US-Mütterverband ruft zu Boykott von Sitcom über Homo-Ehe auf

"Die Serie schadet unserer Kultur" - Verband fordert öffentlichen Protest gegen die Serie - Anzeigenkunden sollen ihre Fernsehspots nicht in den Werbepausen zeigen

New York - Ein konservativer amerikanischer Mütterverband hat zum Boykott einer geplanten Sitcom über homosexuelle Paare aufgerufen. Mit der für Anfang September geplanten Serie "The New Normal" zersetze der US-Fernsehsender NBC Moral und Werte, teilte die Organisation "One Million Mums" auf ihrer Webseite mit. "Millionen Amerikaner glauben sehr daran, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden sollte", heißt es in der Mitteilung weiter. "Die Serie schadet unserer Kultur." Die Sitcom "The New Normal" handelt von einem homosexuellen Paar, das auf der Suche nach einer Leihmutter ist, um seinen Kinderwunsch zu erfüllen.

Der Verband rief zum öffentlichen Protest gegen die Serie auf. Außerdem sollten Anzeigenkunden ihre Fernsehspots nicht in den Werbepausen der Serie zeigen. Produzent Ryan Murphy reagierte gelassen auf den Boykott-Aufruf. "Ich finde es interessant, dass sie eine Position ergreifen, bevor sie die Serie überhaupt gesehen haben", sagte Murphy US-Medienberichten zufolge vor Journalisten. "Ich glaube, wenn sie die Serie sehen würden, würden sie sie lieben." Der Mütter-Verband komme in der Sitcom nämlich vor. "Ihre Ansichten werden mit Sensibilität und einer gewissen Unersättlichkeit dargestellt." NBC äußerte sich zunächst nicht.

Die Organisation "One Million Mums" gehört zum Amerikanischen Familienverband (AFA), der religiös-konservative Werte vertritt. Nach eigenen Angaben hat der Verband mehrere Millionen Unterstützer und ein jährliches Budget von etwa 14 Millionen Dollar (rund 11,5 Millionen Euro). (APA, 31.7.2012)

  • Mütterverband über "The New Normal": "Die Serie schadet unserer Kultur."
    foto: nbc

    Mütterverband über "The New Normal": "Die Serie schadet unserer Kultur."

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