Wieder tödliche Selbstverbrennung in Israel

1. August 2012, 10:07

45-Jähriger Armeeveteran wollte gegen hohe Lebenskosten protestieren

Jerusalem - Innerhalb von zwei Wochen ist zum zweiten Mal ein Israeli verstorben, der sich aus Protest gegen die sozialen Verhältnisse selbst angezündet hat. Wie das behandelnde Krankenhaus in Tel Aviv am Mittwoch mitteilte, erlag der 45-jährige Akiva Mafi seinen schweren Verletzungen. Mafi hatte sich am 22. Juli in Brand gesetzt - wenige Stunden vor der Beisetzung von Moshe Silmann, dem ersten Israeli, der mit einer spektakulären Selbsttötung ein Zeichen gegen steigende Lebenskosten und andere Ungerechtigkeiten setzen wollte.

Mafis behandelnder Arzt sagte, die Verbrennungen "waren zu ernsthaft und sein Tod vorhersehbar." Gut 80 Prozent von Mafis Körperfläche sollen bei dem Protestakt verbrannt worden seien. Mafi saß seit einem Unfall während seines Militärdienstes im Rollstuhl. Die Eltern des Mannes berichteten Medien, dass ihr Sohn verzweifelt gewesen sei über seine finanzielle Lage. Er habe sich vom Verteidigungsministerium und den Sozialdiensten im Stich gelassen gefühlt. Mafai hatte nach Angaben seines Bruders große Schulden und schon mehrmals mit Selbsttötung gedroht.

Mafis Selbstmordversuch ereignete sich kurz bevor das israelische Parlament umfangreiche Sparmaßnahmen und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer beschloss. Diese Maßnahmen werden vor allem Menschen mit geringem Einkommen treffen.

Die hohen Lebenskosten und die Jugendarbeitslosigkeit in Israel haben schon im vergangenen Sommer zu einem bis dahin beispiellosen Protest geführt. Auch in diesem Sommer hat die Bewegung wieder Fahrt aufgenommen. Allerdings erreichte der Protest in diesem Jahr mit der Selbstverbrennung von Moshe Silmann schon früh einen traurigen Höhepunkt. Silmann hatte der Regierung um Benjamin Netanyahu vorgeworfen, sie "nimmt von den Armen und gibt den Reichen". Seitdem hat es neben Mafi fünf weitere Fälle von Selbstanzündungen gegeben, die aber nicht tödlich waren. (APA, 1.8.2012)

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... notstand, Hartz 4, usw....

Hartz4 schlimm?? ja, mag sein im vergleich zu was??
das man sich heute aussuchen kann ob man versichert ist oder nicht ist schon mal luxus genug...

schlimm find ich zb: die romantik der menschen die sich alles herausnehmen können nur weil sie einer religion oder einem staat angehören..

Vielleicht sollte Netanyahu mal wieder einen kleinen Krieg vom Zaun brechen, dann vergisst man das mit den Selbstverbrennungen schnell.

Schuld sind sowieso immer die anderen.

Man muß es sich genau anschauen

Jedes Land ist anders und wenn es nur die Sozialen Zustände wären,dann verstehe ich nicht,warum sich in Deutschland nicht täglich 10 Menschen verbrennen,denn Hartz IV ist schlimm und noch schlimmer ist es,wenn man zu den hunderttausend gehört,die keine Krankenversicherung haben

Das Tücke liegt in der Kombination der Probleme.Wer jemals im Süden Israels war und einen Raketenalarm miterlebt hat oder wer im Sommer 2006 in Nord-Israel war,bekommt eine Ahnung,woher die Traumatisierung der Israeli kommt.Es ist der Eindruck,daß man Juden nach dem Leben trachtet,weil wir Juden sind.Nicht mehr und nicht weniger.Es ist bei vielen der Umstand,daß sie von Eltern großgezogen wurden,die selbst traumatisiert waren.Und der Staat ist eben nicht allmächtig.

"warum sich in Deutschland nicht täglich 10 Menschen verbrennen,denn Hartz IV ist schlimm "

Wie bitte?

Die Übernahme sämtlicher Kosten für Wohnung und Heizung, Befreiung von GEZ-Gebühren, Erstattung von Fahrkosten bei Beschäftigung (Achtung, nicht Arbeit) und zusätzlich noch 374 Euro monatlich für lau finden Sie schlimm?

