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Ein mächtiger Dinko Jukic wurde von einer noch mächtigeren Konkurrenz vom Stockerl fern gehalten.

Sieger über 200 m Delfin: Chad Le Clos aus Südafrika.
London - "Der vierte Platz ist undankbar, aber ich kann damit leben. Ich kann mir nichts vorwerfen." Ein Ziel hatte Dinko Jukic am Dienstag in seinem ersten Olympiafinale erreicht, den österreichischen Rekord verbesserte er in 1:54,35 um sieben Hundertstel. Das andere Ziel, eine Medaille, verpasste er nur platzierungsmäßig knapp, weil um exakt 1,14 Sekunden. Die fehlten ihm auf den Japaner Takeshi Matsuda, der sich nur Chad Le Clos (1:52,96) aus Südafrika und Michael Phelps (1:52,96) geschlagen geben musste. Jukic sagte, er hätte "ein knapperes Rennen erwartet", und er sagte auch, er werde "natürlich weitermachen". Ein Ziel sind die Spiele 2016 in Rio de Janeiro, das zweite Ziel ist eine Medaille dort.
Zaha Hadid wird in Rio vielleicht wieder bauen, in London zeichnete sie für das Aquatics Center verantwortlich. Hadid hat immer einen Grundgedanken und ein Konzept, zumindest ihren Grundgedanken für die olympische Schwimmhalle erkennt man auf den ersten Blick. Welle, so lautete der Grundgedanke, und also wölbt sich das Dach des Aquatic Centers wellenförmig nach unten. Banausen sagen, das wirke, als würde ein Wal auf der Halle liegen, die derzeit 17.500 Banausen, Pardon: Zuseher, fasst. Bald wird sie auf eine Kapazität von 2500 Fans verkleinert.
Auch durch die Katakomben des Aquatic Centers läuft eine Welle, aber vertikal, in Form eines Absperrgitters. Es trennt die Journalisten von den Schwimmern, Media Zone nennt sich das, hier hängen die einen an den Lippen der anderen. Weil die Lippen beispielsweise von Michael Phelps aber über die Maßen beansprucht wären, bekommt er ein Mikrofon verpasst, und also schwappen seine Statements durch den Raum. Das Ungewöhnliche ist, dass Phelps derzeit mehr über Erfolge von Teamkollegen reden muss als über eigene. Das gestrige Silber war seine nächste Enttäuschung. London erlebt die Menschwerdung eines Fisches.
Phelps und Ryan Lochte waren so richtig gehypt worden vor Olympia. Die US-Stars sollten sich ein epochales Duell um Titel und Rekorde liefern. Und plötzlich stehen sie fast als Verlierer da. Zwar hatte Lochte über 400 Meter Lagen zugeschlagen, doch kraulend wurde er abgehängt, in der Staffel und solo, jeweils vom Franzose Yannick Agnel. Generell zeigt sich, dass der Schwimmweltrest vier Jahre lang nicht geschlafen hat. Phelps, der 2008 acht Goldene holte, ist nicht mehr der Phelps von Peking, und Lochte ist nicht Phelps.
Auftritt Rogan
Welcher Markus Rogan Markus Rogan ist, zeigt sich heute. Über 200 Meter Lagen geht es am Vormittag um den Einzug ins Semifinale, in dem es am Abend um den Einzug ins Finale (Donnerstag) geht. "Ich bin in Höchstform" , sagt Rogan. Und durch seinen gestrigen Einsatz in der Staffel über viermal 200 Meter Kraul sah er sich bestätigt. Er schwamm mit 1:48,13 Minuten persönliche Bestzeit. Österreich (Brandl, Scherübl, Rogan, Janistyn) kam als 16. und Letzter an, war aber doch schneller als bei der EM. Rogan: "Als kleines Land muss man das erst einmal schaffen."
Für seine Lagenrennen hat Rogan einen Grundgedanken und ein Konzept. Grundgedanke: "Zuerst muss ich ins Finale kommen." Konzept: "Im Finale muss ich das Rennen meines Lebens schwimmen." Dann traut sich der 30-Jährige eine Medaille zu, es wäre seine 35. bei Großevents (Olympia, WM, EM). Phelps und Lochte, die ebenfalls am Start sind, hält Rogan unvermindert für die großen Favoriten auf Gold und Silber. "Ich will den Rest der Welt anführen." Zu diesem Rest zählen vor allem auch der Ungar Laszlo Cseh, der allerdings in London schon zwei Endläufe verpasste, sowie der Brasilianer Thiago Pereira, Zweiter über 400 Meter Lagen, und der Brite James Goddard.
