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Wien - Die erste Ankündigung des Börsengangs in New York klang für Fans verheißungsvoll: Manchester United werde die Einnahmen aus dem Aktienverkauf zur Schuldentilgung nutzen, schrieben die Klubverantwortlichen Anfang Juli an die US-Börsenaufsicht SEC. Doch nachdem am Montagabend neue Details zum Verkauf der Manchester-Anteile bekanntgeworden sind, laufen Fanverbände Sturm gegen die Aktion.
Insgesamt will Manchester 16,6 Millionen "ManU"-Aktien ausgeben. Die Hälfte der Aktien wird direkt vom Klub verkauft, der Rest von den Eigentümern des Vereins, der US-Investorenfamilie Glazer. Rund die Hälfte der erwarteten 330 Millionen Dollar Einnahmen dürfte damit direkt den Glazers zufließen. Mitglieder des Manchester United Supporter Trust zeigten sich Dienstag erzürnt darüber, dass nicht die gesamten Einnahmen des Börsengangs zur Schuldentilgung genutzt werden.
Streit tobt
Der Streit zwischen den Fans und den Glazers tobt seit 2005: Damals übernahm die Familie den bis dahin börsennotierten Klub für rund 800 Millionen Pfund. Ein großer Teil des Kaufpreises wurde dem Verein nach und nach als Verbindlichkeit umgehängt. So hat der Verein, der 2004 nahezu schuldenlos war, laut Bilanzen derzeit Verbindlichkeiten von 561 Millionen Euro. Zwar ist der Schuldenstand durch Zahlungen der Glazers seit 2010 etwas gesunken. Doch Fanverbände wie der United Supporters Trust fürchten, der Klub könnte von den Schulden und den hohen Zinszahlungen erdrückt werden.
Neben dem Streit über die Einnahmen sind viele Analysten über die Art und Weise des Börsengangs verwundert. So wird Manchester eine Bestimmung aus dem Jobs Act nutzen, die "aufstrebenden" ausländischen Unternehmen in den USA mehr Diskretion ermöglicht. Bestimmte Vorschriften, wie die vierteljährliche Veröffentlichung von Geschäftsberichten und die Offenlegung von Managereinkünften, werden für Manchester auch nach dem Börsengang nicht gelten. Die Glazers geben zudem nur Aktien aus, an die nur ein Stimme in der Hauptversammlung geknüpft ist. Bei den von ihnen einbehaltenen Papieren geht eine Aktie mit zehn Stimmrechten einher. Insgesamt, schätzen Analysten, dürften daher die Glazers weiterhin fast 90 Prozent der Anteile an Manchester kontrollieren.
IPO wann?
Unklar ist noch, wann der Börsengang stattfindet - Auftakt zur Roadshow für Investoren ist heute, Mittwoch. Wie immer bei Fußballaktien raten Börsenanalysten allerdings vom Kauf der Papiere ab. Auf den Boom in den 90er-Jahren, als 43 europäische Fußballvereine börsennotiert waren, folgte ein herber Absturz. Der europäische Fußballindex (Stoxx Europe Football), in dem alle 23 börsennotierten europäischen Klubs abgebildet sind, dümpelt seit Jahren vor sich hin. Selbst der Kurs des erfolgreichen Meisters Borussia Dortmund liegt gerade mal bei 2,50 Euro, also weit unter dem Ausgabenkurs von elf Euro.
Für Anleger, die sich nicht abschrecken lassen, hatte Manchester am Dienstag auch eine gute Nachricht parat: Der Verein hat mit Chevrolet einen neuen Trikotsponsor ab 2014 gefunden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, der US-Autobauer wird allein für die Aktivierung des Vertrags 81 Millionen Euro an den Klub bezahlen. (András Szigetvari, DER STANDARD, 1.8.2012)
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sollen sich dann Verbrecher einen Zwang antun. Heutzutage werden alle erdenklichen Hintertürchen in die Gesetze eingearbeitet, noch dazu von so Betrügerfreundlichen Regierungen wie sie in England oder im angloamerikanischen Raum meistens am Ruder sind.
Die Fans haben es schon von anfang an gewusst!
links
http://www.fc-utd.co.uk/
http://de.wikipedia.org/wiki/FC_U... Manchester
ich finde es schon eine Unverschämtheit, daß ihr dem Eigentümer es verwehren wollt, von seinem Eigentumsrecht Gebrauch zu machen. Eure Vereinsführung selbst hat vor langer Zeit das Unternehmen an die Börse gebracht und dann dürfen sie dort auch gehandelt werden. Vergesst nicht, daß sich der Verein durch den Börsengang eine Unzahl von Meisterschaften erkauft hat. Daß beim anschließenden Going Private der Käufer den Kaufpreis zu einem erheblichen Teil wieder als Schulden in den Verein eingebracht hat, ist ein sicherlich unschöner aber doch normaler Vorgang im Wirtschaftsleben. Wer so etwas nicht will, darf eben sein Unternehmen nicht verkaufen.
Was hatte ManU eigentlich davon ihre Seele zu verkaufen? Vorher waren sie erfolgreich und schuldenfrei und letzteres ging verloren.
Das perverse System dass sich Leute Firmen/Vereine kaufen und den Kaufpreis als Schulden auf das erworbene Objekt umklappen ist leider auch in der Wirtschaft zu beobachten. Ein krankes System!
Man kauft sich ein Unternehmen, und den Kaufpreis dafür kann man den Unternehmen umhängen.
Das Unternehmen muss sich praktisch selbst kaufen, gehört aber trotzdem jemand anderem.
Ist hier zwar nur ein Fußballclub, aber bei echten Unternehmen geht das ja auch.
kann ich praktisch alles kaufen wenn ich nur eine Bank hab die mir das finanziert und das Unternehmen wirtschaftlich gesund ist.
Ich bin mir allerdings sicher wenn ein Privatkunde oder eine mittlerer Unternehmer mit so einer Idee bei seiner Hausbank aufkreuzt wird ihm die Bank erklären das dieses Modell nicht umsetzbar sei ...
vor der Wirtschaftskrise gab es ein Bericht darüber, wo Haushypotheken weiter verkauft wurden, was mir auch nicht einging und ich schon fast pervers fand, naja mittlerweile wissen wir, wie lange sowas gut geht.
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