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"Das geht auf meine Rechnung", ermuntert Dmitri die Journalisten im Edelrestaurant zum Trinken. Dmitri ist ein lebenslustiger Mann, er trinkt und feiert gern und ausgiebig. Doch "auf seine Rechnung" geht es dabei in den seltensten Fällen, denn der Mittvierziger arbeitet in der Moskauer Stadtverwaltung - und die übernimmt die Spesen.
Das ist eine der kleinen Annehmlichkeiten seines Beamtendaseins. Daneben bietet der Job ein quasi sorgenfreies Leben und für besonders wendige Beamte sogar die Möglichkeit, im eigenen Entscheidungsfeld ein Geschäft aufzubauen oder das von Freunden zu unterstützen. Es ist kein Wunder, dass viele Russen sich wünschen, Beamte zu werden.
Und deren Zahl steigt unaufhaltsam. Zuletzt hat die Kremlrochade zwischen Präsident Wladimir Putin und Premier Dmitri Medwedew auf wundersame Weise für die Vermehrung der begehrten Posten gesorgt.
Die Moskauer Straßen waren zwar bei Putins pompöser Rückkehr in den Kreml wie leer gefegt, doch einsam wird der russische Präsident in der Schaltzentrale der Macht nicht. Er hat nämlich praktisch seinen gesamten Stab in den Kreml mitgenommen. Eilig wurden dafür neue Beraterposten und Departments geschaffen; die Schattenregierung zum Kabinett Medwedews erforderte die Einrichtung von 481 neuen Stellen.
Auch Medwedews Umzug ins Weiße Haus, dem Sitz der Regierung, wird teuer für den Steuerzahler. Eigentlich sollte mit der Reorganisation der Regierung deren Apparat gestrafft werden. Stattdessen kommen 435 neue Mitarbeiter hinzu. Weitere 400 Stellen werden für Medwedews neuen Expertenrat der Regierung fällig. Der Politologe Dmitri Oreschkin nennt das Aufblähen der beiden Administrationen "logisch". Beide Politiker hätten ihre alten Weggefährten auf neue Posten mitgenommen, diese brauchten natürlich Untergebene, "denn irgendwer muss ja arbeiten", so Oreschkin.
Mehr als zu Sowjetzeiten
Dabei ist dies nur die Spitze des Eisbergs: In den zwölf Jahren unter Putin ist die Zahl der Beamten laut dem Statistikamt um über 500.000 Personen gestiegen und liegt nun bei 1,65 Millionen - trotz mehrerer Kampagnen zum Bürokratieabbau in Russland. Und selbst diese Zahlen sind wohl noch reichlich geschönt. Die Tageszeitung Wedomosti jedenfalls schätzt unter Berufung auf Experten die Zahl aller Behördendiener auf sechs Millionen. Lehrer und Ärzte zählen übrigens nicht dazu. Zum Vergleich: Zu kommunistischen Zeiten umfasste das Beamtenheer 2,5 Millionen - und da waren es 15 Sowjetrepubliken.
Für die Russen ist die Bürokratie kein billiges Unterfangen, ist doch inzwischen jeder 40. Arbeitnehmer ein Beamter, wobei sie kaum selbst Werte schaffen, sondern lediglich kontrollieren. Zur Not kontrolliert die eine Behörde dann auch noch die andere. Die Beamten verdienen dabei dank großzügiger Soldanhebungen inzwischen ein Vielfaches mehr als der Durchschnittsrusse. Im vergangenen Jahr kosteten die Beamten den Staat umgerechnet 21 Milliarden Euro. Die Gehälter steigen weiter. Das soll die Korruption eindämmen, doch bisher haben die galoppierenden Gehaltsanhebungen noch nichts bewirkt. Die Korruption grassiert wie eh und je.
