Mercosur nimmt Venezuela als Vollmitglied auf

1. August 2012, 12:14

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff verkündet Erweiterung des südamerikanischen Handelsbündnisses

Brasilia - Zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl ist Venezuela in den Wirtschaftsverbund Mercosur ("Mercado Comun del Sur" - "Gemeinsamer Markt des Südens") aufgenommen worden. Einen entsprechenden Beschluss fasste am Dienstag in Brasília ein Mercosur-Sondergipfel. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, die derzeit die Mercosur-Präsidentschaft innehat, sprach von einer historischen Entscheidung. Damit erstrecke sich der Mercosur künftig von Patagonien bis an die Karibik.

Die Aufnahme des Öllandes Venezuela wurde nur möglich durch die Suspendierung der Mitgliedschaft Paraguays, das den Beitritt Venezuelas bis zum Schluss blockiert hatte. Dem "Gemeinsamen Markt des Südens" gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay und Venezuela an. Es ist die erste Erweiterung des Verbundes seit seiner Gründung im Jahr 1991.

Paraguays Mitgliedschaft ist wegen eines umstrittenen Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Fernando Lugo bis April 2013 suspendiert. Assoziierte Mitglieder sind Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador und Peru. Mercosur-Sitz ist Montevideo (Uruguay). Der Verbund strebt die Schaffung eines gemeinsamen "Binnenmarktes" an, der nach der Erweiterung nun rund 270 Millionen Einwohner zählt - 70 Prozent der Gesamtbevölkerung Südamerikas. Steuern sollen harmonisiert, Zölle abgebaut und der grenzüberschreitende Verkehr von Waren und Menschen erleichtert werden. In vielen Bereichen gibt es noch erhebliche Hürden. Auch die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur über ein Freihandelsabkommen stocken seit Jahren.

Der Mercosur kommt künftig auf ein Bruttoinlandsprodukt von schätzungsweise 3,3 Billionen US-Dollar. Das entspricht 83 Prozent des BIP von Südamerika. Mit rund 12,7 Millionen Quadratkilometer deckt er 72 Prozent der Fläche Südamerikas ab. (APA, 1.8.2012)

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12 Postings
Venezuelanische Behörden halten seit 29.August die unter US-Flagge fahrende "OCEAN ATLAS" im Hafen von Maracaibo fest, weil sie "geschmuggelte Waffen oder Drogen" an Bord vermuten…

…Der Kapitän wurde von Sicherheitskräften abgeführt, während die 15-köpfige Besatzung (alles US-Bürger) im Schiff verbleiben muß.

Die US Botschaft in Caracas bestätigte den Vorfall, hielt sich aber mit weiteren Äußerungen zurück.

HINTERGRÜNDE: Am 7.10.2012 können die Venezuelaner darüber entscheiden ob sich Chavez' "Bolivianismus" wählen, oder sich für Capriles Radonskis "Neoconnonismus" entscheiden wollen, den sie eigentlich bereits 1998 zurückgewiesen hatten…

…Umfragen zeigen, daß sich die Bürger wieder ähnlich entscheiden würden: Cahvez führt mit 55% zu Radonskis 34%, 10% sind noch unentschieden (IVAD).

Trotzdem agiert die "Oppositionspartei" unter Führung dieses "Mittelmäßigen" (OT Chavez) genau nach dem Skript der FI, die auch gerne wieder ihre südamerikanische Blaupause vom "Arabischen Frühling" (© DoD) veranstalten würde.



PS: Der Frachter "Ocean Atlantic" mit seinen 400-Tonnen Kränen transportiert häufig US-Regime-Transporte, da die US Ex-Imp-Bank darauf besteht, die von ihr finanzierten Ladungen ausschließlich durch US-beflaggte Schiffe durchführen z.lassen. - Vor 10 Jahren schipperte sie "Bohrequipment" i.d.Irak. - Und(!)- sie holte damals das ganze Atomklumpert aus Libyen ab.

Man sieht, die USA und ihr Hinterhof EU

isolieren sich mehr und mehr von der freien Welt.

Ein schöner Erfolg für Hogo!

Zollfrei ...

Da Venezuela praktisch alles IMPORTIERT (z.B. 70 % aller Lebensmittel) werden die anderen Mitglieder wohl eher wirtschaftlich von der "Aufnahme im Binnenmarkt" profitieren.
Venezuelas Wirtschaft ist vereinfacht in etwa:
- Öl verkaufen
- Mit diesem Geld dann alles Einkaufen und viele gelangweilte Staatsangestellte versorgen. Rente aus Öl.

und jetzt auch noch eine Gesundheitsversorgung für die arme Bevölkerung, das fehlte noch.
Vor Chavez war natürlich alles viel besser, besonders für die reiche Oberschicht.

Eben - die ist dann ja von Kuba importiert worden. Gegen "Gratis"-Öllieferungen.

wenn das ganze Geld nicht mehr in private Taschen fließt, dann bleibt auch was für Soziales übrig.
Für Spenden bleiben genug andere übrig.

aus ideologieblindheit blödsinn schreiben ist schon sehr arm.

Eher wenn sich der Ölpreis verzehnfacht.
Das Geld fliesst immer noch gut in private Taschen. Nur die Empfänger haben gewechselt. Die tragen nun vermehrt rote T-Shirts ;-)

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