland...

Ich glaub die sehen das gar nicht als so schlimm an, die alteingesessenen Bewohner diverser Gemeinden, schließlich stehen deren Häuser (so bis in die 80er Jahre) ja auf dem eigenen Bauschutt...

Die Leute BEklagen sich zwar viel, aber KLAGEN tun sie dann recht wenig, wenn da nur die Hälfte aller neuen Häuselbesitzer eine Klage einbringen würden, dann würde nicht nur der Popo vom BM sondern auch die Popos des gesamten Gemeinderates mal ordentlich auf Grundeis gehen...

Das kommt halt dabei raus, wenn die oberste Instanz in Bauangelegenheiten und Raumplanung der Bürgermeister ist. Aber Hauptsache, in der Bauordnung steht drinn, dass man ein satteldach bauen muss...

... nur der Ordnung halber. Der Bürgermeister ist in Bauangelegenheiten nicht in der letzten, sondern in der ersten Instanz entscheidungsbefugt.
Kaum vorstellbar, dass ein Bürgermeister über eine alte Deponie (wenn auch illegal) nichts weiß.

Die 800.000 müssen letztendlich vom Bürgermeister bezahlt werden. Der kann es sich ja dann wieder von der Gemeinde einklagen, wenn er will. ...

na hoffentlich

ist der Bürgermeister schon "too big to fail", dann müssen wir ihm schon aushelfen, gell...

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