Und natürlich hat Rogan die - teils gewollte - Aufregung mitbekommen, die er verursacht hatte, als er Intelligenz im Spitzensport als hinderlich bezeichnete und dies mit Hermann Maiers Erfolgen untermauert wissen wollte. Selbst ÖOC-Präsident Karl Stoss hatte Rogan sozusagen den Kopf gewaschen. Dessen Bemerkung sei "nötig wie ein Kropf" gewesen, " äußerst ärgerlich".
Sogar Sanktionen wollte Stoss nicht ausschließen. "Ich weiß nicht, was da im Kopf vorgeht", sagte der ÖOC-Chef noch. Doch es lag wohl nicht so sehr an der großen Stoss-Aufgeregtheit, dass sich Rogan gestern selbst etwas relativiert hat. "Wichtig ist es, den Kopf auszuschalten, das sollte ein Sportler im richtigen Moment können", sagte er. "Hermann Maier bewundere ich dafür", sagte er auch.
Und im Londoner Aquatic Center schickte sich eine Welle zu verebben an, nicht jene von Zaha Hadid, die an einen Wal gemahnt, sondern eine viel kleinere, die Welle einer österreichischen Empörung. (Fritz Neumann, DER STANDARD, 1.8.2012)
Schwimmen, 200 m Delfin Finale, Männer: 1. Chad le Clos (RSA) 1:52,96 Min. - 2. Michael Phelps (USA) 1:53,01 - 3. Takeshi Matsuda (JPN) 1:53,21 - 4. Dinko Jukic (AUT) 1:54,35 - 5. Tyler Clary (USA) 1:55,06 - 6. Velimir Stjepanovic (SRB) 1:55,07 - 7. Pawel Korzeniowski (POL) 1:55,08 - 8. Chen Yin (CHN) 1:55,18
200 m Kraul, Frauen: 1. Allison Schmitt (USA)1:53,61 - 2. Camille Muffat (FRA) 1:55,58 - 3. Bronte Barratt (AUS) 1:55,81 - 4. Missy Franklin (USA) 1:55,82 - 5. Federica Pellegrini (ITA) 1:56,73 - 6. Weronika Popowa (RUS) 1:57,25 - 7. Caitlin McClatchey (GBR) 1:57,60 - 8. Kylie Palmer (AUS) 1:57,68. Im Vorlauf out: 29. Jördis Steinegger (AUT) 2:02,39
Synchronschwimmerinnen Nadine Brandl und Livia Lang mit ihrer Performance in London zufrieden
Bekenntnisse eines US-Schwimmstars: Nicht im Wettkampf, sondern beim Aufwärmen
Die hinterfotzigste olympische Sportart ist der Wasserball. Unter Wasser sind Sportler und Sportlerinnen mit ihren Gemeinheiten unter sich. Das wusste auch schon Friedrich Torberg
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Wiener als Semifinal-Neunter nur um 14/100 Sekunden am Endlauf vorbei - Ö-Rekord um vier Hundertstel verbessert - Phelps nach Gold über 200 Meter Lagen erfolgreichster Olympionike ever
Österreichs größte Medaillenhoffnung wurde im Semifinale über 200 m Lagen wegen eines Fehlers bei der Wende als Neunter disqualifiziert - Österreichische Delegation legte Protest ein, der jedoch abgewiesen wurde
Der Wiener schwimmt im Vorlauf über 200 m Lagen auf Platz acht und qualifiziert sich fürs Halbfinale - Sebastian Stoss ausgeschieden
Der britische Wasserspringer Tom Daley ist in seiner Heimat das Gesicht der Spiele. Eine Medaille würde er Vater Rob widmen. Sein größter Förderer ist 2011 an Krebs gestorben
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Hunor Mate ist in den Vorläufen über 200 m Brust als 29. ausgeschieden
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Anne Pisker, die eine Meisterschwimmerin der Wiener Hakoah war und vor den Nazis flüchten musste, lebt in London
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Agnel, Park und Sun verdrängten US-Ass - Sensationssieg von 15-jähriger Litauerin Meilutyte - 100 m Rücken an Grevers und Franklin
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27-jähriger US-Amerikaner holt über 400 m Lagen Gold, der große Rivale wird nur Vierter - Famoser Weltrekord der Chinesin Ye
Weit hinter ihren OSV-Rekorden - Als Vorlauf-23. bzw. -37. out - 400 m Lagen: Phelps fast gescheitert - Kraul: Disqualifikation von Titelverteidiger Park zurückgenommen
Gleich zum Schwimm-Auftakt treffen die US-Superstars Phelps und Lochte am Samstag über 400 m Lagen aufeinander. Beim zweiten Duell ist Markus Rogan live dabei, sein Ziel ist Bronze
Synchronschwimmerin Nadine Brandl über nicht vorhandene Dauergrinser, abzugebende Spiegelbilder und Beine beim Ohr
Er hat viel von sich reden gemacht. Und er hat viel geredet. Am Ende seiner olympischen Karriere bleibt Markus Rogan vor allem ein großer Schwimmer und fairer Sportsmann - Eine Würdigung
Gratulation Dinko Jukic zur Leistung und zu diesen Aussagen.