Dafür hat der Kreml eine neue Kampagne zur Verkleinerung des Beamtenheers gestartet. Bis 2013 soll die Zahl der föderalen Beamten um 20 Prozent sinken. Der statistische Erfolg scheint gewiss: Viele Beamte werden nämlich einfach auf die regionale Ebene abgestuft. (André Ballin, DER STANDARD, 1.8.2012)
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Der sichere und gut bezahlte Beamtenjob ist beliebt, weil der Mensch bequem ist. Anstatt die Situation in der freien Marktwirtschaft zu verbessern, macht man es sich lieber auf dem Beamtenstuhl gemütlich. Es gibt soviele Bewerber, dass der Staat die Besten auswählen kann. Die nur durchschnittlich Intelligenten , die sich mit einem unsicheren Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft begnügen müssen, werden von den superklugen Staatsdienern ausgepresst werden wie eine Zitrone.
alle ein Land vor, in dem es keine Beamten gibt? Ist das denn ein Land, wo Milch und Honig fliesst, weil die Mitesser weg sind? Oder ein Land, das in einem totalen Chaos versinkt, wo keine Vorschriften mehr eingehalten werden, Anarchie, gewalt, Vernachlaessigung, Zerstoerung etc. herrscht?
Ein überbordender Beamtenappart der keinerlei Werte schafft und nur dazu da ist, den Staatsbürger zu kontrollieren, zu schikanieren, zu überwachen etc. um dann mit spätestens 59 Jahren in den 'wohlverdienten' Ruhestand zu gehen, mit einer Pension die um einiges höher ist, als das Gehalt der meisten Steuerzahler welche täglich im Büro etc. echte Arbeit leisten um unter anderem auch diesen unnötigen Beamtenapparat zu erhalten. Ausgeprägt ist ein überbordender Beamtenapparat in Staaten mit Parteiendiktatur, wie in Russland bzw. auch in Österreich.
Gehen sie mal auf ein Finanzamt, oder auf eine BH. Arrogante eitle Beamte. Man könnte meinen, man ist auf einer Modenschau. Untereinander gut gelaunt aber zu den Parteien absolut überheblich und unfreundlich. Es hat sich in unserem Beamtenstaat nicht viel geändert. Und von dem, was man unter Arbeit versteht sind diese Beamten sehr weit weg.
Einer von ihnen, der sarkistische Witze über Bauern in einer Hungersnot rieß, ihre Pachten erhöhte, war auch ein kleiner Landbaron, Jurist und späterer Revolutionär.
Geläufig ist er auch unter dem Namen "Lenin" bekannt
Lenin war ein Verbrecher, ein Hochverräter, der mit fremden Geld im eigenen Land unzählige Blutbäder anrichten ließ! Er musste sich daher von fremdländischeb Soldaten beschützen lassen!
Stichwort "Rote lettische Schützen"
http://de.wikipedia.org/wiki/Lett... %C3%BCtzen
Stichwort "Gekaufte Revolution"
http://www.spiegel.de/spiegel/p... 30847.html
na dann rechnen sie die lehrer in russland mit. und beachten sie die einwohnerzahl russland. hat russland im verhältnis zur einwohnerzahl mehr beamte (inkl. lehrer) oder weniger als deutschland? wie kann sich ein westeuropäisches land wie de oder at also kritik leisten?
Auch ein vielfaches von "otto normal" verdienen!
Und dann kommt noch hinzu das Sie ihre eigenen Aufgaben z.b. Gesetzesentwurf Prüfung etc. an Unternehmensberatungen und RA-kanzleien weiterreichen damit die auch was verdienen!
Und Unternehmerfreumden wird auch mal gern geholfen. Echt blöd wenn man im glashaus sitzt und mit Steinen wirft. Traurig das es so ist ich würde es mir ja anders wünschen
sind bei den russlandbesorgten nebensache ...
aber hätten sie bei den eigenen ausgaben bloß diese aufmerksamkeit, diese sorge und diesen investigativen journalismus (übrigens großteils von den geknebelten russischen kollegen abgemalt) an den tag gelegt, würde der luftballon eusa wohl nicht so schrumpfen ...
mfg
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