Mali erhält mehr Zeit für Bildung einer Einheitsregierung

31. Juli 2012, 22:30
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Nach Ablauf von Ultimatum

Bamako - Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas hat den politischen Kräften in Mali weitere zehn Tage Zeit eingeräumt, um eine Einheitsregierung zu bilden und die Probleme des Landes in der Griff zu bekommen. Das berichtete das staatliche Radio Malis am Dienstagabend. Zuvor war ein Ultimatum der Ecowas abgelaufen, das die Nachbarländer dem Krisenland Anfang Juli gestellt hatten.

Sie drohen mit der Entsendung von Truppen, falls die Verantwortlichen es nicht innerhalb der gesetzten Frist schaffen, eine Road Map (Fahrplan) zur Bildung einer "Regierung der nationalen Einheit" zu erstellen. Diese soll alle politischen Parteien im Land repräsentieren und das Chaos unter Kontrolle bringen, in das Mali nach einem Militärputsch im März geschlittert war.

Die im April eingesetzte Übergangsregierung beherrscht nur den Süden und gilt als schwach. Im Norden wüten Radikalislamisten, die die Region im Zuge des Putsches erobert hatten. Sie wollen eine Abspaltung des Nordens, um dort einen eigenen Staat auf Grundlage der Scharia zu errichten. Ecowas setzt sich für eine Eingreiftruppe mit mehr als 3000 Soldaten nach Mali ein, um einen Separatistenstaat im Norden noch zu verhindern. (APA, 31.7.2012)

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