Mehr als 20 Tote bei Kämpfen mit Kurden

Zusammenstöße in der Provinz Hakkari

Istanbul - Im Osten der Türkei sind laut einem Medienbericht in den vergangenen drei Tagen 22 kurdische Kämpfer bei Auseinandersetzungen mit Regierungstruppen getötet worden. Auch zwei türkische Soldaten seien bei den Gefechten ums Leben gekommen, berichtete der Fernsehsender CNN Türk am Dienstag auf seiner Internetseite. Die Kämpfe hätten am Sonntag in der Provinz Hakkari begonnen, die an den Iran und den Irak grenzt.

Sorgen bereiten der türkischen Führung derzeit auch die Aktivitäten syrischer Kurden. Sie sollen jetzt Gebiete kontrollieren, die an die Türkei grenzen und von syrischen Regierungstruppen geräumt wurden. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat für den Fall von Angriffen syrischer Kurden mit einem Einmarsch ins Nachbarland gedroht. Er warnte die Kurden davor, in Syrien einen autonomen Staat anzustreben. "Das ist wie Güter aus einem brennenden Haus zu stehlen", sagte Erdogan am Dienstag in einer Fernsehansprache. Ein Eingreifen türkischer Streitkräfte - wie mehrmals im Irak - schloss der Premier nicht aus, sollte sich die Entwicklung im Nachbarland gegen nationale Interessen richten. (APA, 31.7.2012)

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