TU-Mathematiker erhält europäischen Förderpreis

1. August 2012, 12:40
  • Franz Schuster
    foto: tu wien

    Franz Schuster

ERC-Starting Grant für Franz Schuster - zuvor bereits von Wissenschaftsfonds und Akademie ausgezeichnet

Wien - Franz Schuster vom Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie der Technischen Universität (TU) Wien erhält einen Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Die mit etwa einer Million Euro dotierte Förderung wird Schuster dazu nutzen, seine Arbeitsgruppe zu erweitern und die Theorie geometrischer Ungleichungen mit anderen Bereichen der Mathematik zu verknüpfen, heißt es von Seiten der TU.

Der aus dem Burgenland stammende Mathematiker studierte an der TU Wien. Er erhielt im Juni dieses Jahres bereits einen START-Preis des Wissenschaftsfonds FWF. Neben dem ERC-Grant und dem START-Preis wurde Schuster 2010 auch mit dem Hlawka-Preis der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ausgezeichnet. Nach Auslandsaufenthalten in Florenz, Freiburg und New York kehrte der Wissenschafter an die TU zurück.

Um die Starting Grants des ERC konnten sich bisher Wissenschafter bewerben, die sich in ihrer Karriere zwischen zwei und zwölf Jahre nach dem Doktorat befinden. Für künftige Vergaben werden sie in zwei Kategorien geteilt: Unter dem Namen "Starting Grant" werden ab der nächsten Ausschreibungsrunde Förderpreise für jüngere Postdocs vergeben, "Consolidator Grants" werden für Forscher vorgesehen sein, die ihr Doktorat schon länger hinter sich haben. Die Dotation beträgt maximal zwei Millionen Euro für fünf Jahre. (APA, derStandard.at, 1. 8. 2012)

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17 Postings
Ich freu mich echt für ihn.

Er hat zwar einen sehr gewöhnugsbedürftigen Humor (den ich allerdings liebe), allerdings ist der Mensch was die Lehre angeht einfach spitze. In 2 Stunden Repetitorium hat er mir mehr gebracht als 4 Stunden Vo und 2 Stunden Ue. Und wie es aussieht, ist er in der Forschung auch sehr gut dabei. Für ihn wäre also eine Professorenstelle nur gerechtfertigt, da Professoren die in Forschung und Lehre hervorragend arbeiten, soweit ich es überblicken kann, sehr selten sind. Ihn zu verlieren sollte man also vermeiden.

und wofür hat er den Preis bekommen?

ERC...

...sind keine "Preise" für erbrachte Leistungen sondern Projektförderungen! Wird aber in Österreichs Medien regelmäßig falsch dargestellt!

Vielleicht meint der steppi1 auch den START-Preis des Wissenschaftsfonds FWF.

das stimmt, als "preis" kann man das aber trotzdem bezeichnen. "awards and grants" tauchen auch in wissenschaftlichen lebensläufen meist in der selben kategorie auf.

+ |= =

Nur weil ein "und" dazwischensteht heißt das aber bitte nicht, daß das dasselbe wäre...so wie in Äpfel und Birnen.

"Grants" bekomme ich damit ich was leiste, "Awards" wenn ich etwas geleistet habe...auch wenn die Spitzfindigen unter uns nun meinen mögen, daß man nur eine Chance auf Grants hat, wenn man bereits was geleistet hat..."Wer hat dem wird gegeben..."

was ist dann mit dem "START-Preis"?
Der ist ein Grant.

Touché...

...österreichisch verbockt würde ich das nennen..."man kann doch niemandem so viel Geld in die Hand geben für ein Projekt, welches erst realisiert werden muß - also nennen wir es Preis, damit es so wirkt, als ob bisherige Leistungen ausgezeichnet würden..." ;-)

:-)

na es ist wohl immer beides -
bisherige leistungen werden damit ausgezeichnet, dass man der person geld in die hand gibt um künftig auch große leistungen zu vollbringen.

wer einen weltklasse-grant-antrag schreibt aber noch nie etwas ordentliches publiziert hat, wird wohl auch keinen cent sehen.

Gratulation!

Herzlichen Glückwunsch - einer der Lichtblicke in der österreichischen Mathematiker-Szene! ABER: Konsequent wird ihm eine (wirkliche) Professur an der TU verweigert, und eine Mitgliedschaft in der ÖAW? Um Gottes Willen, da müssen zuerst ein paar senile Deppen in der naturwissenschaftlichen Klasse aussterben. Ab nach USA, lieber Herr Düsentrieb!

was heißt "die professur wird ihm konsequent verweigert"? das klingt nach verschwörungstheorie.

schuster ist noch etwas jung um ordinarius zu sein. das kommt schon noch.

Schuster ist vermutlich 33. In dem Alter gibts in Österreich schon einige Ordinarii. Dadurch dass es bei uns kein Äquivalent zum associate professor gibt muss man die wirklich Guten zu Ordinarii machen wenn man sie halten will.

Was bringt eine Mitgliedschaft in der ÖAW ?

Und auf einen Professorentitel legt doch heute kaum jemand mehr Wert. Der bringt übrigens nur ein paar Hunderter mehr im Monat und viel Verwaltungsaufwand.

Das ist grober Blödsinn. Je nach Fach kann die Professur sogar etliche Tausender zusätzlich pro Monat bringen. In begehrten Fächern kriegen sie schnell 9000 brutto und mehr. Und Unkündbarkeit noch dazu.

Die Professur bringt schon was

Dann schau'n sie sich mal das Dienstrecht an. Geld ist nicht alles, sondern wichtig ist die Unabhängigkeit, das machen zu können, was aus eigener Sicht Sinn macht.

"Die Wissenschaft und ihre Lehre sind frei." (Verfassungsbestimmung).

Der frühere Sektionschef und praktisch Wissenschftsminister Sigurd Höllinger sprach schon seit Jahrzehnten von der Zwei-Kurien-Universität.

herzlichen Glückwunsch!

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