Abgesehen davon sind alle Hartz4-Empfänger krankenversichert, da dieses eine Pflichtversicherung ist, wird auch die übernommen.

Ihr Vergleich hinkt nicht nur, er ist grundlegend falsch.

Falsch - Was folgt ist in D-Land kein Einzelfall

Dem kann ich folgendes entgegenhalten - Selbst erlebt!
Ich selbst bin vor drei Jahren krank geworden und war privat krankenversichert
Meine private KV hat mich am 19.Oktober rausgeschmissen
Vorwurf:Verletzung der vorvertraglichen Auskunftspflicht
Ich habe geklagt und seitdem,soweit ich konnte,selbst bezahlt
Seit 28.April 2010 kann ich nicht mehr arbeiten
Seit 21.Juli 2010 bekomme ich Hartz IV
Am 31.Mai 2012 gab's das Urteil - ich habe die Klage gewonnen
Das Urteil ist rechtskräftig

Ich mußte während dieser Zeit meine Medikamente und Arztrechnungen selbst zahlen
Einen Zuschuß zur KV gab's nicht!
Die GKV durfte mich nicht nehmen,die anderen PKVs wollten mich nicht
Die Allianz PKV weigerte sich mit verweis auf die Klage
Und alles mit Hartz IV

Selber Schuld, wer versichert sich auch privat - nur die die Solidargemeinschaft der gesetzli. Krankenkassen verlassen hat um in jungen jahren zu viel Geld zu sparen, das sich dann im höheren Alter recht.

schon geil: sich hinsetzen, mit dem erigierten Zeigefinger ins Gesicht deuten und "selber Schuld!" krähen. Jetzt gehns aber wieder ins Bett, is schon spät, ja? Sonst gibts nichts vom Osterhasi!

In die private Krankenkasse wird NIEMAND gezwungen. Es ist die eigene Entscheidung des Versicherungsnehmers.

Das war nicht der entscheidende Punkt

Richtig: Ich bin freiwillig in die PKV

Dann aber bin ich in den Genuß von Hartz IV geraten und das trifft viele Menschen in Deutschland ohne schuld

Übrigens: Ich habe mir nicht viel Geld gespart! Mein Monatsbeitrag beträgt 400 Euro und ich bin erst zum 01.01.2007 aus der Schweiz nach Deutschland gekommen.Bei der Gelegenheit habe ich mich privat versichert,denn ich bin Unterhaltspflichtig und die zwei Hunderter konnte ich gut gebrauchen

Auch dafür,daß mich die PKV rauswarf,konnte ich nichts und dafür,daß der Gesetzgeber verhindert,daß ich zurück in die GKV kann,kann ich auch nichts.Das ist halt so
Das Problem:
In westlichen Ländern wird allgemein akzeptiert,daß Menschen keine KV bekommen.
In Israel bekommt jeder Krankenversicherung!

In D bekommt auch jeder eine Krankenversicherung - der in der Solidargemeinschaft der gesetzl. Krankenversicherung bleibt. Das hatte ich aber auch schon geschrieben.

Gibt es etwas humaneres als SGB V §5 ???

Ja! Auf jeden Fall!

Und gibt es etwas humaneres als Deutsche?

Ja! Auf jeden Fall!

Ich habe die Israelische Gesellschaft um ein Vielfaches humaner erlebt!

Während Sie ganz kühl und distanziert kommentieren:
>
> In D bekommt auch jeder eine Krankenversicherung
> - der in der Solidargemeinschaft der gesetzl
> Krankenversicherung bleibt.Das hatte ich aber
> auch schon geschrieben
>
Habe ich in Israel,ALS AUSLÄNDERIN,ohne Aufhebens eine Krankenversicherung bekommen!

In Deutschland als Deutsche Staatsbürgerin hingegen nicht

Die Tatsache,wie Sie das Sehen, spricht Bände über Deutschland und seinen inneren Zustand

Diese Kälte wird als normal und rechtens empfunden

Dieser Staat hat sich auch nicht geschämt,mich exzessiv zu besteuern!

Nur weil SIE Problem in Deutschland haben verteufeln sie Deutschland. Sie sehen sich wohl als Nabel der Welt. Das sind sie aber nicht.

*Ende.

der Reihe nach

1. der Vorwurf der Krankenkasse ist schon ziemlich heftig, aber private Krankenkassen haben Sonderregelungen. Nicht nur bei der Ablehnung, sondern auch schon bei der Aufnahme.