http://90minuten.at/index.php... en-koennen
Für diese Leistung sollte ihm Darabos mit Handschlag gratulieren. Der einzige Athlet (neben den Beach-Volleyballern) der seine Entsendung verdient hat - neben alle den anderen Dauer-Versagern. Schmeisst jetzt endlich diese unfähigen Schwimm-Funktionäre raus. Da gilt sogar für die Ehrenamtlichen: Geschenkt ist noch zu teuer!
Die sportlichen Leistungen des Hrn. Jukic sind beachtlich. Allerdings kann er hier überhaupt nur deshalb starten, weil sich der Schwimmverband, vor allem Präs. Schauer, für ihn so engagiert hat, sonst hätte er jetzt nämlich eine Sperre wegen Verweigerung einer Dopingkontrolle.
Stimmt, die decken den arroganten Typen. normalerweise heißt abgelehnter adopingtest: positiv.
Die Nada hat das wieder geradegebogen. - eine Schande!
"Leute, die Ergebnisse bringen, müssen sich von einem Landesschwimmverbands-Funktionär sagen: Du scheiß Tschusch, schleich dich dorthin wo du hergekommen bist. Das wurde bis heute nicht sanktioniert, weil der Verband sagt er kann da nicht durchgreifen."
Einen Sager sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen: "Von mir wird erwartet, dass ich mich mit einem Michael Phelps messe. Aber dann muss sich der Verband auch mit den amerikanischen Funktionären vergleichen lassen. Bei uns sind Leute dabei, die nicht einmal der englischen Sprache mächtig sind. Die kommen dann von einer Team-Sitzung und wenn man fragt, worum es ging, dann heißt es: Ich weiß nicht, ich habe die Hand gehoben, wenn die Deutschen die Hand gehoben haben. Das kann ich nicht akzeptieren!“"
dabei hab' ich mit mein' chef um ein bier gewettet, daß wir locker unsere zehn medaillen machen.
(will mir das grauenhafte gefühl, dem alten despoten sein bier bezahlen zu müssen, lieber nicht vorstellen - sonst bekomm' ich brechreiz und womöglich kommt das mittägliche fiakergulasch mitsamt gurkerl und salzstangerl plötzlich wieder ans tageslicht)
das problem sind gerade die monopolisten in den sportfachverbänden, immer wieder zu hören, auch im verbandswesen sollten mitbewerber die traurige sportbilanz in österreich verbessern ...
dieser vorkriegszeitliche monopolismus im fachverbandssystem behindert nachhaltig eine erfolgreiche weiterentwicklung im sport!
die vielen sesselkleber treten am stand, breiter nachwuchs und die leistungsdichte fehlt in österreich und das trotz eines warmen geldregen für die sportfachverbände
Ihr rrrrrrollendes kroatisches r ist nicht zu ertragen.
ist aber interessanterweise auch bei den unterklassen der eingeborenen österreicher (zB laura rudas) anzutreffen.
hätte ich es, ich würde es mir bei einem sprachtrainer abgewöhnen lassen. peinlich!
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