Ein Wechsel in die GKV wäre aber durch Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung möglich (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__5.html)

im Zweifel als Kioskverkäufer!

Dafür ist sich allerdings so mancher zu schade und jammert dann lieber im Hartz4 Leistungsbezug und beschwert sich auch noch darüber für´s Nichtstun zu wenig zu bekommen.

Ein Wechsel in die GKV ist grundsätzlich möglich, dann müssen aber rückwirkend Beiträge gezahlt werden und das kann sich summieren.

wussten Sie, dass Leistungen wie etwa Krankenversicherungen kein Geschenk des Lieben Gottes an die Braven, Anständigen und Tüchtigen war und ist - und dass das Recht auf Gesundheit, wenn diese durch Krankenstand wiederherzustellen ist, gleich, wie egoistisch dies vermehrt gedeutet wird, auch inkludiert, dass anschließend das "brave, anständige und tüchtige" sich Abrackern für ein bischen (schon wieder!!!) Sozialleistung (e.g. Pension) auch ein bisserl ein Menschenrecht ist, dass erst auf Papier festgehalten werden muss, damit es als Realität ankommen kann?

Wussten Sie...

Das Bismarck, welcher weder mit Gott zu verwechseln ist, noch irgendwas von Menschenrechten hielt, die Krankenversicherung in D aus ganz politischen Gründen eingeführt hat?

"Die gesetzliche Krankenversicherung wurde als erste Leistung 1883 aus dem Bereich der Sozialversicherungen von Bismarck eingeführt, um die Arbeiterschaft für den Staat zu gewinnen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Kran... eutschland

btw. Ihr künstlich verschachtelter und geschwurbelter Satz beeindruckt mich nicht.

ich kann den Dreck einfach nicht unkommentiert stehen lassen - was sollen denn die Anderen denken… Eindruck bzw. Abdruck würde ich öfters gern hinterlassen, kann aber allein mit dem Gewissen dergleichen erwidert zu haben auch gut leben. Aber Danke, dass Ihnen mein Seelenheil ein Gedanken wert war.

Welchen "Dreck" meinen Sie genau?

Die Krankenversicherung an sich, oder doch eher die Erkenntnis, dass diese weder gottgegeben, noch auf die Erklärung der Menschenrechte fußt?

Und nein, Ihr Seelenheil ist für mich belanglos.

Macht nichts.

Allein dass Sie Abdruck von Eindruck nicht unterscheiden können reicht schon :-)

Bitte und gern geschehen.

PS. es heißt übrigens "einen Gedanken"
Aber, dass nur am Rande, wo Sie doch sonst so außergewöhnlich große Sorgfalt bei dem Gebrauch der deutschen Sprache walten lassen wollen, oder zumindest dieses Vorhaben vortäuschen.

In diesem Sinne...

Bismarck ist tot

Welch bahnbrechende Erkenntnis

Aber was hat das mit dem angeblichen "bisserl Menschenrecht", welches vom Poster _reservepapst bananenferdl der letzte_ postuliert wurde, zu tun?

das macht nichts - auch bei uns träumt man noch vom Kaiser und dem Braunauer Kunstmaler

Wer im Krankenstand ist, nimmt keine Sozialversicherungspflichtige Tätigkeit auf!

Sie reden da so einfach!

Diese Tätigkeit muß erst mal gefunden werden, dann muß sie ein halbes Jahr ausgeübt werden und was ist, wenn das nicht geht?

und nicht jeder der ohne Vertrag arbeitet und dabei Kopf, Kragen, Gesundheit und um den Lohn geprellt riskieren muss das freiwillig macht?!
Wenn krankheitsbedingt nicht die volle Arbeitsleistung erbracht werden kann, irgend eine Form von Erwerbstätigkeit von Nöten wird, damit man überhaupt überleben kann - dann ist das weit unter dem Niveau einer Frechheit. Und leider Realität.
Dieses "Leistung"sdenken macht krank!

" Diese Tätigkeit muß erst mal gefunden werden"

Wie schon gesagt, manch einer ist sich dafür zu schade.

Oder anders formuliert:

Es gibt Tätigkeiten, welche nicht dem persönlich empfundenem gesellschaftlichen Status (Habitus) entsprechen. Jammern ist auch viel einfacher.

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